citizen.x ~ suicid im tief
02.09.08 - 01:20 von citizen.x

während die deutsche gesellschaft für suicid-prävention das historische tief in sachen suicide in germoney vor allem darin sieht, dass der mensch und sein arzt stärker, als noch in den 80er jahren, auf psychopharmaka & therapeutik setzt, kann man sich auch die frage stellen, ob der mensch in dieser zeit nicht einfach leidensfähiger geworden ist. zwar ist das psychopharmaka nach dem schmerzmittel noch immer das am häufigsten verordnete arzeimittel, was man u.a. an den vielen toten gesichtern morgens im öffentlichen personennahverkehr durchaus sehen kann, doch ist die welt seit den 80ern wohl auch nicht besser geworden. damals gab es noch nahezu vollbeschäftigung und rentenerhöhungen von knappen 10%. damals schieden immerhin 18.451 menschen aus dem leben und heute sind es gerade noch 9.402 - immerhin weniger als die hälfte sterben auf der strasse - wiederum davon die hälfte durch sogenannte tötungsdelikte - und - davon wiederum etwa ein fünftel an aids. hat man dem menschen - der suicid ist wie so vieles in dieser welt männerdominiert - 75% aller suicide werden von männern im durchschnittsalter von 53,5 jahren verübt - also mit psychopharmaka ruhig gestellt - mit therapeuten beschäftigt - oder sieht man nicht mehr so genau hin, da bekanntlich die dunkelziffer in sachen tod und seinen ursachen recht hoch sein soll, da obduktionen teuer sind und alle welt sparen muss. oder leiden wir einfach mehr, länger und resignativer als noch vor rund 30 jahren - sind wir fröhlicher oder gar lebenslustiger geworden - wer weiss das schon - und - wenn interessiert es schlussendlich …
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Tags: Aids, Depression, dunkelziffer, fröhlich, Frust, Kosten, lebensfreude, leiden, Menschen, obduktions, psychopharmaka, sparen, Statistik, Suicid, tötungsdelikte, therapeut, Therapie, tief, Tod, verkehrstote
zuletzt: 03.12.2008 - 06:01







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1. yana | 02.09.2008 um 08.53
Vielleicht sind einfach alle nur resignierter-zu resigniert, um selbst im Tod einen Ausweg zu sehen…
Oder vielleicht sind auch einfach mehr Ungläubige unter uns-wir glauben nicht mehr an ein (besseres) Leben nach dem Tod…
2. lord.daywalker | 02.09.2008 um 09.00
Vielleicht hat sich auch herumgesprochen, dass der Prophet nicht 72 Jungfrauen meinte, sondern eine 72-jährige Jungfrau
3. Drako | 02.09.2008 um 10.05
Ein sehr schönes Bild - symbolisiert sehr gut unser ” Zusammensein ” , jeder für sich, unfähig, sich wirklich anderen anzunähern, und mit dem nötigstern ausgestattet, zu leben, - dabei, wenn allem , was kleidet, entledigt, gleich.
Nicht allein, und einsam, rundherum Kälte
eine Grenze - gegen wen?
ein Spalier - für wen?
oder eine Warteschlange auf Glück…
Wir sind nicht leidensfähiger, eher das Gegenteil, benutzen immer öfter Mittel, Methoden und Dinge, um nicht leiden zu müssen.
Der Glaube an das Leben nach dem Tod ist wohl das älteste Mittel, die Anstrengungen des Lebens zu mildern, Illusion als Droge. nicht anderes als der durch Religion zertifizierte Wunsch, schon im Jetzt fürs Nichtstun geliebt, umsorgt, behütet zu sein.
4. yana | 02.09.2008 um 12.46
day: wat bisse heute wieder garstich
@drako: irgendwas hast du an dieser Sache mit der Religion falsch verstanden…ich habe da so was im Hinterkopf,daß Gott zwar bedingungslos akzeptiert, aber daß man für einen guten Platz im Jenseits schon gewaltig was tun muß-und das ist eigentlich in jeder Religion so. Gratis gibts nur die Plätze wos schön warm ist
5. yana | 02.09.2008 um 12.47
Vielleicht ist die Gesellschaft ja auch nur soweit runtergekommen, daß mensch sogar schon zu feige ist zum Selbstmord???
