Tagestext 04.06.2008

1 monster.senf 04.06.08 - 22:54 von K.

Der von K betreute Dieter H., 54 Jahre, lebte wegen eines frühkindlichen Hirnschadens zusammen mit seiner 76-jährigen Mutter im Alten- und Pflegeheim B. Als K den Speisesaal betrat, unter dessen Decke Schwalben kreisten, hatte Dieter H. den mit Mullbinden verbundenen Kopf vornüber auf den Tisch gelegt. Hinter ihm stand die überaus blauäugige Frau S. und schüttete ihm vorsichtig die Suppe in den Nacken, um seine Migräne zu lindern. Die Mutter von Dieter H. saß daneben und schlug gleichmäßig eine große Trommel. Lachend blickte die blinde Frau zu K auf und meinte entschuldigend: „Mein Sohn verträgt doch kein Blau“. Frau S kratzte mit einem Löffel auch noch die letzten Suppenreste vom Teller zusammen, träufelte sie vorsichtig auf Dieter Hs Nacken und lächelte K. an: „Es ist alles ganz anders, als du denkst.“


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Aktuelle Nachrichten - objektiv berichtet (04.01.2008)

2 monster.senf 04.01.08 - 13:43 von K.

K wusste aus eigener Erfahrung, wie hilfreich die Tätigkeit des Anwalts ist, wenn es darum geht, den guten Seiten eines Menschen zum Durchbruch zu verhelfen. Und so hatte er erwartet, dass der Münchner U-Bahn-Schläger seine Tat schon bald aufrichtig und von ganzem Herzen bereuen würde. „Wahrscheinlich werde sein Mandant einen Brief an den 76-jährigen Rentner schreiben, erklärte Serkan A.s Anwalt Oliver Schmidt am Freitag.

Netzeitung


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