monströs: Babyfabriken

19.11.08 - 14:25 von MJoe

Ich habe in 2 Tageszeitungen darüber gelesen und danach weiter recherchiert. Die Meldungen zum Thema gehen leicht auseinander, aber im Prinzip sagen sie alle das selbe aus:
 
In Nigeria gibt es “Babyfabriken”. Pubertierende Mädchen aus mittellosen Familien werden gekauft oder entführt und in `Frauenkliniken` gebracht. Dort werden sie regelmäßig vergewaltigt und bringen ein Baby nach dem anderen auf die Welt. Manche Artikel sagen, die Frauen werden dafür bezahlt.
Diese Babies werden verkauft, als Arbeitskräfte, Soldaten, zur Prostitution oder für Adoptionen á la Brangelina.
Diese Fabriken sind zwar keine direkt staatlichen Einrichtungen, aber sie werden angeblich vom Staat geduldet.
 
Weitere Artikel:
n-tv
Kurier (erstaunlicherweise derselbe Wortlaut wie im Link darüber…)
Welt online (Auch hier derselbe Wortlaut! :-o )

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zuletzt: 08.01.2009 - 15:28

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  • 1. Name  |  19.11.2008 um 14.31

    das kann sich doch gar nicht rentieren. Eh solch ein Baby alt genug ist Soldat/Arbeitskraft oder sonst was zu sein hat es so viel gegessen und ist so viel Zeit vergangen, dass es wohl bedeutend billiger sein würde Kinder/Jugendliche aus Mittellosen Familien direkt zu verkaufen. Arme Menschen gibt es schon genug auf der Welt, die müssen nicht erst in Fabriken über Jahre gezüchtet werden.

  • 2. Farlion  |  19.11.2008 um 14.52

    Es ist der gleiche Wortlaut, weil es sich um eine Agenturmeldung der Presseagentur AFP handelt. Im Gegensatz zum Kurier führen n-tv und Welt Online auch die Quelle an: Susan Njanji, AFP

  • 3. MJoe  |  19.11.2008 um 14.58

    Danke, Farlion, für die Aufklärung.
    ich kenne Pressemitteilungen (von der apa zumindest) eigentlich immer nur sehr knapp, nur mit ein paar Fakten, hatte mir nicht gedacht, daß die auch ganze Artikel herausgeben.

    Ich frage mich nur, ob das für eine Zeitung wirklich gut ist, idente Artikel mit anderen zu veröffentlichen.

    So wie bei meiner Recherche jetzt, ich wollte MEHR Infos, nicht dreimal das selbe.

  • 4. Farlion  |  19.11.2008 um 15.09

    Du verwechselst hier Pressemitteilung mit Agenturmeldung, das sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe.
    Eine Pressemitteilung ist in der Regel kurzgefasst und bringt nur einen Zusammenriss von Informationen, anhand derer Redaktionen dann entscheiden, ob sich eine eigene Recherche mit folgendem, eigenen Artikel lohnt. Auch für irgendwelche Dementi oder ähnliches wird die Pressemitteilung verwendet.

    Die Agenturmeldung dagegen ist meistens schon ein komplett recherchierter und verfasster Artikel, der vom entsprechenden Herausgeber eines Nachrichtenmediums gekauft und, verändert oder unverändert, veröffentlicht wird.
    Du findest zum Beispiel häufig Berichte aus dem Ausland in kleinen Nachrichtenmagazinen, die selbst keine Korrespondenten im Ausland haben. Um den Bereich internationaler Nachrichten aber abdecken zu können, kaufen sie die bereits recherchierten und verfassten Artikel der Agenturen.

    Nur mit Kurzmitteilungen in Form einer Pressemitteilung könnten diese Agenturen gar nichts verdienen, weil der größte Teil der Pressemitteilungen von Unternehmen, Verbänden und Politikern kommen und kostenlos verbreitet werden.

  • 5. MJoe  |  19.11.2008 um 15.29

    Wow, wieder was dazugelernt.
    Danke! :-b

  • 6. Farlion  |  19.11.2008 um 15.31

    Danke, dass ich mein Wissen hier so hemmungslos ergießen durfte. ;)

  • 7. pixelpiet  |  19.11.2008 um 20.27

    >Ich frage mich nur, ob das für eine Zeitung wirklich gut ist, idente Artikel mit anderen zu veröffentlichen.

    Ergänzend zu den umfangreichen und interessanten Informationen von Farlion, möchte ich aber auch noch ein anderes “Problem” anreißen.

    Am Beispiel von Tageszeitungen kann man sehr schön, oder eben garnicht so schön beobachten, welche Auswirkungen die immer weiterwachsende Medienkonzentrationen haben. Kleinere Tageszeitungen können nicht alleine überleben, werden im für sie besten Falle von einem großen Medienkonzern geschluckt. Somit können nun alleine schon bei den nachrichten erhebliche Kosten gespart werden, da diese zentral aufbereitet und an die jeweiligen Tageszeitungsredaktionen quasi “vorgekaut” verteil werden.

    Von einem unabhängigen Jounalismus oder der tatsächlichen gegenwart von noch selbst recherchierenden Journalisten oder Redaktionen darf man in manchen Bereichen erst garnicht mehr ausgehen.

    Ausserdem gibt es eben aus diesem Grund auch immer mehr und wieder die groteske Situation, daß einer einfach beim anderen abschreibt. Ohne überhaupt oder selbst zu überprüfen ob die nachricht überhaupt stimmt oder eine Quelle vertrauenswürdig erscheint.