6. Drako | 02.09.2008 um 15.47
@yana
ich habe Religion immer als die Suche nach Erklärung gesehen.
Dies beinhaltet dei Unfähigkeit, Dinge und Ablaüfe nicht einfach stehenlassen zu können, weil sie ängstigen können - uns leiden lassen.
Also brauchts Kontrolle, um der Angst und dem Leid zu entgehen.
Wenn wir aus menschlicher Kraft nicht in der Lage sind, zu erklären, muß etwas unmenschliches herhalten, - Gott, Dämonen, Geister, was auch immer.
In meinen Augen ist der Glaube an Gott, ( nicht Gott selbst, mir isses egal, ob er existiert) nichts anderes als Synonym für Mißtrauen, niemand braucht ihn, der an den Menschen glaubt.
und vor der Feigheit zum Selbstmord kommt die Feigheit, zu leben.
Insofern kann ich jeden Suizid respektieren, er ist nur das Resultat einer unterschwelligen Botschaft :
Nicht willkommen zu sein
7. lord.daywalker | 02.09.2008 um 16.11
@yana
Was muss das muss
Was den Suicid selbst angeht, so würde ich gerne eines Tages meine Bescheinigungen auf den Tisch legen können um klar zu machen, dass meine Dinge geregelt sind und mich dann der Spitze auszusetzen, die mein Leben dann, wenn ICH es will, zu beenden. Das aber wird in einer Gesellschaft, in der der Kranke ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist, obwohl er nicht als solcher respektabel behandelt wird, niemals möglich sein.
8. yana | 03.09.2008 um 07.46
@drako:
Aber sicher ist Religion eine Suche nach Erklärungen. Macht es wirklich einen Unterschied, ob man das Große Geheimnis nun Gott, Naturgesetz, Paranormalität oder sonstwie nennt? Tatsache ist, es gibt Dinge, die Menschen nicht erklären können, für die all unsere Wissenschaft keine Lösung findet.
Religion als Platzhalter…
Das hat aber erst einmal nichts mit Unfähigkeit zu tun. Sondern erst einmal mit einem Forschen, einer Neugier. Das wiederum setzt aber Bewußtsein voraus. Und nicht allgemeines Mißtrauen und Angst, sondern das Selbstbewußtsein, zu hinterfragen, Erklärungen selbst da zu suchen, wo es keine einfachen Antworten gibt und man völlig ausgeliefert ist.
In einem beeindruckenden Buch habe ich neulich gelesen, daß Gott den Menschen sehr wohl braucht-um zu lachen.
Nein, nicht die Feigheit zu leben. Die Angst vor der eigenen Unfähigkeit, mit den aktuellen Gegebenheiten des eigenen Lebens umgehen zu können. Oder zu wollen.
9. lord.daywalker | 03.09.2008 um 09.22
Mal krass formuliert - Gott & Religion sind für’n Arsch.
Dienlich als Rechtfertigung für die eigenen Handlungen, dehnbar und biegsam wie man es gerade braucht und völlig nutzlos für das eigene Leben.
Und für das danach - tot ist tot - es mag sein, dass die Energie den Körper verlässt und in einer grösseren Energie aufgeht oder auch nicht - aber das ist auch schon alles.
10. Drako | 03.09.2008 um 14.26
@yana
nochn Stückchen weiter und frage nach der Ursache für unsere Neugier.
ich will nicht einseitig denken, und stimme dir, was die Neugier des Menschen angeht zu.
Andererseits gehe ich als echter Geheimniskrämer
Kinder zB erforschen ihre Umwelt insoweit, als es sie interessiert, und was sie inressiert, hat rein pragmatischen Charakter, das Interesse läßt bei allem anderen schlagartig nach.
Bei unerklärlichen Phänomenen komme ich zwangsläufig zu einer weiteren Komponente, nämlich der Ohnmacht gegenüber Gegebenheiten, die sich durch Nicht-Erklären-Können unserer Manipulation entziehen.
