Lügen…

25.09.08 - 19:56 von yana

… wir nicht alle, jeden Tag? Aus Konvention?
Wenn wir einen Bekannten treffen, fragen wir “wie geht es dir?”. Und können uns oft nicht einmal an seinen Namen erinnern. Also ist uns auch seine Befindlichkeit herzlich egal. In der Regel wird er antworten “gut”. Und weitergehen. Auch das ist meist eine Lüge.
“Schön, dich mal wieder zu sehen” sagen wir. Und denken dabei “mußtest du mir ausgerechnet jetzt und hier über den Weg laufen?”

Die Gesellschaft ist dergestalt gestrickt, daß sie solche und ähnliche Lügen nicht nur toleriert, sondern ERWARTET. Ehrlichkeit führt da schnell zu seltsamen Blicken, macht zum Außenseiter. Wird als schlechte Erziehung und noch schlechteres Benehmen gewertet.

Dann gibt es da noch diese Lügen, wo man bewußt so formuliert, daß der Andere zu dem von uns gewünschten Schluß kommen muß. Man lügt mit der Wahrheit.
Auch mit Auslassung bestimmter Tatsachen läßt sich hervorragend lügen, “was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß” ist nicht umsonst ein bekanntes und beliebtes Sprichwort.

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zuletzt: 22.11.2008 - 01:35

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  • 1. bored72  |  25.09.2008 um 20.44

    sehr zutreffend , liebe yana.

    ein unlängst von mir und wem andern diskutiertes thema.
    es ist auch eine lüge
    im grunde
    über ein - sein eigenes missempfinden - einem andern gegenüber
    bewusst ignorant hinwegzugehen
    weil man dies
    aufgeklärt und analytisch denkend
    in relation setzt
    zu allem andern und dabei auch dem guten gegenüber
    was den andern betrifft
    und zu dem fazit kommt
    den misstand an-oder auszusprechen
    würde sehr wahrscheinlich zu einem konflikt führen
    bei dem vielleicht auch nachhaltiger
    alles gute drunter zu leiden hätte.

    man hat mir den begriff “verlustangst” genannt
    und ich hab mich vehemment dagegen gewehrt
    weil so nötig hat man es ja dann doch nicht

    und weil wir beim thema lügen sind :

    ganz ehrlich.
    so nötig habe ich es anscheinend dann doch.

    das allein ist ja ein höchst uncooler zustand
    und wer will das schon.

    also lügt man sich die ge-wichtigkeiten klein
    um es besser aushalten zu können
    zwecks konfliktvermeidung
    und einhergehender verlustangst

    und belügt sich am ende selbst damit.

    wie so oft und allenorts
    in allen bereichen des täglichen lebens.

    das gegenteil davon wäre konsequenz
    aber konsequenz macht einsam.

    ein täglicher balanceakt
    um zu überleben.

    typsich menschlich
    der fluch der intelligenz und zivilisation.

    manchmal wär ich gern einfach ein marienkäfer.

    eigendlich eine hyäne.
    aber marienkäfer leben beschaulicher.

    :-8

  • 2. Boff  |  25.09.2008 um 21.44

    I agree vollkommen.

  • 3. Drako  |  26.09.2008 um 04.28

    nun, ich meide die kommunikativen Allgemeinplätze, wenn ich frag´ , wies geht, mein ichs so, und antworte auch nicht : ” gut ” , wenns nich is.
    Allerdings mußte ichs erstmal erkennen und üben - und das geht schlecht ohne geschützten Rahmen.
    Wir müssen in gewissen Situationen lügen, würden sonst , bildlich gesprochen, gekreuzigt werden, da wir mit der konsequenten Wahrheit jedem , ders nich kann, einen Spiegel der eigenen Unfähigkeit vorhalten und große Betroffenheit und Neid erwecken, Wut, die auf uns zurückfällt.
    Ich habe mir dementsprechend Personen , Zeit und Raum organisiert, indem die Lüge weitgehend reduziert wird, - das aus diesem Raum hinauszutragen, ist schwer, weil niemand außerhalb die gleiche Basis hat.
    Ich wäre ein Selbstmörder, würde mein Leben mißachten, wenn ich in der sogenannten Öffentlichkeit nicht angepaßt lügen würde, ich würde meinen Selbstschutz aufgeben, und verleugnen, daß mir mein Leben wichtig ist.
    Dementsprechend brauch ich dann natürlich auch wieder Momente, in denen ich den Ärger, mit diesem Zwang leben zu müssen, freilasse.
    Es gibt Menschen, die es als mutig erachten, in unpassenden Situationen ehrlich zu sein, ich halte es für selbstgerecht , manipulativ und aggressiv.
    Ebenso ist es destruktiv, sich nicht um die Fähigkeit der Ehrlichkeit zu bemühen.
    Wie in allen Dingen müssen sich die Fähigkeiten die Waage halten, wer nicht fähig ist zu lügen, oder die Wahrheit zu sagen, ist eines mit Sicherheit - Unfähig.

  • 4. Drako  |  26.09.2008 um 04.36

    @bored 2 Konsequenz macht einsam
    es ist harte Arbeit, sich Leute zu suchen, die gleichartig konsequent sind, nur, wenn man/frau mal das Zutrauen hat, ist das Ergebnis weitaus befriedigender als alle Eierei vorher…

  • 5. yana  |  26.09.2008 um 06.45

    …wenn ihr Menschen mal richtig sparsam schaun sehn wollt, macht euch doch mal den “Spaß”, wenn jemand euch fragt, wie es euch geht, gegenzufragen “willst du jetzt die Standardantwort oder eine ehrliche?”. Der darauffolgende Gesichtsausdruck ist Gold wert, versprochen!
    (hab ich schon ausprobiert-bevor ihr fragt :clown: )

  • 6. Drako  |  26.09.2008 um 09.52

    @yana 2 “sparsam” ( LOL )
    ok, ich setz` noch ein` drauf…
    Auf die Gegen - Frage, was die Leute in dem Moment eigentlich von einem wollen, bekommt man von den Lügnern in jedem Fall eine bekloppte Antwort…
    und genau hier ist man schon im gefährlichen Bereich.

  • 7. lord.daywalker  |  26.09.2008 um 09.58

    Das Problem ist IMHO zweigeteilt - zum einen geht es um die Floskeln wie bereits angesprochen - wenn in der Kneipe die Bedienung, die den halbvollen Teller abräumt aus Reflex fragt: “Hat es Ihnen geschmeckt” dann lüge ich nicht, denn ich sage “Nein” - da das alle wissen hat es auch schon den Fall gegeben, dass meine Leute mit denen ich da war es vorzogen, mich nach draussen zu schicken, um in Ruhe bezahlen zu können … Auch ist feststellbar, dass die Frage: “Wie gehts” bei mir als chronischem Schmerzpatienten die Gegenfrage provoziert “Willst Du es wirklich wissen?” Oder ich setze den Leuten einen Schwall entgegen, den sie gar nicht hören wollten und mache mir, sobald ich sehe, dass ihnen das unangenehm ist oder sie versuchen mich zu unterbrechen, den Spass und erhöhe den Schwall-Level nochmals drastisch. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass mich bestimmte Leute ‘lieber’ nicht mehr fragen :-) und die, die es m.E. wirklich interessiert, erhalten einen kurzen Statusbericht. Umgekehrt benutze ich solche Floskeln eigentlich nicht oder wenn, dann will ich darauf auch eine entsprechende Antwort.

    Dann gibt es - hier auf dem Land im besonderen Maß - die Begrüssungs- und Abschiedsflokeln wie “Guten Tag” etc. pp. Hier habe ich im Laufe der letzten Jahre gelernt, dass die Menschen, denen man in solchen Situationen begegnet, insgesamt freundlicher reagieren, wenn man sich daran beteiligt. Also sage ich beispielsweise “Einen schönen Tag wünsche ich” wenn ich wie eben aus der Bäckerei gehe und empfinde das einerseits nicht als Lüge und andererseits ist es kein speziell gemünzter Wunsch, sondern eine Art Umgangsform, deren Beachtung ein freundlicheres Miteinander fördert.

  • 8. yana  |  26.09.2008 um 13.08

    Genau das ist doch der Punkt: Lüge wird als Höflichkeitsfloskel gebraucht und abgewertet, Wahrheit eckt an.
    Man könnte genauso gut ohne Gruß in der Bäckerei ein- und ausgehen, die Brötchen würden gleich schmecken. Aber weil es einfacher ist, ist man eben doch höflich. Und empfindet die verbrämte Lüge nicht mal mehr als solche.

  • 9. yana  |  26.09.2008 um 13.09

    Lüge als Automatismus?

  • 10. Cybaer  |  26.09.2008 um 14.36

    Lüge als soziale Maßnahme.

    Das “Lernen zu lügen” ist eine sehr wichtige Stufe des Kindes auf dem Weg zum Erwachsen werden.

    Ohne die (zumindest kleinen) Lügen, würden soziale Gesellschaftssysteme gar nicht funktionieren …

  • 11. yana  |  26.09.2008 um 15.01

    …und wer zieht die Grenze, bis wo Lügen erlaubt und gut ist und wo nicht mehr?

    Kinder lernen übrigens das Lügen nicht. Sie tun es anfangs reflexartig, um nicht zu enttäuschen, um nicht bestraft zu werden, etc., aber nicht, um höflich zu sein.

