Archiv für den 26.05.05

Störende Mitmenschen

monster.senf abgeben 26.05.05 - 22:11 von K.

„Es gibt kein zweites solches Beispiel der Unentrinnbarkeit wie das, das ein begabter junger Mensch bietet, wenn er sich zu einem gewöhnlichen alten Menschen einengt…“ Und während Musils „Mann ohne Eigenschaften“ einem weiteren kleinen Höhepunkt zueilte, lief von links ins Bild ein Junge, der laut quietschend Steine in den Rhein warf. Gefolgt wurde er von einer älteren Frau in einer Jogginghose, die sich genau zwischen K und die Sonne stellte. K betrachtete den Knaben bei seinem Spiel und dachte, dass er im Prinzip nichts gegen Kinder einzuwenden hätte. Dennoch konnte er es nicht verhindern, dass sich seine Sprachwerkzeuge verselbständigten und ihm ein unschönes Wort deutlich hörbar über die Lippen kam: „Rotzlöffel!“

Der situationsbedingte Rotzlöffel


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Online-Dating ist «eine ganz normale Entwicklung»

monster.senf abgeben 26.05.05 - 12:39 von lord.daywalker

Hamburg (dpa) - Als Ralf und Claudia sich kennen lernten, hießen sie BG7BT390 und PSE2EAAC. Sie kannten Körpergröße, Augenfarbe und Gewicht des anderen, Hobbys und persönliche Wünsche für eine Partnerschaft.

Drei Monate nach dem ersten Email-Kontakt waren der Physiker aus Hamburg und die Betriebswirtschaftlerin aus Kiel ein Paar. Wie viele andere haben sie sich im Internet kennen gelernt.

Online-Dating boomt. Millionen Singles durchforsten regelmäßig das Netz nach einer neuen Liebe. Die einen suchen selbst über eine Singlebörse, die anderen setzen auf Vorschläge einer Partnervermittlung. 13,9 Millionen Online-Dating-Mitglieder gab es Ende 2004, so die aktuelle Marktanalyse des Online-Portals «Singleboersen-Vergleich.de». Jan Becker, Geschäftsführer von «FriendScout24», einer Singlebörse mit 2,4 Millionen Mitgliedern, wundert sich darüber nicht. Für ihn liegen die Vorteile von Online- Dating auf der Hand: «Im Internet kann man leichter suchen und wird leichter gefunden.»

Ralf kann das nur bestätigen. Ohne die Partnervermittlung «PARSHIP.de» hätte der 35-Jährige seine Claudia nie kennen gelernt. «Ich arbeite als EDV-Berater, habe beruflich also fast nur mit Männern zu tun. Und in meinem Bekanntenkreis, gibt es nicht besonders viel Bewegung», erklärt der Geschiedene. 278 Euro hat er für eine 12- monatige Mitgliedschaft bei der nach eigenen Angaben größten Online- Partneragentur im deutschsprachigen Raum gezahlt. 80 persönliche Fragen hat er beantwortet, dann wurden ihm die Profile der Mitglieder angezeigt, die angeblich besonders gut zu ihm passen. Eine von vielen war Claudia.

Rund 1800 deutsche Online-Dating-Portale tummeln sich laut «Singleboersen-Vergleich.de» mittlerweile im Netz. Der Großteil gehört zu der Gruppe der Kontakt- oder Singlebörsen, bei denen die Mitglieder eigene Profile anlegen und selbst nach möglichen Partnern suchen. Die einfache Mitgliedschaft ist bei vielen Anbietern kostenlos. «Ich würde mich nie bei einer Seite anmelden, die etwas kostet», erzählt Verena, eine 25-jährige Angestellte, die für das Qualitätsmanagement einer Hamburger Krankenversicherung arbeitet. Obwohl sie nicht ernsthaft einen Partner sucht, ist sie seit sechs Monaten «FriendScout24»-Mitglied. «Es ist einfach super lustig. Ich habe schon viele nette Leute kennen gelernt. Mit ein paar bin ich mittlerweile richtig gut befreundet», sagt die hübsche Blondine, die den Männern im Netz immer gleich sagt, dass sie keine feste Beziehung möchte.

Obwohl es bislang nur wenige Analysen gibt, die sich mit dem Phänomen Online-Dating auseinander setzen, ist die wirtschaftliche Relevanz der Branche unumstritten. Laut «Singleboersen-Vergleich.de» lag der Umsatz im Jahr 2004 bei 37,7 Millionen Euro und wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Die Diplompsychologin Sabine Wery v. Limont, die unter anderem als Single-Coach bei der Partnervermittlung «PARSHIP.de» arbeitet, findet das verständlich: «Es ist doch eine ganz normale Entwicklung. Wir erledigen so viel übers Internet, kaufen zum Beispiel Bücher oder Blumen. Warum sollten wir das Netz nicht nutzen, um einen Partner zu finden?» Quelle


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Beruf: Drecksack

monster.senf abgeben 26.05.05 - 03:03 von K.

4 Personen kamen heute unabhängig voneinander zu dem Befund, dass es sich bei K um einen sog. Drecksack handelte. Anlass war die von ihm vorgeschlagene Methode, wie einem Neugeborenen unter geschickter Ausnutzung der §§ 1617 Abs.1, 1626 a Abs.1 Nr.1 BGB sowie der postnatalen Depression seiner Mutter gegen deren Willen der Nachname des Vaters gegeben werden kann.

Ein Drecksack


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