Und damit potentiell Gefahr bieten.
Jetzt gibt es die Möglichkeit, das Leben generell als gefährlich anzuerkennen, sich zu wappnen oder demütig zu sein - oder das Unerklärbare höheren Mächten zuzuordnen, sich damit wieder Unerklärbarem zu unterwerfen.
In der Psychologie wird auch das als Sehnsucht nach einer unterstützenden Autorität erkannt, die Wortwahl des Volkes ( VATER Staat, MUTTER Erde usw ) macht dieses noch deutlicher.
Ich persönlich sehe also Religion, ( die ja immer mit einer personifizierten oder materialisierten oder symbolisierten Autorität einhergeht ) nicht als primären Ausdruck von Neugier, sondern von Mangel an gesunder Autorität und Autonomie.
Und - Ja, - das ist MEINE Religion…
2 Feigheit
ist für mich kein negatives Wort, gehört zu jedem Menschen
und - Ist ” Angst vor der eigenen Unfähigkeit ” nicht dasselbe wie Feigheit ?
Ein Suizid ist , wenn nicht durch diagnostizierte Depression ausgelöst, auch das Resultat der Unfähigkeit, Verluste nicht zu ertragen.
Ein Verlust ist gebunden an Besitz, dieser wiederum geknüpft an den Wunsch, sich an etwas halten zu können.
Was spürt Mensch, wenn ihm das genommen ist - er ist haltlos.
Heißt, - wenn wir lernen, einerseits haltlos zu sein, andererseits uns an uns selbst zu halten, haben wir nichts mehr zu verlieren.
Und an diesem Punkt entscheidet sich, ob wir damit leben können oder das Leben durch Suizid lassen.
Ich rede dabei nicht @ Master D - vom Freitod bei unerträglicher Krankheit.
& @Master D 2 krass

nutzlos fürs eigene Leben würd ich nicht sagen, es ist Selbstbetrug, der ja seinen Zweck erfüllt
ohne Religion wären viele wirklich wieder Tiere - nur, was ist schlimm daran ?
11. lord.daywalker | 03.09.2008 um 18.38
Benimmt sich die Menschheit nicht längst so, als wären es Tiere
12. Drako | 03.09.2008 um 19.27
Ja, schwer kranke Tiere…

13. lord.daywalker | 03.09.2008 um 20.42
Da hilft nur eines -> Abdeckerei
14. yana | 04.09.2008 um 08.44
@day:
so mancher sieht das aber anders, der findet Religion durchaus persönlich und tröstlich. Wer wäre ich, ihm das nehmen zu wollen?
@drako:
Anscheinend hst du keine Kinder;-). Kinder wollen ALLES wissen, selbst und grade, wenn es sie persönlich überhaupt nicht betrifft…Neugier ist der Grundpfeiler der Entwicklung des Menschen und der Menschheit; wären die ersten Menschen nicht neugierig gewesen, wären sie nie von ihren Bäumen herabgestiegen, nie aus ihren Höhlen gekrochen, hätten nie das Feuer entdeckt-und uns gäbe es nicht.
“Mutter Erde”…die Suche nach einer unterstützenden Autorität? Aber nicht doch. Eher die Erkenntnis, daß das, was nährt und schützt, auch grausam sein kann, unerklärlich, launisch und gefährlich.
Religion als wie auch immer Autorität? Nein. Z.B. im Buddhismus gibt es weder einen personifizierten Gott noch eine sonstige Autorität. Schmied des eigenen Schicksals ist ausschließlich der einzelne Mensch und sein Handeln.
“Angst vor der eigenen Unfähigkeit” bedingt noch nicht Tatenlosigkeit, Feigheit impliziert das…
Halten kann man sich aber auch an Religion, an sich selbst…”Besitz” ist da nicht ganz das richtige Wort. Und wenn man sich an sich selbst hält, hat mancher mehr Kraft, als wenn er in eine große Gruppe eingebunden wäre.
