Nichtrauchertagebuch – Die Geschichte einer Läuterung (8)
23.01.08 - 22:53 von K.
Hätte K den Text, den er gerade schrieb, gestern geschrieben, wäre beim Leser das Bild eines Kämpfenden entstanden, der Versuchungen tapfer und unter großen Entbehrungen widersteht. Heute vermied er es zunächst mit jedem Buchstaben, dieses eine, grässliche Wort niederzuschreiben, das sich wie ein laut lachender Teufel über ihn lächerlich machte, dieses eine feindliche Wort, das in wenigen Buchstaben sein neuerliches Versagen anprangerte: Rückfall. Mit eiskalten Händen und vom Schüttelfrost angegriffen ging er in die Küche und rauchte aus dem Fenster, bis das Wasser für die Wärmflasche im Topf sang.
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Tags: Chronik, k., Läuterung, Nichtrauchertagebuch, Nikotin, Pfizer, Raucher, Raucherentwöhnung
zuletzt: 08.09.2008 - 13:42







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1. Drakonischer | 23.01.2008 um 23.10
Du Versager, - …

willste das hörn ?
Egal, scheißegal, entweder man hört mit was auf oder nicht.
Du Versager
Bistes ?
Hör auf oder lasses, wie lange machste die Eierei schon.
Prioritäten?
Warum willst du eigentlich mit Rauchen aufhören?
Gesundheit — Quatsch
Gesellschaft—-Quatsch
Gemeinschaft–Quatsch
2. lord.daywalker | 24.01.2008 um 06.57
Sorry Drako - aber ich muss Dir hier ernstlich widersprechen …
Ich denke dass in dem was K. hier ausspricht, sich jeder, der gegen eine Sucht, gleich welcher Art, je angekämpft hat, wiedererkennen kann. Das Wiederspiegeln der Zerrissenheit einerseits und den Ausdruck dessen, was sich bei einer solchen Auseinandersetzung von Geist und Körper abspielt, ist Ehrlichkeit & Bereicherung - Beides schätze ich.
3. Drakonischer | 24.01.2008 um 08.22
Ja, du hast recht, und, die Frage bleibt…

Ernst - gemeint
Warum will K. aufhörn ?
Das ist mir noch nicht klar.
Nach all den Einträgen
4. K. | 24.01.2008 um 10.27
@ daywalker: Danke.
@ drako: Ich kenne nur wenige, die wirklich in keiner Hinsicht süchtig sind. Falls du zu denen gehörst - herzlichen Glückwunsch!
Falls nicht, mach einfach einen Selbstversuch. Wie daywalker richtig schreibt, befindet sich jeder Süchtige in einem üblen Dilemma: Er hat Angst davor, dass er seine Sucht erfolgreich bekämpfen könnte - diese Angst ist Teil seiner Sucht, die sich u.a. dadurch selbst am Leben erhält. Und er hat Angst davor, wieder zu versagen - diese Angst ist Ausdruck seiner gesunden Seite. Aus diesen beiden gegensätzlichen Gefühlen entsteht dann das beliebte Ping-Pong-Spiel aus zeitweiser Abstinenz und Rückfall.
5. Drakonischer | 24.01.2008 um 18.50
Ich sagte doch nicht, daß ich suchtfrei bin.