  • 12. lord.daywalker  |  26.09.2008 um 15.18

    >> Aber weil es einfacher ist, ist man eben doch höflich. Und empfindet die verbrämte Lüge nicht mal mehr als solche < <

    Nein - Automatismus - in gewisser Weise und in diesem Beispiel vielleicht - auch mit Höflichkeit verbinde ich es nicht, sondern viel eher mit sozialem Umgang miteinander … und wenn mich die Bäckersfrau dabei/danach anstrahlt, schmecken meine Brötchen zwar nicht besser - aber - Landbrötchen haben das auch in keienr Weise nötig :-8

  • 13. drako  |  26.09.2008 um 15.30

    @yana 2 abgewertet
    na, siehs mal etwas gefälliger, sind nicht die Lügen erst dann aktiv, wenn sie wahrgenommen werden ?
    Ein ” Guten Tag ” kann man ungelogen jedem wünschen, es sei denn, man lässt sich durch das unwillkommene Verhalten anderer in seiner Gelassenheit stören, macht das Gegenüber zum Täter, beschimpft es mit Ignoranz oder Worten - und stempelt sich so selbst als “gestört” ab.
    und hör mal auf, Kinder zu glorifiziern, sie lügen am Ende genau wie wir, um einen VORTEIL zu haben .
    Und schon in dem Alter, in dem sie die intelligente Kompetenz des Lügens umsetzen, “können sie etwas dafür”
    Das die Lüge ein Reflex , also ein Urinstinkt ist, ist definitiv eine These, davon ausgehend, daß das Kind erlernt, durch die Wahrheit nicht erfolgreich zu sein - es muß lernen, zu lügen, um zu überleben - und entwickelt diese Fähigkeit weiter.
    Es wäre eigentlich ein kleiner Mord, Kindern einzubleuen, sie müßten immer die Wahrheit sagen, es ist eine Kunst der Eltern, das gut hinzukriegen.Kinder müssen auf eine bestimmte Weise auch auf diese kranke Menschheit vorbereitet werden, es wäre Quatsch, aus ihnen Helden machen zu wollen, denn sie werdens nur ohne dieses Gezerre.

    pers.Anm - es ist zum Kotzen, daß ich stellenweise nur mit Lügen über die Runden kam, bis ich nicht mehr wusste, belüg ich mich oder die anderen, aus dieser Situation kommt man alleine nicht raus…
    und mit mindesten 3 Zehen steck ich noch drin.
    :fritz:

  • 14. yana  |  26.09.2008 um 15.54

    Nein, eine Lüge ist eine Lüge ist eine Lüge. Egal, ob mein Gegenüber zu doof ist, sie als solche zu erkennen oder nicht.

    Wo glorifiziere ich denn Kinder??? Tatsache ist einfach, Kinder sind zunächst spontan ehrlich und spontan unehrlich-und lernen erst später, dieses zu differenzieren, den Gegebenheiten anzupassen.

  • 15. yana  |  26.09.2008 um 15.55

    (und sich selbst belügen ist das bequemste und das dümmste, das man machen kann)

  • 16. lord.daywalker  |  26.09.2008 um 15.59

    Hm … wenn ich näher drüber nachdenke, dann muss ich schon zugeben, dass ich gelegentlich eine gute Lüge dazu benutze, um mein Ziel zu erreichen.

    “Sie brauchen den Wagen morgen früh wieder” brachte neulich ein spontanes ‘Ja’ von meiner Seite, obwohl ich den Wagen erst am übernächsten Tag wirklich wieder gebraucht habe.

    “Wenn sie starke Schmerzen haben, können sie gleich noch kommen” Starke Schmerzen sind relativ …

    Andererseits bin ich dafür bekannt, schonungslos die Wahrheit zu sagen und auch dafür, diese Wahrheit nicht in kleidsame Worte zu packen, damit sie nicht ganz so hart klingen. Ich frage gerne vorher, ob mein Gegenüber die Wahrheit dann auch wirklich hören will - weil - ich sie natürlich - auf Wunsch - auch belügen könnte …

  • 17. lord.daywalker  |  26.09.2008 um 16.00

    @yana
    Das mit dem selbst belügen ist sicher richtig - aber - manchmal ist es einfach erforderlich um durchzuhalten!

  • 18. Cybaer  |  26.09.2008 um 16.22

    @yana

    >…und wer zieht die Grenze, bis wo Lügen erlaubt und gut ist und wo nicht mehr?

    Die “Gesellschaft” durch ihre ethischen Normen.

    Wie, da gibt es keinen festen Grenzen? Jo, so ist das …

    Generell kann man aber sagen: Solange eine Lüge niemand Drittem schadet, solange ist sie nicht bedenklich. Vergleichbar ist das mit einem Verbrechen, das auch nicht nur einen Täter, sondern auchn ein Opfer braucht. (Ja, es gibt in diesem Staat auch einige “opferlose Straftaten”, aber es gibt, IMHO zurecht, auch gewichtige Stimmen, die sich für eine Abschaffung, mindest aber deutliche Reduzierung dieses Strafkatalogs aussprechen.)

    > Kinder lernen übrigens das Lügen nicht.

    Sie lernen es. Sowohl aus Eigennutz (wie gesagt: das “lügen Lernen” ist Teil des persönlichen geistigen Reifeprozesses), als auch weil sie dazu von den Eltern aufgefordert werden (Teil der Erziehung), und, vor allen Dingen, schon weil sie es sich jeden Tag bei den Erwachsenen abschauen, wie die Gesellschaft funktioniert, in die sie hineinwachsen.

    > Sie tun es anfangs reflexartig, um nicht zu enttäuschen, um nicht bestraft zu werden, etc., aber nicht, um höflich zu sein.

    Anfangs tun sie es überhaupt nicht. Ab einem bestimmten Alter kommt dann die unbeholfene Schutzlüge (das berühmte “ich habe nicht genascht” aus dem mit Schokolade verschmierten Mäulchen). später dann die “gesellschaftliche Lüge”, die ihm, s.o., bewußt anerzogen wird).

    Und, wie gesagt, das ist auch gut so.

    (Nicht nur) ich halte einen Menschen, der nicht lügen kann (oder will), nicht für gesellschaftlich integrierbar. Und davon abgesehen: jedes Individuum braucht seine Privatsphäre, die niemanden etwas angeht. Wer in diese eindringen will, muß belogen werden. Das fängt bei meinen persönlichsten Gedanken an, und endet beim (zukünftigen) Arbeitgeber/Vermieter bei z.B. der Frage, ob man schwanger sei (um nur mal ein Beispiel von gaaanz vielen zu nennen).

    Der alte (und immer noch selten dämliche) “Schäuble-Stasi-Überwachungsspruch”: “Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten”, um die Individueen bis ins Privateste zu kontrollieren, krankt an 2 grundsätzlichen Dingen:
    1. Jeder hat etwas zu “verbergen”. Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Das muß ja nichts “schlimmes” sein, halt nur etwas, was andere nichts angeht.
    2. Selbst wer nichts gesetzwidriges getan hat, kann, auch in unserem Rechtsstaat, leicht in die “Mühlen der Justiz” oder anderer Staatsorgane geraten. Beispiele dafür, vom übereifrigen, aber nicht gerade hellen Polizisten/Staatsanwalt/… angefangen, bis hin zu schlicht falschen Anschuldigungen, kannst Du dafür reichlich Beispiele finden - freudnlicherweise mittlerweile auch gerne veröffentlicht im Internet …

    Du siehst, wir leben nicht nur mit Lügen, es gibt auch gute Gründe, warum das so ist …

  • 19. yana  |  26.09.2008 um 16.22

    Die Hoffnung nicht sinken zu lassen und sich selbst zu motivieren, ist noch keine Lüge sondern bedingt immerhin, daß man seine Situation analysiert hat,

  • 20. lord.daywalker  |  26.09.2008 um 16.31

    @yana
    Was am Ergebnis des sich selbst belügens nicht wirklich etwas ändert …

    @cybaer
    >> (Nicht nur) ich halte einen Menschen, der nicht lügen kann (oder will), nicht für gesellschaftlich integrierbar. < <

    Gut - also bin ich teilintegriert - das ist doch schon mal was ;-d

  • 21. Cybaer  |  26.09.2008 um 16.32

    @yana

    > Wo glorifiziere ich denn Kinder???

    Durch besondere Hervorhebung einer Eigenschaft (des “Nicht-Lügens”), die Du anscheinend bei Erwachsenen vermißt.

    > Tatsache ist einfach, Kinder sind zunächst spontan ehrlich

    Ja, Kinder können zunächst auch nicht schreiben und rechnen. Das macht sie aber nicht zu besseren Menschen. Es sind halt einfach nur kleine Menschen, die bis zur körperlichen wie geistigen Reife noch ein paar Jährchen Entwicklungszeit haben …

    Und: Kinder lernen sehr viel fürs Leben durch Anschauung/Nachahmung. bei den Eltern, Großeltern oder sonstigen familiären Bezugspersonen, durch Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, und, natürlich, durch die “peer group”.

    Die Lüge als solche, kommt ganz automatisch im Laufe der Entwicklung. Auch, wie man sie “verfeinert”. Die “Erzieher” sorgen “nur” dafür, daß das Kind mitbekommt, in welchen Situationen man lügen kann, muß oder es nicht darf.

  • 22. bored72  |  26.09.2008 um 16.42

    zu day :

    “Dann gibt es - hier auf dem Land im besonderen Maß - die Begrüssungs- und Abschiedsflokeln wie “Guten Tag” etc. pp. Hier habe ich im Laufe der letzten Jahre gelernt, dass die Menschen, denen man in solchen Situationen begegnet, insgesamt freundlicher reagieren, wenn man sich daran beteiligt. Also sage ich beispielsweise “Einen schönen Tag wünsche ich” wenn ich wie eben aus der Bäckerei gehe und empfinde das einerseits nicht als Lüge und andererseits ist es kein speziell gemünzter Wunsch, sondern eine Art Umgangsform, deren Beachtung ein freundlicheres Miteinander fördert.

    das sehe ich genauso.
    hab das aber erst lernen müssen.
    inzwischen bin ich darin perfekt
    weil es mir nicht schwerfällt
    wenn ich gut drauf bin
    selbst der muffligsten kassiererin an der kasse
    noch ein mit einem freundlichen gesicht
    ein paar nette worte mit auf den weg zu geben

    oft durchbricht man vbei wem andern damit
    nämlich dessen schlechte laune
    und man bekommt in fast entschuldigender
    weise eine ernsthaft freundliche rückmeldung
    und das ist ja wiederum schön für einen selbst.

    wenn ich allerdings selbst in kämpferlaune bin
    und nicht so gut drauf
    sind mir jede form von arroganz willkommen
    arrogant kann ich nämllich auch
    ziemlich gut
    und das grad unter frauen
    da gibt es eine form von lächeln
    mit einem abschätzenden kühlen blick
    und noch die richtigen worte dazu
    derer es meist nicht viel benötigt
    um der jeweils andern so richtig eins mit auf den weg zu geben.

    ja das ist moralisch nicht der hit
    aber brauchts bisweilen auch.