15. lord.daywalker | 04.09.2008 um 08.48
@yana
Nun - ich habe nicht behauptet, dass andere das nicht anders sehen oder für sich wahrnehmen können, sondern meine persönliche Sicht der Dinge wiedergegeben
16. Drako | 04.09.2008 um 09.57
@yana
Daß Neugier der Grundpfeiler unserer Entwicklung ist, ist eine These, sie ist unbewiesen, dient meiner Meinung nach nur der Rechtfertigung für das , was wir heute als Fortschritt bezeichnen.
Der längst keiner mehr ist, zum Großteil nur Selbstzweck , Raubbau betreibt und Wenige mächtig macht.
Ich halte es, und bin nicht der Einzige, für wahrscheinlicher, daß Menschen aus weitaus handfesteren Gründen nach Neuem suchten, - Hunger und Kälte, Basisressourcen erforschend.
Dazu kommt die Tatsache, daß wir, ausgestattet mit einer weit mehr differenzierten Großhirnrinde, in der Lage waren , und sind, die Ursachen für Mängel und Not logisch zu verarbeiten, und nach Wegen suchen, diese zu ändern, heißt auch, wir sind bestrebt, Ängsten aus dem Weg zu gehen.
Und ich bin der Meinung, daß es uns auch ohne Feuer gäbe, nur nicht so.
2 Autorität
Warum werden die Götter in Indien dann als Figuren dargestellt, und haben Namen ?
Das IST Personifizierung, - Gestaltgebung, sie dient der Manifestierung einer sinnlichen Haltbarkeit und wird damit Autorisierung einer bestimmten Funktion.
Es hört sich so an, als würdest du Autorität an etwas Negatives binden, gepaart mit Strafe, Einengung, Maßregelung und Dissonanz - ich sehe Autorität als Begleitung, Ratgeber und Schutz.
Die Götter im Buddhismus übernehmen diese Dinge, sie unterstützen die Aufgabe, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
17. yana | 04.09.2008 um 10.28
@drako:
Schau dir doch mal ganz kleine Kinder an. Sicher, der erste Trieb ist Hunger. Aber dann…die Kinder, die neugierig sind, krabbeln zuerst. Das hat nichts mit Trieb zu tun. Sie erforschen ihre Umwelt, lernen. Und kommen voran, während die anderen noch dumpf und passiv herumhocken und an ihren Schnullern nuckeln.
Ohne Feuer hätte der Mensch wohl kaum die Eiszeiten überlebt…
Falscher Dampfer, du bist im Hinduismus. Im Buddhismus wirst du keine Götterfiguren finden, höcgstens mal einen einsamen Buddha. Und der ist ausdrücklich kein Gott, sondern nur ein erleuchteter Mensch. Sicher auch ein Vorbild. Aber eben KEINE Autorität.
Siehst du, und Autorität ist sicher BEIDES. Oder kann es sein, mit der Gewichtung mal mehr auf dem einen oder anderen.
18. Drako | 04.09.2008 um 18.16
@yana 2 Falscher Dampfer
)
Ja, des isses, stimmt, hab ich verwechselt, Danke.
Ich hätte auf meinen Urin hörn solln…
Der Buddhismus lehnt ja sogar jegliche Autorität ab, und , jetzt muß ich nochmal einlenken, der Wunsch danach, die Erleuchtung eines Siddharta zu haben, hat in meinem Umfeld nichts mit der Realität zu tun. ( Kann man ein Vorbild, wie Buddha ja ist , trotzdem als Autorität sehen, das wäre verwirrend, denn wie können Anhänger einer Religion, die Autorität ablehnt, durch Befolgung der Lehren eines Vorbilds wahrhaftig sein - das hat was schwer philosophisches, jetzt muß ich erstmal lachen…
2 Feuer und Eiszeit
Da kann wohl niemand sicher sein, in den gemäßigten und tropischen Zonen hat die für den Menschen relevante Eiszeit die Durchschnittstemperatur ca 4-5 Grad gesenkt, ohne Feuer wären die Menschen durch natürliche Auslese vielleicht viel widerstandsfähiger geworden ?