Lies dir doch nochmal c6 in
http://www.monstropolis.org/CM...../#comments
durch.
Ich rauche auch ( 15/d ), und da ich weiß, wann ich nicht zu rauchen brauche, weiß ich auch, warum ichs überhaupt tue.
Ich bin vor allem süchtig nach kreativer warmer Geborgenheit, die gibts selten und ich kanns mir manchmal organisieren.
Genau dann hab ich null Sehnsucht nach Kippen, weil etwas wichtigeres, nämlich entspannte Nähe erlebt wird.
Ich will ja nicht aufm Sack rumtrampeln, aber die Frage, warum du aufhörn willst, is immer noch nicht beantwortet. ( Neeeerv)
Oder ich habs nicht kapiert.
6. pixelpiet | 24.01.2008 um 21.31
Rauchen lässt Rauchers Lunge alt aussehen …
http://www.focus.de/gesundheit.....34895.html
7. lord.daywalker | 25.01.2008 um 06.32
Nun mein lieber Drako - ich vermisse ein ganz klein wenig die Akzeptanz, dass es bei anderen
Hardcore-Rauchern auch ganz anders sein kann8. Drakonischer | 25.01.2008 um 10.47
Ja, das hört sich sicher so an, liegt wohl daran, daß ich in solchen Fällen nur schreiben kann, wies mir damit geht.

Die vielen ” Ich - s ” klingen auch egoistisch, ich weiß, und ich schreib lieber von jemand, den ich ganz gut kenne.
Mit Akzeptanz tu ich mich schwer - bedeutet nen kleinen Selbstbetrug ( ja sagen - nein meinen…) - mag jetzt Wortklauberei sein - ich find Respekt besser.
Und ich respektier jeden, der aufhört unds nicht schafft.
Da gerade das viel Rauchen immer zu einem bestimmten Leben gehört, bedeutet ,damit aufzuhören auch, dieses Leben grundlegend zu ändern.
Deswegen fragte ich nach K.s Grund.
Weil ich der Meinung bin, es geht besser, für sich einen genauen Grund zu definieren ( Was erreicht K damit).
Natürlich könnte ich ver - suchen, K`s Motivation zu erraten, könnte endlose Vermutungen anstellen - ich frag lieber…
Damit hab ich bessere Erfahrungen gemacht, als zu glauben, ich wüßte, was in anderen Menschen vorgeht.
Mir fällt übrigens auf, wie sehr das Rauchen - Thema immer wieder polarisiert, oder geht das nur mir so ?
9. K. | 25.01.2008 um 18.55
@ Drako:
Fragen ist schon zweckmäßiger als mutmaßen… Hier also einige der wichtigsten Gründe:
1.) Ich fürchte, dass irgendwann die fette Rechnung kommt für die Raucherei und würde gerne aufhören, bevor ich nen Infarkt habe oder so ne Kehlkopf-Hupe.
2.) Mir schmeckt es nicht mehr. Es sind nicht einmal vereinzelte Kippen, sondern nur noch vereinzelte Züge, an denen ich Gefallen finde. Den Rest rauche ich wider Willen aus Sucht.
3.) Die Abhängigkeit als solche stört mich sehr, und es ärgert mich, dass ich etwas, was maßgeblich nur von mir abhängt (allerdings fraglich), nicht kontrollieren kann, sondern umgekehrt kontrolliert werde.
4.) Die Kohle könnte ich anders sinnvoller ausgeben.
10. Drakonischer | 28.01.2008 um 01.03
@K. 2Kehlkopfhupe
)

very nice…
Kennst du irgendjemand, der so gesund lebt, daß er/sie keine fette Rechnung bekommt?
Kennst du irgendjemand, der unabhängig ist?
( Ich kenn einige, die unbedingt unabhängig sein wolln und schon gar nicht mehr merken, wie abhängig sie von ihrer Unabhängigkeit sind )
Beeindruckend ist, daß du süchtig bist nach schlechtem Geschmack.
( drakonisch gesprochen…
Und - wenn du deine Kohle sinnvoller ausgeben kannst, warum tust dus nicht?
Trampel Trampel
Jetzt schick ichs ab, - zu spät
11. [:] Nati | 13.02.2008 um 20.22
Kommt noch was??????
oder mal hier schauen:
http://incredimazing.com/page/.....smoking_Ad
Lg
[+] Nati
12. lord.daywalker | 14.02.2008 um 07.48
Wenn das mal keine echte Aufmunterung ist
13. Drakonischer | 14.02.2008 um 08.41
Is Nati dann mehr Anti oder mehr Anit ?

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