    ;-)

    ich bevorzuge aber ersteres

    ich mag keinem den tag verderben
    und auch nicht
    dass es mit mir jemand macht.

    in der arbeit
    den vorgesetzten gegenüber
    ist das nochmal ein extra point of dealing

    hab ich grad ärger mit kolleginnen
    und die PDL kreuzt meinen weg
    mit breiten grinsen
    und fragt mich :

    “na frau x, wie gehts Ihnen ? ”

    kommt dann wahrheitsgemäss ein entprechendes

    “ja,passt schon.”

    OH !

    sowas hört man nicht gern.

    “passt schon ? das klingt aber nicht gut .”

    “ja doch geht schon ” *schulterzucken*

    ” na ’sehr gut ` hätten Sie jetzt auch sagen können .”

    “tja.hätte ich . beim nächstenmal halt dann .”

    und sie grinst .

    und ich lächle
    und schau zu dass ich land gewinn.

    das regt mich auf sowas.

    vielleicht sag ihr das einmal.

    vielleicht auch besser nicht.
    vielleicht sag ich einfach : “gut.”

    und der fall hat sich.

    typsich.

  • 23. yana  |  26.09.2008 um 17.03

    Ja, ja, lächeln ist die freundlichste Art, jemandem die Zähne zu zeigen…

  • 24. Drako  |  26.09.2008 um 18.08

    @yana 2 das dümmste
    ich halte es für weitaus dümmer, Dummheit und Bequemlichkeit grundsätzlich als Fehler zu brandmarken, beide sind notwendig, sie dienen als Ausgleich zum Zwang, perfekt sein zu müssen…
    Und sich gänzlich selbst zu motivieren ist mE nur eine Flucht aus der Anstrengung, sich durch Gemeinsamkeit motivieren und inspirieren zu lassen.
    und ein kategorisches ” Nein ” ist in meinen Augen nur eine Verweigerung der Tatsache, daß andre ein andres Leben haben, gehabt haben und ihre respektablen Schlüsse draus zogen.

    @ all
    Das genialste Synonym für die Entscheidung Lüge oder Wahrheit sehe ich in Wachowskis Matrix - Pillen, blau oder rot - Leben als täglichen Kampf um wahrhaftige, erfüllte Existenz oder ein erdachtes, programmiertes Gerüst aus degenerativem Luxus, das die leere, nichtssagende Hülle aufrecht hält.
    Auch Perfektionismus, Humanismus und ” Selbstbewußtsein” im geläufigen Sinn sind Lügen, sie dienen der Vertuschung von Eingeständnis der Schwäche, Abhängigkeit, ” negativer ” Emotionen.

  • 25. pixelpiet  |  26.09.2008 um 23.33

    @yana

    Die Erklärungen von cybaer finde ich nicht verkehrt und halte sie, ungelogen :-) aus meiner eigenen Lebenserfahrung auch für nachvollziehbar und für einen teil der Diskussion für überdenkenswert.

    Abgesehen davon bitte ich um Verständnis, daß mir dieses Schwarz/Weiß-Denken eher immer wieder auf den Senkel geht. Es gibt in unseren Gedanken, in unseren Träumen, in unseren Beziehungen, in unserem Leben oder auch in der ganzen Menschheit nicht nur Schwarz und Weiß, nicht nur (eine) Wahrheit oder Lüge. Alles geschieht in einem Kontext und muß auch in diesem gesehen werden, möchte man es oder sich selbst in dieser Form gerecht behandelt sehen. Erst so kann man auch be- oder verurteilen, was nun wirklich falsch, situativ richtig oder gelogen oder gar feindlich, verachtend etc. gemeint war.

    Und was, wenn jemand oder eine Organisation für sich in Anspruch nimmt immer die Wahrheit zusagen? Die Partei, die Partei hat nicht immer Recht … (gell Drako :-)

  • 26. lord.daywalker  |  27.09.2008 um 07.35

    Aus dem Arbeitsleben - Betrieb mit knapp 600 Mitarbeitern - übliche Floskeln:

    Moin, Hallo, Mahlzeit, Tschüss, Auf Wiedersehen

    Das wird erwartet und ggf. eingefordert - sagt aber überhaupt nichts aus - ist also nicht mal gelogen …

    Ich denke bisher hat auch niemand hier behauptet, dass er/sie immer die Wahrheit sagen würde - das geht auch gar nicht. Und da kommt pixel.piets Bemerkung ins Spiel - Schwarz-Weiss-Denken. Dessen zumindest ich mich ab und an auch bediene - in bestimmten Situationen muss das auch sein, denke ich, um die Situation zu kären, sie besser einschätzen zu können und die entsprechenden Handlungen zu initiieren.

    Denkt beispielsweise jemand dass irgendein Politiker die Wahrheit sagt? Denkt irgendjemand, dass Werbung nicht per se eine Lüge ist? Denkt irgendjemand dass die Lüge nicht längst gesellschaftsfähig geworden ist - ja sogar als wichtiger Bestandteil dessen ist, was man tut, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?

    Die die ehrlich sind , soweit es eben geht, soweit sie es verantworten oder aus sozialen oder sächlichen Zwängen überhaupt sein können/dürfen, sind eine aussterbende Rasse aus einem gesellschaftlichen Zwang heraus sich angleichen zu müssen um nicht als nicht integrierbar zu gelten.

  • 27. yana  |  27.09.2008 um 13.58

    @drako:
    Dummheit ist NOTWENDIG??? Ist nicht dein Ernst, oder? So mancher stellt sich nämlich nur dumm und bequem, und das auf Kosten anderer. Wo sind wir denn, bei den Dinosauriern?!?

    @pp:
    nee, laß man. Cybaer geht hier noch weiter als Drako. Das ist nicht realistisch, das ist gesellschaftsverachtend, was er da teilweise von sich gibt.
    Abgesehen davon stimme ich dir sehr zu, daß schwarz-weiß zu wenig ist. Und es gibt sogar nicht nur grau, es gibt auch noch Farbe :-o

    @day:
    jetzt könnte man noch darüber streiten, ob es wirklich unerläßlcih notwendig ist, etwas zu sagen, ohne auch nur etwas aussagen zu WOLLEN :-? . Ist das nicht Zeitverschwendung pur? (Okay, Politiker verdienen damit gut…)Ist das nicht genau das, was du immer nicht willst?
    Ehrlichkeit immer mehr aussterbend? Was sagt das über die Gesellschaft, bzw. deren Werte aus? Nichts Gutes, soviel steht fest…

  • 28. Cybaer  |  27.09.2008 um 14.10

    @day

    > Denkt beispielsweise jemand dass irgendein Politiker die Wahrheit sagt?

    Ja, ich. Ich halte u.a.(!) Ströbele für eine sehr ehrliche Haut. Aber auch z.B. Schily (nicht, daß ich seine Weltsicht/Amtsführung, oder auch nur seine Art, schätzen würde, aber ich halte ihn dennoch für sehr ehrlich).

    Ich denke natürlich auch, daß man als verantwortlicher(!) Politiker nicht immer die Wahrheit sagen darf/kann. Wie sollte jemand z.B. so ein verantwortlicher Außenminister sein? “Bush, Cheney & Co. gehören nach Den Haag vor Gericht, und müssen zur Verantwortung gezogen werden!” Das kann man als verantwortliccher Politiker leider höchstens denken, nicht aber sagen (s. die Aufregung um Hertha Däubler-Gemelin seinerzeit - auch eine IMHO grundehrliche (Ex-)Politikerin).

    Aber ich erwarte, daß die Lügen der Politiker, wie auch eines jeden normalen Menschen, nicht zum Schaden anderer gereichen. Das ist sicher illusorisch, aber mein persönlicher Maßstab für gute oder schlechte Lügen.

    Und: So ein :-z wie unser alter, fetter Bundesklopps, mit seinen Lügen und Verstößen gegen das Grundgesetz und seinem “Beratervertrag” von Leo Kirch (und was weiß ich nicht noch alles), gehört eindeutig härter abgestraft, als nur durch Abwahl und Strafbefehl …

    > Denkt irgendjemand, dass Werbung nicht per se eine Lüge ist?

    Ja, ich (huch, schon wieder). :-p

    Werbung für ein wirklich gutes Produkt, gibt es auch. Die hat nicht nötig, zu lügen.

    > Denkt irgendjemand dass die Lüge nicht längst gesellschaftsfähig geworden ist - ja sogar als wichtiger Bestandteil dessen ist, was man tut, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?

    Ja, ich (es wird langsam zur Gewohnheit) … :clown:

    Wenn die Lüge wirklich gesellschaftsfähig wäre, dann würden wir hier ja gar nicht drüber reden, oder? :-?

    > Die die ehrlich sind, soweit es eben geht, soweit sie es verantworten oder aus sozialen oder sächlichen Zwängen überhaupt sein können/dürfen, sind eine aussterbende Rasse aus einem gesellschaftlichen Zwang heraus sich angleichen zu müssen um nicht als nicht integrierbar zu gelten.

    Das klingt für mich eher wie eine Entschuldigung, um die eigenen Lügen zu sanktionieren (seht her, die anderen machen es doch auch)!

    Auch teile ich deine pessimistische Sichtweise, jede Menge Arschlöcher hin oder her, nicht.

