Modernes Schlussmachen
12.03.07 - 14:09 von praktikant
Schlussmachen per SMS oder E-Mail liegt im Trend. Vorbei sind die Tage, als man sich noch schmachtend in die Augen gucken musste oder einen halben Roman als Brief verfasste, um den unliebsamen Gegenüber gefühlvoll klarzumachen: “Es ist aus!”. Da die Wörter “Gefühlvoll” und “Short Message Service (SMS)” schon vom lingualen Aspekt nicht zusammenpassen, fehlt es dem Résumé der Beziehung an schmeichelnden Umschreibungen. Bei 160 mögliche Zeichen zählen Sprüche wie “Ich weiß gar nicht, wie ich ohne dich leben soll. Aber ich will es ab morgen mal versuchen.” noch zu den Höhepunkten des guten Geschmacks.
Wer selbst zum Tippen zu feige ist und auch sonst keine Freunde hat, der kann für 20 Euronen eine sogenannte Trennungsagentur damit beauftragen, die Trennung für einen selbst zu übernehmen. Der Trennungsagent trifft telefonisch oder privat den Geächteten und bringt mit ein paar netten Worten zum Ausdruck, dass er so beliebt ist, wie Essensreste zwischen den Zähnen.
Noch eine Ecke schärfer geht es im Amiland. Im Land der sinnlosen Dating-Gameshows, wo sich die gefundenen Partner auf Fingerschnipsen sofort verlieben müssen und ohne größere Umwege in der Kiste landen um die Quote hoch zu halten, gibt es richtige “break-up artists”. Die Schlussmach-Künstler kosten rund 100 Dollar und traktieren den Angeschmierten so, das der sich über das Ende der Beziehung freut. Das ist so, als ob man in Kacke tritt und sich freut, dass nach dem Putzen die Schuhe wieder glänzen werden.
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zuletzt: 20.11.2008 - 23:38







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1. bored | 12.03.2007 um 19.37
” Bei 160 mögliche Zeichen zählen Sprüche wie “Ich weiß gar nicht, wie ich ohne dich leben soll. Aber ich will es ab morgen mal versuchen.”
noch zu den Höhepunkten des guten Geschmacks.”
*LOL*
2. daywalker | 14.03.2007 um 07.37
Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es auch hier
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