Nichtrauchertagebuch – Die Geschichte einer Läuterung (4)

13.01.08 - 21:43 von K.

Es ist ja sowas von zum Kotzen. Was bisher geschah: Gestern Nachmittag die (vermeintlich) letzte Kippe geraucht. Später zu Herrn D gefahren und ihm sein Handy gegeben. Dann zu Frau C gefahren. Ohne größere Probleme nicht geraucht den ganzen Abend, bis ca. ½ 1 Uhr. Zu dem Zeitpunkt wollte ich auf ihren Balkon, eine rauchen. Reaktion Frau C: Natürlich kannst du rauchen, aber nicht bei mir, nachdem du aufgehört hast – dann musst du jetzt eben heimfahren. ½ Stunde Diskussion, Ergebnis: Aushändigung der Kippen an Frau C, nicht geraucht und ins Bett gegangen. Heute Morgen beim Kaffee: Keine nennenswerten Entzugserscheinungen. Irgendwann heimgefahren, an der Ortsausfahrt zu S die ARAL unbeachtet liegengelassen. Nach Hause gefahren, Kartoffeln geschält, Schnitzel paniert und ins Sportstudio gegangen. Moderates Krafttraining, anschließend 60 Minuten Konditionstraining. Mittagessen, Mittagsschlaf. Keine weiteren Entzugserscheinungen, bis auf ballonartigen Bauch und heißen Kopf. Nach dem Wachwerden Kaffee getrunken, anschließend spazieren gegangen. Soweit alles in Ordnung. 21 Uhr: Spontanentschluss – Tankstelle. 1 Schachtel Golos blau, bitte!.3 hintereinander geraucht.
Ich Idiot, ich. Gehen Sie zurück auf Start. Neuer Starttermin: Heute, 22 Uhr. Scheiße, scheiße, scheiße.

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zuletzt: 23.11.2008 - 01:07

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  • 1. bored  |  13.01.2008 um 23.22

    éinmal bitte lunge volltanken - neuen zeitpunkt setzen - das ganze dauert an solange der nikotinpegel im grünen bereich ist .
    irgendwann sinkt er ab.rutscht in den keller . roter alarm.
    die nächste schachtel - bitte !

    ich wollt ja erst morgen aufhören
    eventuell *g*
    aber m eine kippen sind heut mittag schon ausgegangen
    leider zu einem unguten zeitpunkt
    ichwar nicht darauf eingestellt und WOLLTE auch NICHT
    hab trotzdem keine neuen gekauft
    nicht weil ich nicht wollte nur is hier keine tanke oder sowas.

    ich hätt jetzt gern eine
    ehrlich

  • 2. bellthrop  |  14.01.2008 um 00.07

    ohne jetzt die Motivatiion von K schmälern zu wollen…
    haben wir jetzt eigentlich die “ich höre jetzt auf” Versuche notiert?

  • 3. sv  |  14.01.2008 um 06.26

    Ich find´s ja schon bewundernswert, überhaupt 1 Tag nicht oder so gut wie nicht zu rauchen. Das hab ich nur 1 x geschafft. Und die Sucht trieb mich morgens um 4 Uhr durch bitterste Kälte zur Tankstelle, wo ich mir am liebsten gleich drei auf einmal angesteckt hätte.

    btw machte ich solche und andere Vorsätze wie “ich mache jetzt Diät” nicht mehr publik. Auf Zuschauer und deren Kommentare kann ich gut verzichten. “Du ißt jetzt schon das fünfte Schoko-Plätzchen” … allerdings versuche ich sowas schon gar nicht mehr, ich halte das bei mir für aussichtslos.

  • 4. lord.daywalker  |  14.01.2008 um 06.28

    @bellthrop
    K. dokumentiert seine Versuche ja hier in seinen Texten

    @bored
    Wie gut ich mir diese Zerrissenheit vorstellen kann … und spätestens wenn die Lunge schmerzt und/oder die Bronchien röcheln macht sich bemerkbar, wie sehr die Sucht das Hirn bereits an-/zerfressen hat :-8

  • 5. ip.salat  |  14.01.2008 um 10.51

    Der Wille zählt und manchmal braucht man mehrere Anläufe. Das heißt noch nicht, dass man es nicht schafft.
    Ich denke aber, wenn man nach zwei Anläufen wieder so eine Attacke bekommt, dass man Kopflos zur nächsten Tanke fährt, dann reicht der eigene Wille zum Aufhören wohl nicht aus und man sollte sich etwas zur Unterstützung holen. Fragen also an den Arzt oder Apotheker *g*

    Ja - Oder sich für Notfälle einen Ersatz bereit legen, der die Gier nach Ziggi in den Hintergrund setzt.

  • 6. Drakonischer  |  14.01.2008 um 20.49

    Wems hilft, - ich schaffs immer dann nicht zu rauchen, wenn ich mir eine Situation suche/schaffe, in der das Rauchen mit einem Verlust eines guten Gefühls, guter Kontakte gekoppelt ist.
    Das heißt, ich setze die Priorität, - entweder Rauchen, oder die gute Situation lassen müssen.
    In meinen Therapie/Supervisionsgruppen, die bis zu 8 Wochen dauern, und die ich für mich als sehr wichtig und nützlich erachte, bin ich so vom ersten auf den zweiten Tag suchtfrei ! Das geht.
    Heißt für mich auch, daß die Sucht eigentlich gar nicht körperlich ist, sondern ” Der FischDie Kippe stinkt vom Kopf her”.
    Wenn ich allerdings wieder außerhalb dieses Kreises bin, rauch ich wieder, weil ich DIE MÖGLICHKEIT dazu habe.
    Ich wünsch allen, die aufhören, viel gute Energie.
    Und, - es ist besser zu sagen, ” Ich höre auf und fange nicht mehr an ! ” als ” Ich möchte aufhören ” - Aufhören-möchten tun manche schon sehr lange. ;-)

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