    @yana

    3 Nachträge noch:

    1. Was die “gesellschaftlichen, ethischen Normen” angeht, so muß man bei der Lüge nicht einmal vergangene Gesellschaften bemühen, wie z.B. beim Inzest: Nach unseren Gesellschafts- bzw. Rechtsnormen ist Inzest verboten und strafbewehrt ist (also der Beischlaf von engen Verwandten - und zwar nur der, da andere sexuelle Spielarten zw. engsten Verwandten nicht verboten sind -, was, s.o., als “opferlose Straftat” zwar gerade erst vom BVG bestätigt wurde, aber auch hierzulande keineswegs unumstritten ist - vorsichtig formuliert, denn es kommt eher selten vor, daß sich ein Verfassungsrichter dezidiert mit einem abweichenden Votum so exponiert, wie es Hassemer getan hat). In vielen polytheistischen Gesellschaften war/ist(?) der Inzest allerdings üblich (z. B. im antiken Ägypten oder Griechenland, und auch bei den kulturell bei weitem nicht so hochstehenden Germanen).

    (Ich erspare es mir, den diesbezügl. Einfluß der abergläubischen Mörderbande, vulgo: kath. Kirche :-), hier zu thematisieren, auf deren teilweise unseligen “ethischen Normen”, oder auch: jahrtausende anwährender Gehirnwäsche, unsere Gesellschaft angeblich beruht - na ja, aktuell sind die Muslime ja auch noch weitaus schlimmer … :-)
    … ich persönlich halte es mehr mit der “Aufklärung”.)

    Bei der Lüge reicht vielmehr ein aktueller Blick auf die andere Seite der Weltkugel: In China ist z.B. auch die “Lüge zum Schaden Dritter” nicht nur nicht geächtet, sondern ist, als List, gesellschaftlich hoch geachtet (s. 36 Strategeme) - sowohl die Erkennung, sprich: Abwehr, als auch die erfolgreiche Anwendung. D.h., dort wird den Kindern nicht nur die Lüge als Mittel zum Zweck als etwas Positives beigebracht, sondern damit auch, daß es sie nunmal gibt und wie man sich dagegen wehrt (übrigens neben den Plagiaten - jemanden zu kopieren bedeutet dort, ihm hohe Achtung zu zollen - wohl das größte Problem westlicher Geschäftsleute in China).

    BTW: Die Benennung von und die Diskussion über existierende Gefahren (oder auch nur “Unangenehmes”) des täglichen Lebens, ist IMHO übrigens auch sonst der deutlich cleverere Weg mit ihnen umzugehen, als deren Tabuisierung (sei es, daß “man” nun einfach nicht drüber spricht, sei es, daß man es sogar explizit verbietet - Stichwort: Zensur).

    2. Was die “Selbstlüge” sowie “Lüge von Kindern” angeht, verdient ein Aspekt noch besonders hervorgehoben zu werden: Nach meiner Erfahrung neigen sehr viele Eltern generell zur Glorifizierung ihrer Kinder, und letztlich auch ihrer selbst, mittels einer klassischen Selbstlüge. Ich lach mir z.B. immer einen Ast ab, wenn ich eine Mutter sagen höre: “Mein Kind lügt nicht.” und/oder: “Ich habe ein so gutes Verhältnis zu meinem Kind, daß es mich nicht anlügt/keine Geheimnisse vor mir hat.” Natürlich vorgtragen im Brustton der Überzeugung.

    Nicht nur weil ich selbst mal Kind war, weiß ich, daß das schlicht Bullshit, bzw. freundlicher formuliert, Wunschdenken ist.

    Für kleine Kinder sind die Eltern “Götter”. Sie können alles, sie wissen alles, und man selbst kann und weiß so wenig. Es ist eine emminent wichtige Erfahrung für das Kind auf seinem Weg zu einem erwachsenen Individuum, zu lernen/sich bewußt zu werden, die Eltern anlügen, bzw. Dinge verschweigen zu können (sprich: die Eltern gezielt zu täuschen und/oder Geheimnisse vor ihnen zu haben)! Die Erkenntnis, daß die Eltern sehr wohl nicht “alles wissen”, ja, daß ich angeblich so kleines, unwissendes Kind sie sogar gezielt und erfolgreich täuschen kann, wenn ich selbst das nur möchte, ist ein unabdingbarer Schritt auf dem Weg der Loslösung von den Eltern hin zu einer eigenen, selbstbestimmten Persönlichkeit.

    Wer also meint, seine Kinder zu absoluter Ehrlichkeit erziehen zu müssen, und dies dann auch noch durch Kontrolle durchzusetzen versucht (denn: nicht durchsetzbare Verbote sind absolut irrelevant, wenn ich den Grund des Verbots nicht verstehe oder akzeptiere, sei es, weil es andere auch nicht betrifft, sei es, weil ich für mich einen anderen Weg gehen möchte), weiß gar nicht, was er damit seinen Kindern schlimmes antut …

    3. Ich schrieb, daß ich eine Person, die nicht lügen kann oder will, nicht für in die Gesellschaft integrierbar halte. Es klang vermutlich/hoffentlich durch, aber der Vollständigkeit halber sei es explizit erwähnt: Ich halte auch eine Gesellschaft selbst, die auf jegliche Lüge (und damit letztlich auch auf jegliche Geheimnisse und Privatheit) zwangsweise verzichtet, nicht nur für nicht lebensfähig, sondern auch für nicht lebenswert!

    (Anmerkungen über die vielen bigotten Amerikaner, insbes. der Republicans oder Evangelikalen, im Allgemeinen, und/oder die “Disney-like” “heile Welt” der dortigen Mormonen im Besonderen, die ja auch in unseren Fußgängerzonen allgegenwärtig missionierend unterwegs sind, erspare ich mir, und der geneigten Leserschaft, an dieser Stelle ebenfalls … :-))

  • 29. Drako  |  27.09.2008 um 15.35

    @yana 2 nicht dein Ernst
    natürlich ist das mein Ernst, ich redete nicht davon, Dummheit zu benutzen, um andere zu verletzen.
    Eher davon , Klugheit, also intellektuelles Denken mal wegzulassen.
    Es ist nur der Aufsatz auf ein altes Betriebssystem.
    Ich finde es zum Beispiel dumm, eine Meinung zu mißbrauchen, um ja die eigenen Felle nicht wegschwimmen zu lassen, sie dient dann nicht dem Austausch, sondern der Zementierung der eigenen Position und der Rekrutierung von Söldnern für den Kampf gegen den Verlust der eigenen Identität.
    Ich zB habe eine Meinung, weil ich eine Position habe, nicht um eine zu bekommen.
    Und ich bin der Meinung Lüge ist dann Lüge, wenn sie bewußt als Alternative der Tatsache eingesetzt wird, sonst wäre sie Irrtum.
    Wer allerdings Angst vor Irrtümern hat, wird zwangsläufig Wahrheit , Klugheit und Ehrlichkeit militant als einzige, einseitige Lebensweise verteidigen wollen.
    Und damit alle anderen Teile des Ganzen ver - LEUGNEN.

    @cybaer 2 Mörderbande
    LOL und stimmt…
    ich geh bei fast allem komplett mit, vor allem , was Wunschdenken ver-logener Mütter angeht
    Kinder, die nicht lügen dürfen, werden automatisch zu Lügnern, weil ein Leben ohne Lüge eine Lüge ist…
    ;-)

  • 30. lord.daywalker  |  28.09.2008 um 12.52

    @yana
    Nachdem ich im zweiten Lehrjahr zum Geschäftsführer gerufen wurde, der mir ‘erklärte’ dass Grussformeln unbedingt und zu jeder Zeit auszuführen sind (besonders beliebt: “Mahlzeit” auf der Männertoilette) und mir mit drastischen Massnahmen drohte, falls ich das nicht verinnerliche, habe ich schon damals aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen. Und wenn ich vergleiche - Asso-Wohngebiet in dem keiner ein unnötiges Wort verliert und die strahlende Bäckersfrau hier auf dem Lande, dann bevorzuge ich Letztere :-8

    @cybaer
    Glückwunsch zum längsten Kommentar ever - aber wir wussten ja eh dass Du den Längsten hast :oops:

    Zum Thema - ich verhehle nicht, dass ich ab und an Menschen beniede, die eine positivere Einschätzung der Dinge haben - keine Frage - allerdings frage ich mich gelegentlich, wie sie dazu kommen. Mag Herr Ströbele eine löbliche und für mich auch schon die einzige Ausnahme sein - mag Werbung, der ich mich grundsätzlich seit Jahren verweigere für einzelne Produkte keine Lüge nötig haben, so trägt das für mich noch lange kein positiveres Weltbild.

    Und was sächliche Zwänge betrifft - Du magst ihnen nicht unterliegen bzw. hast Dich davon auf die eine oder andere Weise befreit - aber das sollte Dich nicht daran hindern zur Kenntnis zu nehmen, dass andere das nicht können. Der Hartz IV Empfänger mit Familie im Hintergrund wird seinem Sachbearbeiter bei der ARGE nicht sagen, was er über ihn denkt, weil er Sanktionen befürchten muss, die er sich nun mal nicht leisten kann.

  • 31. Drako  |  28.09.2008 um 14.58

    @Master Day 2 Hartz & Sanktionen
    Ich kann jede diesbezügliche Angst nachvollziehen,andererseits kann jeder lernen, auch solchen Institutionen gegenüber nicht ständig kleinbeigeben zu müssen.
    Ich antwortete meinem Sachbearbeiter auf seinen Hinweis, ich müßte rechtlich gesehen jede Arbeit annehmen, wer denn etwas davon hätte, wenn ich eine Arbeit machte, zu der mir jegliche Qualifikation, Motivation und damit Lust fehlt - das ließe sich meines Erachtens auch nicht mit Mühe kompensieren - Es könnte niemand einen Nutzen daraus ziehn, weder der Arbeitgeber, noch zB der zu Betreuende und ich auch nicht.
    Ich würde eher Schaden anrichten. ( gängiges Zitat: ” LEUTE schickt das Arbeitsamt…! ” )
    Natürlich macht auch hier der Ton die Musik, und man ist auch nicht vor den wirklich zugangsresistenten Beamtenarschlöchern gefeit.
    Die sind natürlich nur mit einiger Rafinesse und Eloquenz zu knacken.
    :-)

  • 32. yana  |  28.09.2008 um 20.29

    @drako:
    solche Scherze mit deinem Fallmanager machste aber auch nur, wenn du keinen hast, der mit drunter leidet, wenn sie dir die Kohle kürzen… :-r

  • 33. yana  |  28.09.2008 um 20.32

    @day:
    du hast dir eigene Gedanken aberziehen lassen?!? Schwer vorstellbar…

    PS: weiß die Bäckersfrau, daß du heimlich in sie verliebt bist :love: ?