    Wer sich mal selbst einen Einblick verschaffen möchte, welche Aufgaben eine Redaktion oder Journalisten selbst erledigen sollten, der kann mal bei Stefan Niggemeiers bildblog.de vorbeischauen. Er arbeitet dort die versäumnisse der bekannten täglichen zeitung ab. und zeigt auch gerne mal mit dem Finger in die danach plötzlich umgesetzten Korrekturen etc.

    http://www.bildblog.de

    http://www.stefan-niggemeier.de

    PS.: Wie gesagt nur ein recht bekanntes Beispiel. Es gibt auch noch viele andere Leute im Netz die Ähnliches tun.

  • 8. pixelpiet  |  19.11.2008 um 21.05

    Gerade kann man genau den Effekt der Konzentration erleben bei der G+J-Wirtschaftspresse. Wirtschaftsredaktionen einzelner Zeitschriften (Capital, impulse, Börse Online) werden geschlossen, sämtliche Mitarbeiter entlassen. Sie dürfen sich aber auf einen Platz in einer gemeinschaftlichen Wirtschaftsredaktion bewerben.

    http://www.guj.de/index2.php4?.....19_20.php4

  • 9. Flocke von Kroetengruen  |  19.11.2008 um 23.04

    Ich gestatte mir, mal wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen:

    Allein die Vorstellung das solche Meldungen auch nur einen klitzekleinen Wahrheitsgehalt haben könnten schüttelt mich. Andererseits hab ich sowas irgendwie schonmal von einem anderen Land gehört, ist schon lange her…waren wohl auch solche Zuchtanstalten. Wie nannte sich das doch damals noch? Gabs da nicht nen bestimmten Namen für???
    *nachdenk*

  • 10. bored  |  20.11.2008 um 01.13

    effektiver weil einer zeitnahen abnahme der ware dienlich
    wäre babies als delikatesse in extravaganten restaurants für entsprechenden preise anzubieten .

    mein ja nur.
    so rein geschäftlich .

    aber wer will das schon.

    armin meiwes vielleicht
    als eine art haftbegünstigung .

    sponspred by fans.

    oder atengo dexter .
    vielleicht .

    :panic:

  • 11. monster.mauli  |  20.11.2008 um 05.37

    @artikel: zumindest wird im Pädo-Idiotenbereich damit gehandelt, zu Höchstpreisen.
    und es macht Sinn, mit den Babies zu handeln, als Kind kann man diesen Menschen bereits in den Krieg schicken und bis dahin im eigenen Sinne konditionieren!

  • 12. monster.mauli  |  20.11.2008 um 05.51

    @Journalismus: Es ist mittlerweile sogar so, daß die Medien, insbesondere zB Tageszeitungen ein erhebliches finanzielles Problem haben - die Anzeigenkunden sind im Vergleich zu vor 10Jahren >50% eingebrochen, die Abo-Zahlen sind rückläufig.

    Hast DU eine Tageszeitung abboniert?

    Es gibt mittlerweile Tageszeitungen, welche fertig “geliefert” werden, da schubsen ein paar Mediengestalter die Artikel und Anzeigen noch etwas rum - der Rest incl. Regional/Lokalnachrichten wird fertig geliefert…

    Mein Arbeitgeber - eine Tageszeitung, welche noch in privater Hand ist (selten!!!) - “sucht” sich im politischen und wirtschaftlichen Bereich die Artikel aus, ebenso teils im Sport, gelegentlich recherchiert die Wirtschaft regional/lokal nach und ansonsten sind meisten im Bereich Lokal und regionalnachrichten.

    Man darf zB auch nicht vergessen, was es kostet, einen recherchierten Artikel zu schreiben, das kann schon mehrere Tage - sogar Wochen dauern!

    und letztlich - was das Zusammenlegen der Redaktionen betrifft: für den Zustand von angstrebten Gewinnmaximierungen ist die Gesellschaft und somit jeder Einzelne mit verantwortlich. Da bin ich froh, daß mein Arbeitgeber noch auf privater Basis ist und mit dem Begriff “Mitarbeiterverantwortung” noch etwas anfangen kann - auch wenn er schon gezwungen war und ist, wirtschaftliche Konsequenzen zu ziehen.

  • 13. monster.mauli  |  20.11.2008 um 05.53

    achja, zu c11: ohne “Kotz-Smily” - so übel wie der sein müsste, bin ich froh, daß keiner zur Verfügung steht.

  • 14. MJoe  |  20.11.2008 um 11.33

    An c1:
    Darüber habe ich auch nachgedacht.
    Aber: Wenn die nur die ganzen bereits vorhandenen Jugendlichen rekrutieren, dann kriegen die ja keine Kinder mehr und irgendwann ist Ebbe mit Nachwuchs.
    So ist Nachwuchs sichergestellt, und noch dazu müssen keine Umerziehungsmaßnahmen vorgenommen werden.
    Man spart Peitschenhiebe und folterwerkzeug sowie -personal, Drogen und Revolten, weil ja die Kinder gar nix anderes kennen, als für Lustmolche die Beine breit zu machen oder auf andere zu schießen.
    Für die ist das dann normal. Sehr praktisch. :-8

    Und bored….Dein Kommentar erinnert mich an etwas. Ich glaube, von so einem Fall sogar schon gelesen zu haben, irgendwo in Asien, bin mir aber nimmer ganz sicher….

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