Wir sind außerdem clevere Typen, irgendwas wär uns schon eingefalln.
und 2 kleine Kinder
dir gefalln die neugierigen Zwerge besser, stimmts ?
Hab ein Herz für die ” Schnullerer ” , die kommen vielleicht später aus der Tüte, das muß nich heißen, daß sie unfähiger sind.
Vielleicht sind sie einfach nur energiesparender, und damit schlauer… Grins, nich gaaanz ernst gemeint.
Und vielleicht gestehst du mir ja zu, daß Mütter Kinder unter einem anderen Licht sehen, als alle anderen, und es vielleicht manchmal notwendig ist, einen gewissen Abstand hinsichtlich der Beobachtung einzunehmen, um DAS KIND ganzheitlich wahrzunehmen.
Ich kenne so einige Mütter, die das gar nicht tun.
Da bleibt das Kind immer zu sehr eingerahmt von den Wünschen, Vorurteilen und unabänderlichen Verhaltensweisen der Mutter.
19. yana | 04.09.2008 um 20.08
@drako:
Philosophie ist doch gut
Ohne Fleisch hätten den Menschen der Eiszeit aber gewaltig viele Fettreserven und Nährstoffe gefehlt, ohne die sie nicht überlebt hätten. Und rohes Fleisch? Nicht wirklich, oder? Nur auf Brötchen…und die gibts ohne Feuer auch nicht
Ja, mir gefallen die neugierigen Zwerge vieeel besser! Die nehmen ihr Leben in die Hand. Und da sie so neugierig sind, fällt ihnen auch irgendwann auf, daß Pausen notwendig sind, um ihre Energien dann umso effizienter einsetzen zu können
Mütter, die sich selbst hinterfragen, werden auch ihre Kinder nicht in zu viele Schablonen pressen und sich bemühen, sie ganz wahrzunehmen. Und Impulse von außen ebenfalls dankbar wahrnehmen, gegen Betriebsblindheit…
20. Drako | 04.09.2008 um 21.24
@yana

Jetzt bist du aufm falschen Dampfer, die Neandertaler haben sich Jahrtausende ausschließlich von rohem Fleisch ernährt, so ausgewogen, daß sie ein Durchschnittsalter von 38 Jahren ( sage und schreibe ohne Arzt ) erreichten, das schafft nicht mal der Jetzt-Mensch ( oder was täten wir ohne Zahnmedizin,zB ).Ihr Speiseplan bestand aus der Kombination verschiedener Gewebe, die in sich vereint, jeglichen Bedarf an Nahrung abdeckten.
Bis das Feuer Nahrung weicher machte und erwiesenermaßen das Durchschnittsalter aufgrund von Karies ( die Zähne wurden nicht mehr physiologisch genutzt ) sank.
Und in den o.a. Regionen gab es genug Tiere und natürlich Vegetation, die ja in den durch die Eiszeiten betroffenen Gebieten später ohnehin erst als Ersatz-Nahrung, dann als Grundnahrung dienten.
Wir sind übrigens immernoch Ernährungsmischtypen, genau aus dem Grund, wir könnten uns entweder nur von Pflanzen, als auch Tieren ernähren, das wir beides tun, liegt am Angebot.
Bedeutet, meiner Meinung nach, ohne Feuer hätte sich das humanoide Leben auf die Tropen konzentriert, und von dort aus ausgebreitet.
…
Das alles ist ein Spiel mit Optionen, wir wären ohnehin auf die Möglichkeiten des Feuers gestoßen, und hätten sie genutzt, schon rein aus Bequemlichkeit.
2 Zwerge
Kannst du es dir leisten, dein Leben mal ruhig in die Hände eines anderen zu legen, völlig abzuschalten?
Damit der Passivität Berechtigung einräumen?
Muß Mensch neugierig sein, um zu merken, daß er ne Pause braucht?
& 2 Mütter, die hinterfragen
ganz und gar deiner Meinung - ” Betriebsblindheit ” - LOL !