  • 34. yana  |  28.09.2008 um 20.34

    @drako:
    Dummheit ist nicht das Gleiche wie “mal das intellektuelle Denken außen vor lassen” :lol:

  • 35. yana  |  28.09.2008 um 20.42

    @cybaer:
    wie du von “Lüge” auf “Inzest” und “böse RKK” kommst, entzieht sich mir grade…

    Chinesen…nun ja, wenn du gerne Seepferdchen und Tigerpenisse ißt, darfst du auch mit ethischen Anschauungen Chinas argumentieren…

    Ist doch schön, wenn so viele Eltern sich selbst belügen bezüglich des Erfolgs ihrer Erziehungsmethoden. Ich ziehe es dennoch vor, das nicht zu tun…

    Absolute Kontrolle durch Eltern gibt es nicht. Zum Glück.

    Bloß weil du keine lügenfreie Gesellschaft kennst, heißt das doch nicht, daß das nicht wünschenswert wäre.

    (und Kommentare bzgl. deiner Ansichten in Sachen Kirche oder Amerikaner oder Gesellschaft allgemein oder was auch immer erspare ich mir jetzt. Gibt es eigentlich irgendetwas, das du positiv oder gut oder lebenswert empfindest?)

  • 36. Lord Daywalker auf dem Sofa ;-)  |  28.09.2008 um 21.14

    @yana
    nun - das Ganze ist über 30 Jahre her … Damals ging es mir nicht so gegen den Strich sondern wohl eher ums Verweigerungs-Prinzip …

    Das Lächeln der Bäckersfrau ist schon cool - aber reicht das zum verlieben :-?

  • 37. yana  |  28.09.2008 um 21.18

    Keine Ahnung, ist sie blond :clown: ?

    Ehrlichkeit als Verweigerung???

  • 38. yana  |  28.09.2008 um 21.27

    …und überhaupt. Wie steht es doch so schön auf der Startseite, hübsch verbrämt mit zwei Püppchen? “Keine Macht den Lügen”

    Soweit das Wort vom Sonntag :-b

  • 39. lord.daywalker  |  28.09.2008 um 21.56

    @yana
    Hetzbacke ;-d

    Was die Verweigerung betrifft - nachdem ich ja ein Prügelkind bin, habe ich mich damals einfach allem verweigert - ergo - Schulabgang - ergo Hauptschulabschluss - ergo Berufsfindung - ergo jemand aus der Familie kennt jemanden - ergo Eignungstest - ergo Beamtenlaufbahn oder Einzelhandelskaufmann - ergo guten Eignungstest gemacht - ergo Beziehungen auf fruchtbaren Boden gefallen - ergo Beamtenlaufbahn - ergo eigene Wohnung mit 15 - ergo - ich bin der Chef - ergo - auf die Fresse gekriegt - wieder mal - ergo Klappe halten oder Erziehungsheim - ergo - Klappe gehalten.

  • 40. pixelpiet  |  28.09.2008 um 22.10

    … und jetzt ist erstmal eine ERGO-Psychotherapie zum entwöhnen angesagt, oder ist das ein Sprachfehler? :-) :-) :clown: :clown:

  • 41. lord.daywalker  |  28.09.2008 um 22.20

    Gut dass Du mich drauf aufmerksam machst - ich habe ja morgen um 09:00 Uhr einen Termin beim Psychiater meines Vertrauens - da kann ich ihn ja gleich mal drauf ansprechen ;-d

  • 42. Drako  |  29.09.2008 um 05.36

    @yana 2 Scherze
    nun, wenn du grundsätzlich davon ausgehst, daß deine Klugheit nicht ausreicht, gewisse Leute von deiner Befindlichkeit zu überzeugen, bzw einen Kompromiß zu deinen Gunsten auszuhandeln, könnte ich das als prinzipiellen Kampf deuten - der nichts bringt außer eine sehr fragwürdige Festigung eigener Standpunkte.
    Ich könnte es auch Dummheit nennen, was nützt einem Klugheit, wenn sie nur dem Wunsch oder Zwang dient, klug zu sein.
    Die alten Griechen nannten das Scholastik…
    Die Dummheit hat viele Gesichter, ich bin dumm, wenn Dummheit nützt.
    Ich vermute, für dich ist Dummheit fehlende Anstrengung, sich um Klugheit zu bemühen, nur es wird sich niemand bemühen, der in Klugheit keinen Sinn sieht .
    Es steht dir sicher frei, dich zur Speerspitze gegen die Vernunft - Resistenten zu erklären, daß hierbei jegliche Form von Aggression völlig unangebracht ist, zeigt die Geschichte.
    Es funktioniert nur, für sich selbst klug zu sein, nur so kann Mensch motivieren.
    Dann klappts auch mit dem Fallmanager…
    :-8

    @pixel 2 Ergo…
    solange man sich nicht dran gewöhnt
    :-)

    @Master Day 2 Psychiater
    …is immer gut, einen auf Tasche zu haben…
    ;-)

  • 43. Cybaer  |  29.09.2008 um 09.44

    @yana
    Was ist denn deiner Meinung nach bei meinen Äußerungen “gesellschaftsverachtend”? :-?

    “Inzest”: Ich komme darauf, weil ich verdeutlichen möchte, daß so manche Normen in unserer Gesellschaft keineswegs selbstverständlich sind, bzw. andere Gesellschaften andere Normen haben, die zu unseren durchaus diametral stehen. Und das ist ein ebenso krasses, wie aktuell diskutiertes Beispiel (s. aktuellen Fall und BVG-Urteil und Hassemer).

    Man sollte IMHO prinzipiell hinterfragen, woher (quasi vorgeschriebene) Normen (oder generell: Vorschriften) kommen, und warum dem so ist (”cui bono”). (In Fragen der Sexualmoral hat sich die RKK besonders rigide hervorgetan - und tut es noch -, was übrigens weniger mit “Sinn & Verstand”, als mit “Macht” zu tun hat. Dazu kann man einiges lesen, oder man liest nur die Bibel - jedem seine persönliche Entscheidung. Ich persönlich ahbe dazu einiges gelesen, und würde aber auch sonst einer Institution nicht trauen, die z.B. Nächstenliebe predigt, aber das Blut von Abermillionen an ihren Fingern kleben hat …)

    Ich empfinde generell sog. “opferlose Straftaten” nicht als strafwürdig. Selbst, s. auch Hassemer, so einen Brocken wie “Inzest” nicht - wobei ich, wie alle anderen Gegner des “Inzest-Paragraphen” auch, davon ausgehe, daß das nur Inzest betrifft, der, wie im aktuellen Fall, aus freien Stücken in absoluter Selbstbestimmung geschieht - für alles andere, Vergewaltigung, Mißbrauch (insbes. von Schutzbefohlenen), etc. gibt es bereits sonstige Gesetze, die ja auch nach wie vor gültig bleiben sollen.

    Und ich empfinde auch Lügen die niemanden Schaden zufügen (also “opferlose Lügen”) nicht als etwas, was mir Sorgen bereiten würde.

    Sowohl abweichende Gesellschaftsansichten, als auch die Opferlosigkeit haben mich also dieses aktuelle Beispiel wählen lassen.

    “China”: Die waren schon eine Hochkultur, als unsere Vorfahren noch barbusig und mit allseits langen, verfilzten Haaren durch die hiesigen Urwälder rannten.

    Deine (schier unerträgliche und wirklich peinliche) Arroganz gegenüber China ist bezeichnend (für, oder besser: gegen dich), auch wenn man sie sicherlich im westlichen Kulturkreis häufiger vorfindet …

    “Lügenfreie Gesellschaft”: Das hat nichts mit mir persönlich zu tun. Falls dich das Thema wirklich interessiert (was ehrlich gesagt nicht so aussieht), würde ich dir dringend empfehlen, mal ein paar gute Bücher (oder zumindest Artikel) zu den Themen “Entwicklungspsychologie” und “Psychologische Hintergründe der Lüge”, bzw. deren Notwendigkeit für die Gesellschaft zu lesen.

    Ich saug mir meine Meinung zu diesem Thema ganz gewiss nicht unreflektiert aus den ungebildeten Fingern - bei dir wäre ich mir da nicht so sicher … :-?

    Ich bin mir aber sicher, daß es auch in deiner Nähe eine Stadtbücherei gibt, wo Du entsprechende Literatur einsehen kannst …

    “Amerika & Gesellschaft”: Ja, es gibt sehr viele Dinge, die ich positiv finde. Ich bin, bei aufmerksamerer Lektüre der Day-Kommentare sollte man das auch herauslesen können, ein rundherum positiv denkender Mensch. Ein richtiger “Sonnenschein”. :-p

    Was ich allerdings auf den Tod nicht ausstehen kann, sind bigotte Menschen, oder auch solche, die nicht von 12 bis Mittag denken, meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, und dabei weder rudimentäres Halbwissen an den Tag legen, noch bereit sind, über den Tellerrand ihrer vorgefaßten Meinung hinauszuschauen! (Und am besten noch abweichende Meinungen zum Anlaß zu nehmen, ausfallend zu werden, statt sich mal ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen.)

