citizen.x ~ zu gast bei peter müller

31.03.08 - 02:11 von citizen.x

Endlich war es soweit - Peter Müller erwartete ihn in den ‘Hallen des Lichts’ in M. Beladen mit einer grossen Tüte Landbrötchen - auch Herr Müller kannte den Unterschied zwischen Land- und Stadtbrötchen nicht - merke also: Landbrötchen sind grösser, gut doppelt so schwer und kosten nur etwa 60% von dem eines Stadtbrötchens - erklomm citizen.x eine um die andere der 127 Stufen und oben angekommen wusste er, dass das Ausdauertraining bei der ortsansässigen Rentnersportgruppe nicht umsonst gewesen war. Nun schritt er durch die Tür, eine gewisse Anspannung war ihm anzumerken, die durch den zartrosa Vermerk: ‘Nichtraucherzimmer’ auf einem weissen Blatt Papier, liebevoll mittig mit einem Reissnagel an die nikotingelbe Tür gespinnt, nicht merklich abgebaut werden konnte.
 
Er nahm schnell Platz, um die Heiligkeit des Ortes nicht weiter zu stören, als er das eh schon getan hatte. Als dann aber schon bald der Café durch den Filter rann, spielte die eigens engagierte Jazzcombo
 


 
auf - angenehm leise um die wichtigen Gespräche, die seit Wochen anstanden, nicht zu stören. In dieser angenehmen Atmosphäre ging vieles leichter von der Hand und selbst das rauchen am offenen Fenster war äusserst angenehm, achtete man dabei auf die bösartigen Fallwinde. So verfolg die Zeit und nachdem der Könixtochter schwarzer Tee ans Bett serviert war, bereitete Herr Müller, das schmackhafte Mittagsmenue zu, sah man von einer sauren Einlage nach dem Raspeln des Grünzeugs einmal ab. Sonnenschein umspielte die Turmuhr, während die Rauchschwaden nach dem Essen sich kräuselnd im Raum verteilten und während die Könixtochter sich aufmachte zum letzten Gefecht, streckten die Herren behäbig die Füsse unter den Tisch und waren sich darüber einig, dass dies ein Freitag war, wie er nach einer harten Arbeitswoche sein musste. Schweren Herzens verabschiedete sich citizen.x als die Zeit für seine Medikamente gekommen war - allerdings drohte er liess er keinen Zweifel daran, bestimmte Themen bei passender Gelegenheit erneut vertiefen zu wollen, wie beispielsweise die alles entscheidende Frage, ob nun eine Diät- oder eine normale Cola das richtige Stilmittel für einen Waldspaziergang ist.

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zuletzt: 22.11.2008 - 19:00

6 monster.senf monster.senf hinzufügen

  • 1. pixelpiet  |  31.03.2008 um 10.20

    Unter dem Update und evetl. dem “Autorenstreik” hat aber offenbar die Rechtschreibprüfung arg gelitten :clown:

  • 2. lord.daywalker  |  31.03.2008 um 10.47

    Dass unser Lektor in Urlaub ist wussten wir auch bevor uns der freundliche Herr mit der ‘irgendwann gewöhn’ ich mich noch dran’ Apple Tastatur drauf hingewiesen hat ;-d

  • 3. K.  |  31.03.2008 um 21.34

    Auch wenn an Master Daywalkers Bericht über das Treffen nichts Falsches ist, müssen doch aus Sicht des Peter Müller einige Details richtig gestellt oder ergänzt werden. Die Küchentür ist durchaus nicht nikotingelb, sondern zart cremefarben und abgestimmt auf die Pastelltöne, in denen die Seele des Herrn Müller gehalten ist. Es handelte sich bei der Hintergrundmusik nicht um eine Mäuse-Combo, sondern um die Solomaus Fritz, die begleitet wurde von 3 Kakerlaken unter der Spüle. Die Fallwinde am Fenster sind nicht nur bösartig, sondern äußerst bösartig, da sie, gerade im Winter kalte Luft führend, schnell zu einer Unterkühlung der Genitalien führen können. Bei der „sauren Einlage“ im Salat handelt es sich nicht etwa um eine vergessene Damenbinde, gemeint ist vielmehr die Zitronensoße zum Gurkensalat. Könixtochter aka Ghettoprincess, das leibliche Kind des zu 5/7 alleinerziehenden Vaters Müller zog nicht ins letzte Gefecht, sondern zu einem Ferien-Nachhilfekurs in Mathe, den sie dringend benötigte, da sie im Schulunterricht verständlicherweise Dringenderes zu erledigen hat als den Ausführungen des Lehrers zu folgen. Den übrigen Ausführungen des Herrn D kann vollumfänglich gefolgt werden, insbesondere war der Freitag so, wie er als Vorbote des Wochenendes sein sollte. Und last but not least kennt das Umfeld des K ihn auswesilich seines Klingelschildes zwar nur unter seinem Real-Life-Pseudonymn Peter Müller, Famiienangehörigen und nahen Freunden ist jedoch K´s echter Name durchaus bekannt.

  • 4. citizen.x  |  01.04.2008 um 18.12

    Nun herr k. - ich bedanke mich sehr herzlich für die Rückführung in die allseits beliebte Realität. Allerdings werde ich mich nicht bei Ihnen daür entschuldigen, dass ich bestimmte Worte und Attribute nicht in den Mund nahm und das Erlebte auf diese Weise ein wenig schönte. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden :-)

  • 5. Absolut Pro Rauchen! - Kr&hellip  |  10.04.2008 um 23.03

    [...] rauchenr aus rein wirtschaftlicher Sicht. Statistisch gesehen (ich hab leider vergessen wo ich das gesehen habe, bin mir aber sehr sicher dass es so oder so ähnlich gillt) fallen 80% der Gesundheitskosten in den letzten 20% der Lebenszeit an(20%, 80% sind willkürlich von mir festgelegte Werte, da ich die echten nicht kenne). Und das vollkommen unabhängig vom Alter der betroffenen oder Todesursache. Ob nun ein Mensch an Lungenkrebs, Leberkrebs, Leuchemie, Bordsteinkantensturz oder Autounfall stirbt. Allerdings verkürzt rauchen die Lebenszeit der rauchenden. Sie sterben im Schnitt meinetwegen mit 70 anstatt mit 80 Jahren. Das heißt, wenn der Tod etwa gleich kostet, spart der Staat durchschnittlich 10 Jahre Rente pro Raucher (10 Jahre sind eine willkürliche Zahl von mir festgelegt da ich die echte nicht kenne). Außerdem investieren Raucher ihr Privatvermögen zu einem viel größeren Teil in stark versteurte Güter (Zigaretten) als nichtraucher (z.B. Urlaubsreisen, Haus, usw). Heißt also der Staat verdient an den Rauchern doppelt: mehr steuereinnahmen und weniger Rente. Darum: RAUCHT RAUCHT RAUCHT!!! unsere Kinder werden es uns danken! Gruß, Daid PS: bin nichtraucher [...]

  • 6. Es gibt kein Recht auf Ra&hellip  |  06.07.2008 um 02.05

    [...] und zum Teil haben > > Nichtraucherbereiche auch einfach und ganz offen nur Alibicharakter, > Da gebe ich Dir beim derzeitigen Stand recht: Alle Kneipen und die > meisten Restaurants sind nicht [...]

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