Nichtrauchertagebuch – Die Geschichte einer Läuterung (9)

8 monster.senf 29.01.08 - 19:49 von K.

Unser heutiger Beitrag beschäftigt sich nicht mit den individuellen Schwierigkeiten, die sich dem Versuch in den Weg stellen, das Rauchen aufzugeben, sondern mit der Frage, wie selbst eigens für Entwöhnungswillige geschaffene Internetforen mit ihrer Klientel umgehen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, wurde ein User eines für werdende Nichtraucher eingerichteten Internet-Forums durch den Seitenbetreiber ausgeschlossen, nachdem er aufrichtig in dem betreffenden Forum über seine Schwierigkeiten mit der Nikotinentwöhnung berichtet hatte. Es handelt sich dabei um den 47-jährigen, aus dem nordbadischen M stammenden Herrn Coooper, der sich dem Forum in der Hoffnung angeschlossen hatte, zusammen mit anderen Betroffenen im Wege gegenseitiger Motivation und Unterstützung das gemeinsame Problem effektiver bekämpfen zu können.
Ohne dass ihm ein Verstoß gegen die Foren-Regeln anzulasten gewesen wäre und ohne vorherige Information durch die Seitenbetreiber wurde der Account Cooopers heute in den frühen Morgenstunden gesperrt und der von ihm begonnene Thread „Der tägliche Rückfall“ kurzerhand geschlossen, obwohl er ausweislich der Zugriffszahlen zu den am meisten besuchten Threads gehörte.
K nahm die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Coooper wahr, den er zufällig vor einem landschaftlich reizvoll gelegenen Zigarettenautomaten in einer Mannheimer No-Go-Area traf.
 
K: „Sag mal, Coooper, - wie erklärst du dir den Ausschluss aus dem Forum?“

Coooper: „Jemand, der mehrere Anläufe braucht, um mit seiner Sucht fertig zu werden, der hää-ähäää, räusper, hust ….”

K: „Wie sieht es denn mit der Meinungsfreiheit … huuuust, räääääh, räusper?“

Coooper: „Nun, Nichtraucher.de ist eine private Seite und roack, hääää – äm, röchel, huuuust“

K: “Aber es ist doch alles andere als …. hää-ähäää, räusper, hust ….”

Coooper: „Klar, guter Stil ist etwas anderes, vor allem weil …. huuuust, räääääh, räusper…“

K: „Ich bedanke mich für dieses röhö, röhö, rääääääh.“
 


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Gattung: Monster, Art: Suchtmonster, Familie: Nikotinmonster

6 monster.senf 11.01.08 - 01:05 von K.

Da morgen früh um 9 Uhr Herr D aus Monstropolis dem K die Ehre seines Besuchs erweist, hat K den Beginn seines nikotin- und rauchfreien Lebens realistischerweise erst einen Tag nach Ds Besuch, nämlich auf den 12.1.2008 gelegt. Während Monstropolis sich schwerpunktmäßig eher mit den sympathischen oder skurrilen Monstern befasst, zählt das Nikotinmonster zu den heintückischen Erscheinungsformen der Monster-Gattung. Es lebt parasitär und lässt seinen Wirt in trügerischer Ruhe und vermeintlicher Sicherheit leben, solange es mit Nikotin gefüttert wird. Sobald ihm dies jedoch vorenthalten wird, kämpft es mit allen Mitteln, um eine weitere Nikotinzufuhr zu gewährleisten. Missgestimmtheit bis hin zur Aggressivität, Depressionen, Verdauungsstörungen, Nervosität und verstärkter Zweifel am Sinn des Lebens sind nur einige seiner Waffen. Dem Nikotinmonster sind einige Internet-Communities gewidmet, in denen sich kämpferische Naturen - seit kurzem auch K - zusammenrotten, um durch gegenseitige Motivation bessere Chancen zu haben, den Kampf gegen die Sucht zu gewinnen.

Nichtraucher.de


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