    Und den Abschnitt darfst Du gerne als sehr persönliche, aber dafür absolut ehrliche Kritik ansehen! :-)

    Und BTW: Ich sprach auch nicht von “den Amerikanern”, sondern von ganz bestimmten Amerikanern. Und ich sprach auch nicht von “Glauben” allgemein, sondern explizit von der RKK. Nur um das klarzustellen, wenn Du es schon in Rage(?) bewußt oder unbewußt “falsch liest” …

    @Day
    “Hartz IV”: Nun ja, “Obrigkeitsdenken” und schlicht “Angst”. Aber wie sagst Du doch so schön: “Lieber stehend sterben, als knieend leben!” :-p

    Ich glaube, auch wenn man den Duckmäuser gegenüber dem Arge-Betreuer gibt: Vor Schikane, Inkompetenz, etc. bist Du dort eh nicht sicher (ähnlich wie bei Versicherungen: zahlen wir erstmal nicht/weniger - mal sehen, was passiert). Die explosionsartig gestiegene Zahl der Sozialgerichtsverfahren sprechen da IMHO eine deutliche Sprache - zumal die Arge 50% der Verfahren verliert …

    Und was Recht ist, hat der Arge-Bearbeiter nicht zu entscheiden - auch dann nicht, wenn ihm jemand seine Meinung geigt (ob berechtigt oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt). Und da Sozialgerichtsverfahren für die H4/Sozi-Empfänger kostenlos sind, drückt sich da wohl ein gestiegenes Selbstbewußtsein der “Bittsteller” aus … ;-)

    “Positive/negative Weltsicht”: Und ich frage mich, wie man zu einer so negativen Weltsicht kommt (meine Vermutungen will ich hier aber nicht ausbreiten - wir kennen ja beide jeweilige wichtige Faktoren, die unser Leben geprägt haben). Ist trotzdem für mich wohl genauso unerklärlich, wie umgekehrt für dich - nur daß ich niemanden jemals um seinen Pessimismus beneiden würde … ;-)

  • 44. Cybaer  |  29.09.2008 um 09.49

    @Day - oh, noch vergessen:
    “Bäckereifachverkäuferin”: Da ich, dank sonnigem Gemüt, die Verkäuferinnen immer so anstrahle, passiert es immer mal wieder, daß sie denken, ich wäre in sie verknallt (oder zumindest ein Mann, der freundlich genug ist, um mal eine verschämte “Anmache” zu starten). Freundliche Menschen sind wohl, zumindest in der Stadt, zu selten gesät … :-(

    … auch wenn ich nicht soooo freundlich bin, als daß ich ihnen dann nicht doch (zumindest indirekt durch Verweigerung) deutlich mache, daß ich wirklich nur Brötchen & Co. kaufen möchte. ;-)

  • 45. Cybaer  |  29.09.2008 um 15.56

    @pixelpiet

    > und jetzt ist erstmal eine ERGO-Psychotherapie zum entwöhnen angesagt, oder ist das ein Sprachfehler?

    :love:

    Was hat er aber wirklich bekommen? Die EGOR-Psychotherapie!*)

    *) Special testet by “Oppa Daywalker”! :-)

    :-)

  • 46. lord.daywalker  |  29.09.2008 um 16.01

    Die geht in der Tat gut ab :oops:

  • 47. yana  |  30.09.2008 um 06.50

    @drako:
    Warum sollte völlig Fremde meine Befindlichkeit interessieren? Das hat mit meiner Klugheit oder deren Dummheit doch nichts zu tun…

    Klugheit um ihrer selbst Willen finde ich durchaus positiv. Immerhin haben die ollen Griechen damit ja auch eine Kultur begründet :oops:

    Und mit “Dummheit nützt, Dummheit schützt” konnte ich noch nie etwas anfangen…

    @Cybaer:
    glücklicherweise bin ich eine Frau. Das heißt, ich muß mit dir nicht ausdiskutieren, wer von uns den längeren hat. Und dich auch nicht von meiner Intelligenz oder Bildung überzeugen. Deshalb nur ganz kurz: religiöse Gefühle so vieler Menschen kurz als verblödet oder rückständig zu bezeichnen, ist durchaus Gesellschaftsverachtend. Nur, weil du Religiösität nicht verstehst, kann das bei anderen doch durchaus anders sein, ohne, daß die gleich Idioten sind. “Nur” gegen RKK und Mormonen? Hast du eine ungefähre Ahnung, wie viele Menschen du da unbesehen über einen Kamm scherst? Und nennst MICH dumm und bigott??? :kotz:
    “Opferlose Straftaten” gibt es nicht. Wenn niemand da ist, um den Baum fallen zu hören, hat er trotzdem existiert. Nachweislich hat der Schlag eines Schmetterlingsflügels globale Auswirkungen. Straftaten sind da kosmisch anzusiedeln.
    Ich bin durchaus nicht arrogant gegenüber China oder der Chinesischen Kultur. Ich würde nur nicht da leben wollen. Wenn dus möchtest: bitte, wandere aus.

  • 48. Drako  |  30.09.2008 um 14.09

    @yana
    Klingt schon etwas bigott, wenn du mir die ” Dinoaurier ” vorhältst, und mit den ” alten Griechen ” argumentierst.
    Überhaupt habe ich den Eindruck, daß du Prinzipien reitest, denn so wies aussieht, nützen sie dir nur als Mittel, dich zu streiten.
    Bildlich gesprochen sehe ich das Leben als riesiges Mosaik, aus dem du dir mit deiner Logik nur die Steinchen raussuchst, die dir in den Kram passen.
    Das ist auch ein Selbstbetrug, weil alle anderen verleugnet werden.
    Und Religion ist und bleibt in Geselschaften, wo jedem alternatives Wissen zugänglich ist, das Beispiel Nr.1 für den Nutzen und den Schutz der Dummheit, ich kann jedenfalls nachvollziehen, daß Menschen lieber die Verantwortlichkeit fürs eigene Leben in symbolischen Schutz abgeben, als das in aller Konsequenz bei sich zu belassen.

    Es geht bei dem Mitteilen von Befindlichkeiten nicht darum, andere zu interessieren, sondern ausschließlich um die Untermauerung deines Zustandes, vielleicht ziehst du es ja vor, deine Abhängigkeit von gewissen Ämtern, die dir zuwider ist, mit spürbarer Ab - lehnung zu bezeichnen.
    Die wiederum völlig konträr zu einer zufriedenstellenden Einigung steht.

    Wenn du davon ausgehst, daß du völlig in Ordnung bist, sollte sich das auch in dem Verhalten deiner Umwelt spiegeln.
    Wenn dir deine Umwelt allerdings scheißegal ist, du sie hasst, ist es klar, daß du Machtattitüden an den Tag legst.
    Die sich u.a. darin äußern, das du dir nur Situationen und Personen wünschst, die du dir zurechtformen kannst.
    Wo wir bei der Lüge wären, denn es ist Selbstbetrug, die eigene Meinung als etwas anderes als Darstellung der EIGENEN momentanen Situation zu sehen.
    Dementsprechend lese ich aus der Art und Weise , wie du Argumente anderer nicht hinzuziehst, übergehst, und deine Meinung fast mit aller Gewalt durchzusetzen versuchst, große Verbitterung.
    Ich jedenfalls kann sagen, daß deine Meinungen nur ein winziges Teil deiner selbst sind, steht die Frage, was wärst du ohne sie?

    @all
    Dieser Thread, wie auch die anderen, ähnlich intensiven, hat für mich 3 Komponenten:
    die Freude an verbalem Kontakt
    die Möglichkeit, Meinungen auszutauschen und damit auch , bei passender Gelegenheit, andere, bessere Argumente anzuerkennen
    und
    das Empfinden für Gemeinsames und weniger Gemeinsames zu haben

    Falls ich jedoch den Eindruck habe, daß das Thema als Vehikel dient, sein Mütchen zu kühlen, Kämpfe auszufechten, nehm ich mich raus.
    Dazu geh ich in die Arena…
    :fritz:

  • 49. lord.daywalker  |  30.09.2008 um 18.14

    Ich mag ja Gladiatorenkämpfe :clown:

  • 50. Cybaer  |  30.09.2008 um 19.08

    @yana
    > Deshalb nur ganz kurz: religiöse Gefühle so vieler Menschen kurz als verblödet oder rückständig zu bezeichnen, ist durchaus Gesellschaftsverachtend.

    OK, wenn sich das nur darauf bezieht, kann ich damit gut leben. :oops:

    Konkret: Gibt es einen Gott? Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht, aber ich kann mir auch durchaus so ein “allmächtiges Wesen” vorstellen …

    … und habe deswegen auch vollstes Verständnis für Gottes-Glauben - auch bei eher nüchternen, naturwissenschaftlich orientierten Menschen.

    Habe ich also ein Problem mit Leuten, die an einen Gott glauben? In keinster Weise. Zumal Glaube Privatsache ist.

    Aber: Ich habe absolut etwas gegen Leute (egal ob auf Relion basierend oder sonstwas), die mit ihrem Gottesglauben anderen auf den Zeiger gehen wollen. Sprich: Die meinen, mir und anderen Vorschriften machen zu müssen oder auch nur zu wollen, da sie, und nur sie, ja bekanntlich die göttliche, und damit einzige Wahrheit besitzen.

    Und im Fall der RKK sehe ich, daß sich diese deren “Vorschriften” nicht nur auf Mitglieder der RKK beziehen, sondern sich auch in unserer allgemeinen Normen & Gesetzen breit gemacht haben (die von den rechtsstehenden Politikern gern beschworene “abendländische Tradition” und “Leitkultur”).

    Im Fall der Mormonen sehe ich nicht nur, daß sie nicht so leben, wie ich mir das vorstelle (geschenkt, ich werde einfach kein Mormone ;-)), sondern auch, wie sie mit Mitgliedern ihrer eigenen Kirche verfahren, die sich herausnehmen, nicht dem Disney-Klischee entsprechen zu wollen.

    Leider sehen viele Gläubige (insbes. eben der RKK und auch der Mormonen) Toleranz (wenn überhaupt) als eine Art Einbahnstraße. Man soll so tolerant sein, sie so leben und wirken zu lassen, wie sie möchten (gerne unterstützt durch Kirchensteuer und allg. Steuergelder), aber wehe, man reklamiert die Toleranz auch für sich.