21. yana | 04.09.2008 um 21.33
@drako:
…und ohne Feuer hätten die Steinzeitmenschen(Neandertaler starben dann aus) keine Möglichkeit besessen, ihre Vorräte haltbar zu machen(räuchern) oder gegen Raubtiere zu verteidigen, die hatten nämlich vor Keulen wenig Angst. Speer- und Pfeilspitzen waren auch im Feuer gehärtet, Felle durch Rauch haltbar gemacht,…
Wer, ich? Abschalten? Kommt drauf an, was du unter “mal”verstehst…”mal” eine Stunde oder ein par vielleicht. Kommt auch immer auf das Gegenüber an. Auf Dauer passiv? Nicht meins…
22. Drako | 04.09.2008 um 22.15
2 ohne Feuer
- du scheinst ein Feuerzeichen zu sein
eh du was vermutest - ich bin Wasserzeichen…
Vorräte konnten durch Kompression, Trocknen und Salzen haltbar gemacht werden ( alles Vorgänge, die durch Hitzeanwendung an Stellenwert verloren haben, ohne Feuer wären sie schon damals perfektioniert worden )
Erklär mir mal, was es bringen soll, Stein - Werkzeuge im Feuer zu härten, die Metallzeiten lagen weit hinter den Eiszeiten.
2 Abschalten

Aktivität und Passivität müssen den gleichen Stellenwert haben.
Wenn Frau / Mann einen Anspruch an ein ausgeglichenes Leben haben.
Du klingst etwas nach ” aus der Not eine Tugend machen “, kannst dir vielleicht mehr Ruhe nicht gönnen, und proklamierst Tatendrang.
23. yana | 05.09.2008 um 07.05
@drako:
Wenigstens sagt er “Feuerzeichen” und nicht “Hitzkopf”
Ja, bekenne mich schuldig
Und wie, bitteschön, gewinnst du Salz ohne Feuer??? Im Bergbau ist Feuer unerläßlich(sonst sehen die da nämlich nix), am Meer wohnt nun mal nicht jeder.
Wer redet denn von STEINE im Feuer härten??? Einfache Speere und Pfeile hatten zuerst im Feuer gehärtete Spitzen(findet man heute noch bei Naturvölkern), weil Steinspitzen einfach schwerer herzustellen und zu befestigen sind. Zumal ohne Feuer*ggggg*. Die Spitzen wurden nämlich mit Birkenpech angeklebt-dazu muß Birkenrinde verkohlt werden…und solche Steinspitzen sind nicht nur aufwendig in der Herstellung, sondern auch wenig haltbar.
Und wo dus grade ansprichst: ohne Feuer keine Metallverarbeitung, kein Glas, kein gebrannter Ton, etc. Somit auch keine Möglichkeit, Brei eben durch kochen herzustellen und/oder aufzubewahren, somit keine Möglichkeit, die ganz Jungen, ganz Alten und/oder Schwachen/Kranken zu versorgen, es sei denn, man ernährt sie nur mit Milch auf Tuch und Saft auf Tuch. Da gehen ganz viele bei drauf…
Nein, Aktivität und Ruhezeiten müssen den gleichen Stellenwert haben. Ruhe ist aber nicht das Gleiche wie Passivität.
Tatendrang proklamieren? Mein Lieber, du hast doch grade selbst herausgefunden, daß ich ein Feuerzeichen bin, zu viel Passivität liegt einfach nciht in meiner Seele
PS: eigentlich müßtest du dich dann doch “Leviathan” nennen und nicht Drako
24. Drako | 05.09.2008 um 08.59
OK, kleines Mißverständnis, ich meinte nicht, daß wir ohne Feuer auf dem gleichen Entwicklungsstand wären, ich meinte nur, wir hättens bis jetzt geschafft. Irgendwie.
Die Kinder, die vorm Feuer lebten, hätten ja sonst auch nicht überlebt.
” Das Leben findet immer einen Weg. ”
Und freilich, - an Holzpfeile hatte ich gar nicht gedacht, warum sind Steinspitzen ohne Feuer schwerer zu befestigen ? Wenn man das Holz spaltet, die Klinge einlegt und dann umwickelt ?
