Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

7 Kommentare 26.07.09 - 12:47 von muscleman


 


Nach wie vor am Ball!

 
 
35 Trainerstunden – Paradoxe Reaktionen
Seit meinem letzten Bericht sind tatsächlich drei Monste vergangen und so mancher wird sich gedacht haben, dass ich das Projekt längst an den Nagel gehängt habe. Das ist allerdings mitnichten der Fall.
 
Das Erlebte kann, für den eiligen Leser, mit den knackigen Worten von ‘Killer Kim’ zusammen gefasst werden:
 
“Dein Körper kotzt jetzt halt!”
 
Ein Highlight vor dem eigentlichen Bericht:
‘Killer Kim’ hatte bschlossen, dass mir ein wenig Bizepstraining auch nicht schaden würde – sicher aus der Not geboren, an dem Tag aufgrund der Schmerzen, wieder nur eingeschränkt trainieren zu können und so eine Trainerstunde will ja gefüllt sein. Pro Arm 10 Kilo mit verschiedenen Geräten, liessen meine Arme am Ende so massiv zittern, dass ich anschliesend, im Supermarkt mit einem Salat an der Kasse stehend, die Aufmerksamkeit der Kassiererin erregte:
 
“Geht es Ihnen nicht gut?”
“Doch … doch …”
“Soll ich nicht lieber einen Arzt rufen?”
“Nein – ich war nur beim Training”
“Setzen sie sich da hinten einen Moment hin”

 
Wäre ich an der Kasse mit einer Flasche Alk angestanden, hätte sie mich wegen des heftigen Tremors niemals angesprochen ;-d
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

10 Kommentare 19.04.09 - 12:50 von muscleman


 


Zwischenbilanz

 
 
10 Trainerstunden – ein Totalausfall
Am Freitag war es soweit eine Zwischenbilanz nach 10 Trainerstunden mit ‘No Mercy Kim’ zu ziehen. Das erste Stundenkontingent ist aufgebraucht – eine Stunde musste ich netterweise nicht bezahlen, weil ich mit so kritischen Schmerzen im Studio eingelaufen bin, dass selbst ‘No Mercy Kim’ dass ihr das zu gefährlich sei.
 
Okay – also ab mit mir auf den BodyChecker, um die heutigen Werte mit den Anfangswerten (wir erinnern uns: ‘Muskulatur im Prinzip nicht vorhanden’) zu vergleichen. Ich werde also in die Maschine eingespannt und angefeuert von ‘No Mercy Kim’ drücke und schiebe ich was das Zeug hält. Die Maschine spuckt einen Zettel aus und während wir zum Trainerbüro zurücklaufen, höre ich immer wieder: “Nicht schlecht, gar nicht schlecht …” Nach der Eingabe der Werte in das Programm, wird gewogen und Fett-/Flüssigkeitscheck gemacht. Die Werte werden ebenfalls eingetragen und dann spuckt der Drucker auch schon das Ergebnisblatt aus. ‘No Mercy Kim’ grinst und schiebt mir die alten & neuen Ergebnisse über den Tisch. Dann erklärt sie mir:
 
Bauchmuskulatur:
von nicht vorhanden auf wenig trainingsbedürftig verbessert
 
Rückenmuskulatur:
von nicht vorhanden auf mässig trainingsbedürftig verbessert
 
Wasserhaushalt:
Gleichbleibende Bestnote
 
Gewicht:
2,2 Kilo zugenommen bei 0,5% Abnahme des ohnehin guten Fettwerts – das bedeutet, dass 2,2 Kilo reine Muskelmasse aufgebaut wurde
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

9 Kommentare 23.03.09 - 16:45 von muscleman


 


Werft den Purschen zu Poden

 
 
Personal TrainerIn – Stunde 1
Wie kürzlich berichtet, hatte ich zwischenzeitlich meinen Termin im Sportstudio um mal zu hören, was ein ‘Personal Training’ so kostet. Nachdem das lange nicht so teuer war, wie ich mir das vorgestellt hatte – Gott sei Dank – hatte ich letzte Woche bereits meine Wahl getroffen und mich, nach einen intensiven Gespräch, gleich zum ‘Personal Training’ bei Kim angemeldet.
 
Und heute also war dann meine erste Stunde. Kim, durchtrainiert, Anfang 30 (schätze ich), mit kleinen blonden Zöfchen, begrüsst mich mit festem Handschlag und den Worten: “Na dann wollen wir mal sehen, was Du kannst.” Und schon schreitet sie durch den Parkour, begrüsst den einen oder anderen mit aufmunternden Worten: “Ach Herbert auch mal wieder da.” Herbert sieht hoch und klagt: “Knie-OP und was mit der Vene” und Kim in brachialem Ton während wir weiter laufen: “Nur Halbtote hier … nur Halbtote …” Köpfe rucken hoch – alle lachen oder lächeln – Kim und ihre Art ist offensichtlich etabliert.
 