    Ich möchte gar nicht wissen, wiie oft in diesem Land die nicht-religösen Gefühle der Menschen verletzt werden …

    > Hast du eine ungefähre Ahnung, wie viele Menschen du da unbesehen über einen Kamm scherst?

    Ja.

    > Und nennst MICH dumm und bigott??? :kotz:

    Hmm, ich glaube, dich persönlich habe ich nicht “bigott” genannt.

    Und “dumm”? Nun ja, zumindest arg “lernresitent”.

    Ich meine, wenn mich ein Thema interessiert, dann bilde ich mich vielleicht mal zu diesem Thema weiter, als nur rumzuschwadronieren, über das, was mir nicht gefällt. Bisher habe ich von dir nur den Eindruck: hier stehe ich, unbefleckt von Erkenntnis die jenseits meiner unfundierten Meinung liegt, und nicht gewillt, daran etwas zu ändern.

    Ich meine: Mich interessiert das Thema “Lüge” ja (offensichtlich) auch - sonst hätte ich ja wohl kaum darüber so viel gelesen, oder?

    Ich habe versucht, in einigermaßen wenigen Worten meinen Kenntnisstand zu erklären; zu komprimieren, worüber ich einiges mehr gelesen habe, als auch ein großer Blogeintrag üblicherweise lang ist. ;-)

    Das kann man sich mal durch den Kopf gehen lassen, da kann man eigenes oder erworbenes Wissen einwerfen, das dem widerspricht. Und dann kann man darüber diskutieren, und am Ende gibt es einen Erkenntnisgewinn für alle.

    Mir scheint aber, dir ist nicht an Diskussion und Erkenntnisgewinn gelegen, sondern schlicht am Abrotzen deiner fertigen Meinung und gut ist. Das ist für die Zukunft gut zu wissen, da reicht dann fürderhin auch ein schlichterer Kommentar zu solchen Meinungs-Blogeinträgen wie z.B. “Interressante Meinung, offensichtlich aufgrund des Umstands, daß Du dich nicht hinreichend mit der Materie beschäftigt hast.”

    >“Opferlose Straftaten” gibt es nicht.

    Das ist ein feststehender, juristischer Terminus. Schön für die Juristen zu hören, daß es das gar nicht gibt, worüber sie diskutieren, aber ich glaube nicht, daß sie durch deine Feststellung ihre Sichtweise ändern.

    Dein “Baum-Vergleich” geht leider total am Thema vorbei. Verbunden mit dem Hinweis, daß es “opferlose Straftaten” gar nicht gäbe, befürchte ich, daß Du gar nicht verstanden hast, worum es dabei geht. :-?

    Konstruiertes Beispiel (leider nicht weit hergeholt): der Gesetzgeber beschließt, außerehelichen Sex zukünftig unter Strafe zu stellen. Z.B. weil die CDU die absolute Mehrheit bekommen kat, und die RKK die religiösen Politiker dort drängt, doch endlich mal was gegen die Sünde zu unternehmen, daß Menschen unverheiratet Sex miteinander haben (von gleichgeschlechtlichem Sex will ich schon gar nicht anfangen).

    Nun denke ich aber: Scheiß drauf! Es geht niemanden etwas an, wenn ich mit meiner Nachbarin einen Quickie schieb. Bzw. geht nur sie das an, und mich.

    Das wäre dann eine Straftat. Aber eine opferlose, denn weder sie noch ich wurden geschädigt, nein, wir wollten es sogar beide gaaaanz dringend! :-)

    Es ist noch nicht allzulange her, da waren homosexuelle Kontakte hierzulande noch strafbar! (Sünde!) Und ich war als Jugendlicher noch mit dem Umstand konfrontiert, daß, wenn ich bei einer Freundin zuhause war (oder sie bei mir), die jeweiligen Eltern sich ggf. wg. “Kuppelei” strafbar machten.

    > Nachweislich hat der Schlag eines Schmetterlingsflügels globale Auswirkungen.

    Über die Choastheorie und dem sehr oft falsch verstanden wie zitierten “Schmetterlingsflügel”, werde ich mich jetzt bestimmt nicht mehr äußern. Du weißt es ja eh besser … :-)

    Chaosforscher selbst sind übrigens der Meinung, daß die meisten Menschen, die den Schmetterlingsflügel zitieren, nicht wirklich wissen, wovon sie reden, und das Beispiel mißbräuchlich verwenden.

    Wäre aber natürlich schön, wenn Du zu dem Thema mehr gelesen hast, als zum Thema “Lüge” … :-)

    > Straftaten sind da kosmisch anzusiedeln.

    Was eine Straftat ist, und was nicht, haben Menschen beschlossen. Das ist nicht kosmisch,, sondern äußerst irdisch. :-(

    > Ich bin durchaus nicht arrogant gegenüber China oder der Chinesischen Kultur.

    Fein, das las sich nämlich nicht so. Gut, daß das geklärt ist …

    > Ich würde nur nicht da leben wollen. Wenn dus möchtest: bitte, wandere aus.

    Herrlich! Fast 20 Jahre ist die DDR jetzt Vergangenheit, und es gibt sie immer noch, die Leute, die sagen: “Geh doch nach drüben!” Geil! Großes Kino! Allein dafür hat sich das kommentieren gelohnt … :love:

    @Drako
    100% Zustimmung

  • 51. Drako  |  30.09.2008 um 23.35

    @cybaer
    ich würde lügen, wenn ich sagte, daß mir deine Zustimmung egal ist…
    besser gesagt, ich nicht generell welche brauche.
    ;-)
    @Master Day 2 Gladiatoren
    dito, wenn sie nicht gefakt sind, es war schon damals, zu Hoch- Zeiten ,üblich, den ungeliebten Kontrahenten schwächende Drogen unterzujubeln.
    und - alles da, wos hingehört…
    :fritz:

  • 52. yana  |  01.10.2008 um 07.50

    @day:
    Ich stell mir grade vor, wie du dir mich im Amazonen-Kostüm vorstellst :oops:

    @drako:
    ja, stoß nur ins gleiche Horn wie Cybaer, wenn dir selbst nichts mehr einfällt.
    Die Dinosaurier-Griechen haben unter anderem auch deine Kultur und Gesellschaft mit beeinflußt. Das hat nichts mit Bigotterie zu tun, sondern mit schlichter Deduktion.
    Warum sollte ich mir aus den Mosaiksteinchen NICHT die raussuchen, die meinen Standpunkt untermauern??? Das hat nichts mit streiten zu tun, sondern mit Logik. Schon mal mit Diskussionskultur beschäftigt?
    Religion schlicht als “Dummheit” abzuwerten, ist einfach nur arrogant. Und dumm.
    Selbstverständlich will man andere interessieren, teilt man ihnen etwas mit. Und seien es auch “nur” die eigenen Befindlichkeiten. Das ist nämlich Sinn eines Dialoges, ansonsten könnte man Selbstgespräche führen.
    Erklär mir doch bitte mal näher, wo ich meine Umwelt hasse oder Machtattitüden an den Tag lege. Einfach Behauptungen aufstellen kann jeder. Wie wäre es mit Untermauerung?
    Ach so, du argumentierst also NICHT, um deine Meinung rüberzubringen??? Warum dann überhaupt? Um dich reden zu hören?(oder hier zu lesen?)

  • 53. yana  |  01.10.2008 um 08.03

    @cybaer:
    Ich weiß auch nicht, ob es einen Gott gibt. Aber ich kann damit leben, daß es Menschen gibt, die (gern) daran glauben. Und, daß sie auf der Suche danach Fehler machen. Wie z.B. den, aus dieser Welt einen bessern Ort(zugegeben: subjektiv) machen zu wollen. Immerhin bemüht sich mal überhaupt jemand…
    Um intolerant zu sein, muß man mitnichten glauben.

    Du glaubst also, alle Weisheit dieser Welt läge in Büchern? Ich sage dir das jetzt nur ungern. Aber alles lesen dieser Welt wird dich nicht zu einem weiseren Menschen machen. Man muß nämlich auch reflektieren können. Anscheinend geht dir das ab. Das passiert zwangsläufig, wenn man mit Tunnelblick liest, wie du es anscheinend tust. Soll ich dir mal ein paar Bücher zu dem Thema leihen?
    Was dir anscheinend völlig abgegangen ist, war, daß mein ursprünglicher Beitrag im Ethikbereich angesiedelt is. Deshalb nehme ich zwar gern am Rande zur Kenntnis, wie wohl Juristen bestimmte Begriffe definieren. Meinen Versuch, auf die Ursprungsebene zurückzuführen hast du anscheinend jedenfalls nicht bemerkt.
    Ach ja, nur DU hast jemals etwas gelesen zu Themen, über die du dich äußerst, das Weibchen hat bestimmt noch nie wirklich etwas über Chaostheorie gelesen oder nachgedacht. Au Mann, wie kann ein einzelner Kerl nur so vernagelt sein…
    Was hat das Ganze jetzt bitte wieder mit DDR zu tun??? Das entzieht sich mir grade…

  • 54. lord.daywalker  |  01.10.2008 um 08.47

    @yana
    Cooler Anblick ;-d

  • 55. Drako  |  01.10.2008 um 13.23

    @yana
    all deine Fragen sind bereits entgegenkommend beantwortet.
    Ich vermisse jegliches Verständnis für Meinungen, die nicht in deinem Sinn sind.
    Dementsprechend fehlt nach inzwischen 54 commends immer noch eine wichtige Grundlage für einen Dialog.
    Ich beende hiermit meine An - Teilnahme.

  • 56. Cybaer  |  01.10.2008 um 17.35

    @yana
    > Aber ich kann damit leben, daß es Menschen gibt, die (gern) daran glauben.

    Da sind wir uns dann ja mal einig. :-b

    > Wie z.B. den, aus dieser Welt einen bessern Ort(zugegeben: subjektiv) machen zu wollen. Immerhin bemüht sich mal überhaupt jemand…

    IMHO braucht es keinerlei Gottesglauben, um die Welt besser zu machen.

