

Solide Handwerkskunst
Da sitzt sie vor mir. Dunkle, schulterlange Haare umrahmen ihr Gesicht. Sie wird sterben. Warum? Das ist für mich unerheblich. Man sagte mir, ich soll sie töten, mit einem Schwert. Das Ding, das sie Schwert nennen verdient den Namen nicht. Es ist zirka zwei Ellen lang, hat einen rhombusähnlichen Querschnitt, eher einem Florett nachempfunden. Und damit soll ich ihr den Kopf abschlagen? Dass ich nicht lache. Na gut, einen Versuch gebe ich uns. Ich greife das „Schwert“ mit beide Hände, nehme Maß, hole aus und schlage zu. Das Ding dringt mit der Klinge ungefähr einen Finger breit in Ihren Hals. Sie gibt einen dumpfen Laut von sich, kein Klagen, kein jammern. Braves Mädchen. Sie weiß, dass sie sterben wird, so oder so. Mit diesem Ding kann ich meine Arbeit nicht vollenden. Dann doch auf die gute alte Art, Handarbeit. Schnell und effizient. Das hat sie verdient. Sie blutet aus der klaffenden Wunde. Nichts dramatisches, ich habe kein großes Blutgefäß getroffen.
Wo ist mein Messer?
Ich habe es selbst entworfen, nachdem ich es in einem Traum gesehen habe. Diese Form ist einmalig. Es ist einer Streitaxtklinge nicht unähnlich. Einer Streitaxt, wie sie die Zwerge verwendeten. Nur das der Messergriff kurz hinter der Klinge ansetzt. So kann mehr Druck auf die Klinge ausgeübt werden, was die Schnitttiefe vergrößert und somit beim ersten Schnitt mehr Strukturen durchtrennt werden. Dadurch ist oft kein zweiter Schnitt nötig und es braucht weniger Kraft für das selbe Ergebnis, im Vergleich zu herkömmlichen Klingen. Ich habe es nun in meiner Hand. Ich stelle mich dicht hinter sie. Ihren Kopf lehnt sie an meine Brust. Mit der linken Hand fixiere ich ihre Stirn. Mit der rechten vollziehe ich den Schnitt quer durch ihren Hals. Das Geräusch, das dabei entsteht klingt als ob ein Steakmesser durch ein saftiges Rindersteak schneidet. Es wird zuerst die linke Halsschlagader, dann die Luftröhre und dann die rechte Halsschlagader durchtrennt. Das Blut fließt schnell aus der Wunde. Ich spüre ihr warmes Blut auf meiner Haut. Ich habe einen Eisengeschmack im Mund. Sie röchelt noch ein letztes Mal. Ich halte ihren Kopf, bis alles Leben aus ihrem Körper gewichen ist. Dann lass ich sie in sich zusammen sinken.
Es geht nichts über solide Handwerkskunst.

