Heute ist also der 11.1. Rauchfrei werde ich sein ab dem 12.1. Vor dem entschlossenen, mit allen Mitteln von Körper, Seele und Geist geführten Kampf stehen noch einige Vorbereitungen praktischer, mentaler und religiöser Art an. Und eine Vorfrage muss vorab geklärt werden: Wann beginnt der 12.1.? Im kalendarischen Sinn um 0.00 Uhr. Bis dahin sind es nur noch wenige Minuten, und ich mache mir bewusst, dass der 12.1. im biologisch-gefühlten Sinn erst morgen früh beginnt nach dem Aufstehen, einem Aufstehen, dem keine erste Zigarette folgen wird, aus dem Küchenfenster in den Samstag hinaus geraucht.
Nein, nicht nur etwas Fehlendes wird es geben, sondern auch etwas Neues. Frische, ungetrübte Luft, ein mutiges und entschlossenes Atmen in einen neuen Lebenszyklus hinein, in mehr Unabhängigkeit, weniger Lungenrasseln. So werde ich das also sehen. Zumindest wäre es besser, ich würde es so sehen. Restliche Kippen und Tabakreste werden heute Abend sicher entsorgt, um dem Automatismus morgen früh keine Chance zu lassen. Und vor dem Schlafengehen werde ich sie runterzerren, diese ekligen, stinkigen Dinger, in meinem Nichtraucherbuch lesen und im Rosenkranz bei der Chefin um Kraft zu bitten, für das was morgen kommt.
Beschreibung des Hörspiels “Atlantis oder Sörfin Börd” laut Bayrischer Rundfunk
“Die Grundsituation ist denkbar einfach – und damit beginnen die Schwierigkeiten. In einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt sitzt ein Patient seinem behandelnden Arzt gegenüber und verweigert jegliche Form der Kommunikation. Keine Worte, keine Bewegungen, keine Blickkontakte. Doch was von außen betrachtet wie ein Standbild erscheint, ist im Inneren der Beginn einer unabwendbaren seelischen Kernschmelze. In der Starre werden nebensächliche Details zur Bedrohung. In die Stille fallen Stimmen ein, die sich wie Invasoren in den Kopf des Patienten drängen. Die Reise in eine bizarre Vergangenheit und in eine noch bizarrere Zukunft beginnt: durch Heime, Gefängnisse und Irrenhäuser, in eine dunkle, von Gewalt geprägte Kindheit. Ein Horrortrip durch die Welt der vorgetäuschten Lust, durch Peepshows und die Hinterzimmer der Pornoindustrie. Vor allem aber ist es eine Reise zur Schwester des Patienten, die als junges Mädchen vom Vater vergewaltigt und an einen Zuhälter verkauft worden ist. Das, was man gemeinhin ‘Wirklichkeit’ nennt, gerät völlig aus den Fugen und setzt sich auf monströse Art wieder neu zusammen.”
Es gibt nicht nur Werbe-T-Shirts zu gewinnen, sondern auch einen wunderschönen Google-Kühlschrank, der offiziell, nicht erhältlich ist.
Aber … das GoogleWatchBlog weist auf eine solche Verschenkaktion hin und wir beteiligen uns hiermit an der Verlosung. Alle mal Daumen drücken - am 14. Januar werden wir wissen, ob der coole kühlschrank künftig die Redaktion von Monstropolis ziert oder nicht
Da morgen früh um 9 Uhr Herr D aus Monstropolis dem K die Ehre seines Besuchs erweist, hat K den Beginn seines nikotin- und rauchfreien Lebens realistischerweise erst einen Tag nach Ds Besuch, nämlich auf den 12.1.2008 gelegt. Während Monstropolis sich schwerpunktmäßig eher mit den sympathischen oder skurrilen Monstern befasst, zählt das Nikotinmonster zu den heintückischen Erscheinungsformen der Monster-Gattung. Es lebt parasitär und lässt seinen Wirt in trügerischer Ruhe und vermeintlicher Sicherheit leben, solange es mit Nikotin gefüttert wird. Sobald ihm dies jedoch vorenthalten wird, kämpft es mit allen Mitteln, um eine weitere Nikotinzufuhr zu gewährleisten. Missgestimmtheit bis hin zur Aggressivität, Depressionen, Verdauungsstörungen, Nervosität und verstärkter Zweifel am Sinn des Lebens sind nur einige seiner Waffen. Dem Nikotinmonster sind einige Internet-Communities gewidmet, in denen sich kämpferische Naturen - seit kurzem auch K - zusammenrotten, um durch gegenseitige Motivation bessere Chancen zu haben, den Kampf gegen die Sucht zu gewinnen.