    Aber es sind schon einige Menschen auf der Folterbank und Scheiterhaufen der RKK gelandet, die die Welt auch besser machen wollten, was der Institution Kirche (was nicht zu verwechseln ist mit Religösität) aber nicht so gefiel.

    Außerdem: “Die Gesellschaft” ist nicht “die Kirche”. Und “die Kirche” ist nicht “die gläubige Menschen”.

    Nicht alle religiösen Menschen sind in einer Kirche, und ganz bestimmt nicht in der RKK. Und nicht alle Mitglieder der Gesellschaft sind gläubig, geschweige denn Mitglied der RKK (ehrlich gesagt, ist die Mehrheit unserer Gesellschaft nicht katholisch, und die stetig abnehmeenden Mitgliederzahlen, sprechen ja auch eine deutliche Sprache). Glaube ist Privatsache, und Kritik an der RKK mithin auch eher Privatkritik (niemand wird schließlich in diesen Verein gezwungen), als daß die Äußerungen “gesellschaftsverachtend” sind. Gesellschaft mit Kirche auch nur annähernd gleichsetzen zu wollen, das ist “gesellschaftsverachtend”.

    > Um intolerant zu sein, muß man mitnichten glauben.

    Aber es hilft offenbar ungemein, wie die Geschichtsschreibung der letzten Jahrhunderte lehrt …

    Viele stellen sich auch die Frage, ob der Monotheismus, da er per se einen Absolutsheitsanspruch stellt (”es gibt nur einen Gott”) nicht diese Frucht der bösen Saat automatisch in sich trägt …

    > Du glaubst also, alle Weisheit dieser Welt läge in Büchern?

    Nein, sie liegt in uns. Aber Bücher helfen dabei, Wissen zu erhalten und zu verbreiten.

    Wobei es natürlich auch hier Bücher und Bücher gibt (also solche, die man lesen darf, und solche, die die RKK lieber verhindert hat, oder es am liebsten möchte). :-)

    > Ich sage dir das jetzt nur ungern.

    Ich glaube, Du lügst. :-)

    > Man muß nämlich auch reflektieren können. Anscheinend geht dir das ab.

    Hmm, aus deinem Mund klingt das irgendwie lächerlich.

    > Soll ich dir mal ein paar Bücher zu dem Thema leihen?

    Es reicht, mir die ISBNs zu mailen. Ich bin im Ursprungsberuf Buchhändler, und kann mir das dann schon zusammensuchen …

    > Was dir anscheinend völlig abgegangen ist, war, daß mein ursprünglicher Beitrag im Ethikbereich angesiedelt is. Deshalb nehme ich zwar gern am Rande zur Kenntnis, wie wohl Juristen bestimmte Begriffe definieren.

    Ja, klar, über andere zu richten, hat ja auch so rein gar nichts mit Ethik zu tun … :-)

    Und hanebüchene “Baum”- & “Kosmos”-Vergleiche haben auch weder was mit der ursprünglichen, noch mit der juristischen Thematik was zu tun. Wenn Du die Thematik zu wechseln oder “rückzuführen gedenkst, schreib das doch bitte zu, wenn es schon aus dem Text nicht ersichtlich ist … :-)

    > Meinen Versuch, auf die Ursprungsebene zurückzuführen hast du anscheinend jedenfalls nicht bemerkt.

    Ehrlich gesagt: Nein. Welche Stelle meinst Du denn konkret, wo Du “zurückgeführt” hast.

    > Ach ja, nur DU hast jemals etwas gelesen zu Themen, über die du dich äußerst, das Weibchen hat bestimmt noch nie wirklich etwas über Chaostheorie gelesen oder nachgedacht.

    Zumindest war das aus deinem kurzen Satz nicht erkennbar. Denn “nachweislich” etwas vom “Schmetterlingsflügeln” abhängig werden zu lassen, ist so ein klassischer faux pas, bei dem sich bei den Chaosforschen die Nasenhaare kringeln … :-)

    > Au Mann, wie kann ein einzelner Kerl nur so vernagelt sein…

    BTW: Hast Du eigentlich irgendeinen “Komplex” oder “Neurose” was Männer angeht? Eigentlich wollte ich auf den von dir eingeführten Schwanzvergleich schon antworten, daß Du dich da verrennst. Ich bin Anhänger der Gleichberechtigung, und bin auch der Meinung, daß Frauen nicht nur ein Gehirn haben sollten, um Rosamunde-Pilcher-Romane zu lesen, sondern sich gerne auch bilden dürfen. :-)

    Da Du aber, außer mangelhaftem Textverständnis, Diffamierungsversuchen und sonstigem Blabla nur deine Meinung, nicht aber sonstiges Wissen diskussionsfähig vorgetragen hast, stehst Du mom. nicht gerade im Ruf, eine diskussionswürdige Basis zu bieten.

    Ich weiß aber, daß der Schein, den Du hier verbreitest, nicht prototypisch für eine kluge, aufgeklärte Frau ist. Dafür habe ich schon weitaus bessere Diskussionen mit Frauen gehabt …

    … und ich habe, schon beruflich bedingt (Buchhandlungen, Bibliothek, Verlag - also absolut von Frauen dominierte Berufe), im Laufe meines Lebens mit wirklich vielen interessanten und gebildeten Frauen zusammenarbeiten, lachen und diskutieren dürfen.

    > Was hat das Ganze jetzt bitte wieder mit DDR zu tun??? Das entzieht sich mir grade…

    Der Satz “Dann geh doch rüber” (ehedem: DDR, jetzt dankenswerterweise China - aber das Ziel spielt auch gar keine Rolle) war schon immer die denkbar dümmste Replik auf einen Sachverhalt, der einem nicht behagt, über den man nicht diskutieren will (schon weil man weiß, daß die eigene Position schwächelt). Das ist ein absoluter Klassiker deutscher Dumpfbacken …

    … und garantiert geschlechtsunabhängig. :-)

  • 57. yana  |  02.10.2008 um 11.29

    Halten wir also als Schlußwort fest, daß jeder von uns beiden ganz ehrlich den jeweils anderen für einen ungebildeten, bornierten und sexistischen Idioten hält.

  • 58. Cybaer  |  02.10.2008 um 16.41

    Das kann man so stehen lassen.

    Es soll dich aber trotzdem nicht davon abhalten, mir die ISBNs deiner von dir reflektierten Literatur zum Thema zu mailen, oder noch besser, hier zu veröffentlichen. ;-)

    Dann kann ich, oder jeder andere Interessent, ja auch mal reflektieren … :-)

  • 59. yana  |  02.10.2008 um 19.57

    ISBN-10: 3423330902

  • 60. Cybaer  |  04.10.2008 um 13.27

    Hmm, “Das Universum in der Nußschale” von Stephen Hawking? :-?

    Sicherlich ein “nettes” Buch (und hier ist “nett” genau so gemeint, wie man es gemeinhin versteht :-)) für jemanden, der sich für Astrophysik ein wenig interessiert, sich aber “schwerere” Fachliteratur nicht antun möchte.

    Aber ich hatte beim Thema “Warum lügen Menschen” eigentlich Fach- oder zumindest Sachliteratur aus dem Bereich Sozial- oder Geisteswissenschaften erwartet (Soziologie, Psychologie, Sozialpsychologie, …).

    Da sich mir nicht so ganz erschließt, was ein Buch zum Thema “Kosmologie” (bestenfalls “Kosmoganie”) auch bei noch so viel reflektieren mit dem Thema zu tun hat, sei doch bitte so gut, und nenne das Kapitel auf das Du dich beziehst. Sollte dir auch die gebundene Erstauflage vorliegen, dann gerne auch die Seitenzahl - ansonsten auch gerne als Zitat aus dem genannten Kapitel. Ich such mir die Stelle dann raus - hat ja nicht so viel Text das Buch …

  • 61. yana  |  04.10.2008 um 15.40

    Wir waren bei Literatur zur Chaostheorie. Und da darfst du dir die entsprechenden Seitenzahlen gerne selber raussuchen. Den ganzen Sozialwissenschaftskram hatte ich mir vor Jahren das meiste bei einer Studienfreundin angelesen, die Lehramt studiert hat. Bei mir selber habe ich höchstens noch das eine oder andere Buch auf dem Dachboden-und da habe ich grade keine Lust zu kramen. Wozu auch? Du weißt ja eh alles besser. Der ultimative Universalgelehrte…

  • 62. lord.daywalker  |  04.10.2008 um 16.55

    @Yana
    Nimms leicht - an Cybaer hat sich schon so Mancher die Zähne ausgebissen ;-d

  • 63. Cybaer  |  08.10.2008 um 08.42

    @yana
    Ach so. Da hatte ich dich mißverstanden. (Aber auch über Literatur zur “Chaostheorie” verstehe ich etwas anderes …)

    “Universalgelehrter”:
    Man kann gerne mit mir diskutieren, wenn man denn damit überhaupt erstmal anfängt … :-)

    … und bei guten Argumenten (oder wenigstens: überhaupt Argumente), bin ich auch ergebnisoffen.

    Und: Was kann ich dafür, daß Du ausgerechnet die Themen an Land ziehst, die mich interessieren, und zu denen ich viel lese?

    (OK: Wenn es mich nicht interessieren würde, hätte ich auch gar nicht erst geschrieben … :-? )

    Dummerweise ist die Physik (insbes. die Kosmologie) auf meiner “Hobbyliste” direkt an 2. Stelle (EDV, da auch Beruf, nicht mitgerechnet) … :-)

    (An erster Stelle steht übrigens Politik & Geschichte, mit Schwerpunkt Militär(-geschichte). Falls Du zu diesem Bereich also auch gute Ideen hast … :-) )

    @Day
    “Cybaer’s friends: Ist er zu stark, bist du zu schwach.” :oops:

  • 64. lord.daywalker  |  08.10.2008 um 09.05

    @cybaer

    Ich hätte es nicht besser formulieren können :clown:

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