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Fragen
Es ist dunkel. Es ist still. Wo bin ich? Ich kann mich nicht bewegen. Es riecht muffig. Ich schnalze mit der Zunge, um die Grenzen des Raumes auszuloten, in dem ich mich befinde. Es klingt, als wäre der Raum sehr klein. Ich liege auf dem Rücken. Was ist mit mir passiert? Mir schmerzt der Rücken. Wie lange liege ich hier schon? Wie spät ist es? Warum ist es so ruhig? Ich muss schon sehr lange hier liegen. Mir sind die Beine eingeschlafen. Ich spüre sie nicht. Na, das werden tolle Schmerzen, wenn wieder Leben in meine Gehwerkzeuge kommt. Was ist mit meinen Armen, auch die kann ich nicht fühlen. Ich muss tief geschlafen haben. Oder war ich etwa betäubt. Warum sollte ich betäubt gewesen sein? Ich habe auch keinen Alkohol getrunken, also ein Vollrausch scheidet auch aus. Sonst hätte ich wohl auch Kopfschmerzen. Der Kopf liegt hart.
Ich bewege ihn von links nach rechts. Au, ich stoße an beiden Seiten an. Es klingt hölzern. Bin ich eingesperrt? Warum? Wer sollte mich einsperren und warum? Ich habe niemanden etwas getan. Warum kann ich meine Extremitäten nicht spüren? Mich wird doch niemand lebendig begraben haben. „Hallo, kann mich jemand hören“ Ich bin in einem Holzverlies eingesperrt und ich kann mich nicht bewegen. Scheiße, was zum Teufel ist hier los? Lieber Gott, lass es nur ein Albtraum sein, bitte, bitte! Ich würde mich ja kneifen, aber ich kann mich nicht bewegen. Scheiße scheiße scheiße. Es ist kalt. Ich puste mal über meine Brust. Ich merke den Lufthauch deutlich auf meiner Haut. Auf meiner Haut? Ich habe keine Kleider an. Wo ist meine Kleidung? Wer hat mich ausgezogen und warum? Warum ist es so still. Steht mein Verließ in einem Keller? Warum bin ich hier. Diese Ungewissheit macht mich verrückt. „Ich will hier raus“ Ich schreie aus voller Kehle.
Da, ich höre etwas. Still, nicht atmen, um besser hören zu können. Es ist wieder weg, das Geräusch. Es klang wie ein leises Kratzen. Nein, bitte keine Ratten. Ich hasse Ratten. Seit mich eine Mal gebissen hat, hasse ich diese Viecher. Ich habe mal gehört, dass diese Nager sogar auf ihre Fressfeinde losgehen, Katzen oder Hunde, um diese zu fressen. Wenn sie sich zusammenrotten, fressen sie alles, was sich bewegt. Bitte, keine Ratten! Wer könnte mich hier eingesperrt haben und warum? Ich muss mal. Ich liege hier, kann mich nicht bewegen und muss pinkeln. Was mach ich nur? Vielleicht kommt ja gleich jemand, dann hat das hoffentlich ein Ende und ich komme hier wieder raus. Das wird schon schlimm genug, wenn meine Arme und Beine „aufwachen“. „Hilfe, kann mich jemand hören?“
Also gut, ganz ruhig. Noch mal in aller Ruhe die Lage überdenken: Ich liege offensichtlich in einer Holzkiste in einem Raum, es riecht nicht nach Erde, also nicht irgendwo vergraben. Ich bin nackt und kann mich nicht bewegen. Was ist hier los? Ich kann nicht mehr liegen, ich muss mich in eine andere Lage bringen. Ich versuche mich auf die Seite zu drehen. Irgendwie geht das nicht. Was riecht hier so seltsam? Ich habe das schon mal gerochen. Nachdem ich Nasenbluten hatte. Altes Blut! Warum riecht es hier nach altem Blut. Was für Blut? Mein Blut etwa? Und warum? Scheiße, ich habe Angst. Was ist mit mir passiert?
Da, ich höre wieder etwas. Rascheln. Doch Ratten? Haben diese Viecher etwas mit meinem Zustand zu tun? Unmöglich. Da, ich höre wieder etwas. Schritte. Schwere Schritte. Plötzlich und langsam hebt sich der Deckel meines Gefängnisses. Grelles Licht. Da steht ein Mann. Ich kenne ihn nicht. Er trägt einen Bart. Er hat eine Axt in der Hand. Ich kann an mir herunter gucken. Ich bin nackt. Ich habe keine Beine mehr. Meine Arme, sie sind weg.

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Wie fühlt es sich an, jemandem sein Herz „still zu legen“?
Sehr dankbares Opfer für ein solches Experiment ist natürlich ein Pädophiler. Er weiß, was es heißt Schmerzen zu bereiten und kann sich somit noch mal leichter in die Rolle seiner Opfer versetzen. Also nicht lange reden. Das Opfer auf eine Vorrichtung spannen, die ihn an der Flucht hindert (in Fachkreisen nennt man so was auch Folterbank). Also ordentlich fixieren, sonst ist es schwer ordentlich zu arbeiten. Um auch unnötiges Geschrei zu vermeiden, ist es ratsam dem Opfer die Stimme zu nehmen. Dazu eignet sich ein Schnitt in die Luftröhre unterhalb! des Kehlkopfes. Den Schnitt nicht zu weit nach links oder rechts ausdehnen (auch wenn es schwer fällt), sonst war die ganze Mühe bisher für die Katz (die bekommt noch früh genug etwas ab)
Wo waren wir? Ah ja, für Ruhe sorgen!
Man nehme nun ein scharfes Skalpell und mache einen geraden (für Ästheten) Schnitt über dem Brustbein. Nun benötigt man eine kleine Flex, oder etwas ähnliches, um das Brustbein zu durchtrenne. Aber nicht zu tief schneiden, sonst gibt es eine Fontäne. Da liegt es nun vor uns, das schlagende Herz. Auch solche Wesen haben ein Organ, welches das Blut durch den Körper pumpt.
Genug gelabert, fangen wir an Spaß zu haben. Sinnvoll ist es sich nun einen Stoffhandschuh über die Hand zu ziehen. Das Herz ist sehr glitschig. Nun ein beherzter Griff in den geöffneten Brustkorb und das schlagende Organ in die Hand genommen. Gut fühlt es sich an. Am besten zu vergleichen mit einem kleinen Beutel, in dem sich zwei bis drei Mäuse befinden, die ganz aufgeregt in dem Beutel umherwuseln. Wenn man möchte kann man seinem Opfer nun das Herz zeigen und langsam damit beginnen, die hand zu einer Faust zu schließen, was nicht ganz so leicht ist. Man darf gerne die zweite Hand zur Hilfe nehmen.
Wenn man nun langsam aber konsequent zudrückt merkt man wie das Herz immer mehr Mühe aufbringt dagegen anzupumpen.
Wir sind stärker.
Wenn es beliebt kann man nun dem Opfer zusehen, wie die Lebensgeister schwinden. Er wird blasser, verdreht vielleicht die Augen, der Atem, ein Fauchen ist zu hören, geht immer schwerer, er haucht sein Leben aus. Wieder einer weniger.
Wenn man möchte kann man nun dem armen geduldigen Kätzchen etwas anbieten. Herz soll sehr zart sein.

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