Salz wird auch heute noch ( Nordafrika zB ) durch Verdunsten gewonnen
Kleinkindern wurde die Nahrung vorgekaut, da brauchtes keinen Brei.Vorsintflutliches Milupa…
Und ich möchte das ja auch nicht als etwas generelles verstanden wissen, Mensch hat sich ja an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich entwickelt, Neandertaler und Jetztmensch sogar eine Zeitlang in den gleichen Zonen nebeneinander.
Bei Aktivität und Passivität gibts wieder ein Mißverständnis, ich meinte es im Sinne von Yin und Yang, also Passivität nicht negativ, sondern neutral als Gegenpol für Aktivität.
25. yana | 05.09.2008 um 09.14
@drako:
Irgendwie vielleicht-wahrscheinlcih würden wir wieder auf Bäumen leben und uns von Bananen ernähren
Ja, genau so werden Pfeile und Speere hergestellt-nur, daß die Spitzen eben zusätzlich mit Birkenpech in die Kerben geklebt werden. Weil sie sonst bei der ersten Gelegenheit verloren gehen, ausbrechen, etc.
Ja, in Nordafrika…und wie, bitteschön, schaffen das die Bewohner einer Eiszeitlichen Landschaft oder auch einer Steppe/Tundra, etc.??? Wohnst du weit genug vom Meer weg, bleibt dir nur der Bergbau.
Dann sei du mal eine Steinzeitmutter, die nicht nur den Babys, sondern auch ihrem verletzten Cousin, ihrer alten Mutter und ihrem Schwiegervater alles vorkaut
. Und das mit völlig abgenutzten Zähnen oder kaum noch welchen…Brühe ist da doch eine wesentlich streßfreiere Alternative.
Ja, aber die Neandertaler sind ausgestorben…weil sie den Sprung nach vorne in der Entwicklung nicht geschafft haben.
Ursprünglich hattest du aber schon etwas von Fallenlassen und andere machen lassen geschrieben. Das ist passiv. Wie bei den Schnullerkindern, die sind nicht nur ruhig, die sind nicht neugierig, die lassen mit sich geschehen. Was ich meinte, war, daß auch die neugierigen Kinder durchaus Ruhephasen haben, in denen sie Kraft tanken. Und bleiben doch Herr ihrer selbst, entscheiden höchstens aktiv, auch mal passiv zu sein.
26. Drako | 05.09.2008 um 15.42
2 Bewohner einer eiszeitlichen Landschaft


… - ich bin ein großes Wasserzeichen, mit viel Wasser, das braucht lange, um zu kochen…
Wo hab ich denn geschrieben, daß alle Menschen überlebt hätten, ich redete von den gemäßigten und tropischen Zonen und von einer Überlebenschance des Menschen an sich.
Da sich die Steinzeitmutter nicht um Bürokratie, Kindergartenplätze,Babywäsche,1000 Neuzeit-Sachen kümmern mußte, war zum Vorkaun sicher genug Zeit…
In meinen Augen ist Passivität in gleichem Maße wie Aktivität lebensnotwendig,- wer glaubt, die ganze Zeit ackern zu müssen, um seinem Leben eine Berechtigung zu geben, sich also nur durch tätiges Handeln definiert, - und ich rede nicht von selbstauferlegten Ruhephasen, sondern von einem gesunden Gespür für das Bedürfnis nach Passivität, - wird zwangsläufig im ” Burn Out ” landen.
Das bedeutet natürlich, anderen zuzutrauen, gewisse Aufgaben aufnehmen zu können, sowie man anderen hilft, kann einem selbst geholfen werden, es sei denn Mensch bildet sich ein, er sei in allem der Beste.
Interessant in der Psychosomatik - die Krankheit zwingt einen dazu, sich massivst passiv zu verhalten, was man sich vorher gesund und wohldosiert organisieren könnte.
und es gibt natürlich ” Macher ” , dies erst merken,wenns beinah zu spät, wenn nicht irreparabel ist.Wie die ” Herzlosen “, die ein Herz für die ganze Welt haben, und ihr eigenes völlig vernachlässigen, zu einem gesunden Egoismus nicht fähig im schweren Infarkt landen und im besten Falle dadurch zur Erkenntnis gezwungen sind, daß ein stures Andauern des Verhaltens sie tötet.
27. pixelpiet | 05.09.2008 um 17.08
>ich bin ein großes Wasserzeichen, mit viel Wasser
Warst sicher in einem Deiner früheren Leben mal eine Wassermelone oder ein Wasserhahn

28. lord.daywalker | 05.09.2008 um 17.12
Ich glaube pixel.piet sitzt heute extrem der Schalk im Nacken
29. Drako | 05.09.2008 um 17.42
@pixel

Ich ? ich war ein Wasserball.
und davor Reiner Wasserstoff.
30. pixelpiet | 06.09.2008 um 01.06
Überflüssig(!) Dein Leben und Leiden mit Wasseradern zu erwähnen
>sitzt heute extrem der Schalk im Nacken
Ups, garnicht bemerkt. Ich dachte der gehört da hin
31. lord.daywalker | 06.09.2008 um 09.08
Dann wars ja gut mein lieber pixel.piet dass ich Dich darauf aufmerksam gemacht habe, bevor Du Dir sagen lassen musst: “Der merkt ja sowieso nix mehr”
32. yana | 06.09.2008 um 12.26
@drako:
vielleicht hätte “der Mensch” tatsächlich überlebt. Aber als was??? Delphine und Wale besitzen eine Art Sprache, Affen benutzen Werkzeuge, Elefanten wissen gar um ihren Tod. Aber nur der Mensch benutzt das Feuer…
Ich bin sicher, jede Steinzeitmutter würde dir ob dieser Bemerkung gern all das überlassen, was sie “nicht” zu tun hatte
. Plus Kieferausrenken für zahlreiche Sippenangehörige…
Da kann ich nur mit einem Filmzitat antworten:”it´s better to burn out than to fade away”…
33. Drako | 06.09.2008 um 16.29
@yana



Na, vielleicht wären wir jetzt alle Yetis, und würden von einem sagenhaften Wesen namens ” Reinhold Messner ” berichten…
2 Steinzeitmutter
Eine Steinzeit - Emanze ?
Die erste Suffragette ?
Vielleicht, wenn sies schafft, 10 Jahre Argumentation durchzuhalten…
und du meintest sich Kiefer-Einrenken,- wenns keine Amazone war, waren fürs Kieferausrenken doch wohl die Männer da
& 2 Zitat
Also ich hoffe, selbst für eine Dauerbrennerin wie dir sind das nicht die einzigen Alternativen.
( ich bin auch Dauerbrenner, allerdings sicher auf etwas kleinerer Flamme, die Zeiten der ganz großen Feuer sind vorbei, als Wasserzeichen brauch ich ja Wärme, um nicht einzufrieren, und bei zu viel Hitze gerat` ich unter Druck. Explosionsgefahr…)
Feuer kann nur Wärme geben, wenn ständig nachgelegt wird, und aus sich selbst heraus kann niemand nachlegen.
Hier bedeutet Passivität, etwas von anderen annehmen.
am Rande:

schönes Gespräch, wenn wir beide Meinungen in einen Topf werfen, Wasser dazu und mit Feuer garen, wird bestimmt ne gute Mahlzeit draus…
34. yana | 07.09.2008 um 11.18
@drako:
bei deinem Rezept käme höchstens warmes Wasser raus. Das als “Mahlzeit” zu deklarieren…erinnere mich, daß ich nie eine Essenseinladung von dir annehme
Wahrscheinlich sind die Yetis genau so entstanden
Wieso Steinzeitemanze?? Die steinzeitlichen Völker waren zuerst sowieso reine Matriarchate…
Klar, ohne Annehmen können geht auf Dauer nichts. Aber was und von wem will erst mißtrauisch durchdacht sein…
35. Drako | 08.09.2008 um 14.11
2 warmes Wasser
is natürlich hart, wenn du das Gespräch als so wenig gehaltvoll empfindest…
ich eß jetzt was
.
hinterlasse der Nachwelt deinen monster.senf
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