“Wir fangen ganz langsam an” versichert Kim und ich nehme auf Wolff-Gerät Nr. 5 Platz und sie erklärt mir, was zu tun ist. Also hoch mit den eingerosteten Gliedern, das geht auch recht gut … 12 Stück – 3 Sätze. Die zweiten 12 sind schon nicht mehr so einfach und beim dritten Satz muss Kim die letzten acht abzählen, um mich zu motivieren. Ich bleibe kurz liegen, aber Kim treibt mich hoch. Sie lächelt mich an und sagt: “Hatte ich Dir eigentlich gesagt, dass mein zweiter Vorname ‘Keine Gnade’ ist?” Ich gebe mir Mühe zurückzulächeln. Weiter zum nächsten Gerät – ich habe offenbar doch Bauchmuskeln – zumindest wenn es darum geht, dass sie bereits schmerzen. Anderes Gerät, nochmal die Bauchmuskeln, nochmal 3 Sätze á 12 Stück. “Ach Du, sehe ich da etwa eine Schweissperle auf Deiner Stirn?” fragt Kim mit einem diebischen Lächeln. Eine? Hunderte …
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

4 Kommentare 16.03.09 - 15:05 von muscleman


 


Überregionales Schmerzzentrum

 
 
Fitness-Tagebuch – Zweiter Versuch:
Für die Vorgeschichte des Ganzen verweise ich auf mein bisheriges Fitness-Tagebuch, dessen letzter Eintrag vom 02.02.09 ist.
 
Seither ist einiges an Zeit vergangen, denen kein Blut, kein Schweiss und keine Tränen geflossen sind. Entmutigt von den Schmerzen, die sich nach jedem Training eingestellt hatten und die langsam aber sicher die Überhand gewonnen hatten, bis sie nahezu unerträglich wurden, habe ich mir einen zweiten Termin im Schmerzzentrum geben lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich entschlossen, eine Opiattherapie als Ausweg aus dem Schmerz und der minderen Lebensqualität einzuleiten.
 
Der Konsens aus dem Gespräch mit der leitenden Ärztin dort ist schnell zusammen gefasst: Ein Opiattest konnte nicht durchgeführt werden, da die Ärztin zwei Tage später in Urlaub ging. Sie schlug ein neues Medikament vor, einen sanften und retadierenden Muskelrelaxer mit schmerzstillender Wirkung. Für den Fall, dass dieses Medikament, wie alle anderen, nicht wirken sollte und/oder die Nebenwirkungen dramatisch würden, erhielt ich gleichwohl ein Rezept für ein Opiatpflaster in der niedrigsten Eingangsstufe. Dazu gab es dann auch gleich ein Medikament, damit das Essen im Magen bleibt und ein weiteres Medikament, da Opiate im allgemeinen dazu neigen, den Patienten zu verstopfen. Da kann es einem schon mulmig werden – auch wenn man dort mit VAS 8 (Visual Analog Scale 0 – 10) sitzt. Der Plan also sollte sein, mich schmerzfrei oder aber wenigstens die VAS zu senken, um durch ein erneutes Training meinen Körper in die Lage zu versetzen Muskulatur aufzubauen, die nötig wäre, um in diesem Bereich Schmerzen abzubauen. Sie gab mir mit auf den Weg, dass ich mich keiner Illusion hingeben sollte – das wäre ein langfristig, auf mindestens 12 Monate angelegtes Ziel, aber die einzige Möglichkeit noch etwas zu retten, bevor auch das nicht mehr helfen würde. Sollte ich mit der Dosierung der Pflaster nicht zu recht kommen, könne ich jederzeit einen der anderen Ärzte dort kontaktieren. Abschliessend gab sie mir den Rat, es doch mit einem Personal Trainer zu versuchen, so ich mir das leisten könnte – auch deshalb, weil unter Schmerzfreiheit oder deutliche herunter gesetztem Schmerzeempfinden auch viel Schlimmes passieren kann, wenn man falsch oder unsachgemäss trainiert.
 
Nachdem ich – wider erwarten – mit dem Muskelrelaxer eine deutliche Linderung verspüre und ich die letzten beiden Tage – für meine Verhältnisse – fast schon schmerzfrei nennen konnte, kann ich das Glück kaum fassen. Aber jetzt nicht genüsslich zurück lehnen, sondern ran an den Feind! Mittwoch Nachmittag habe ich einen Termin im Fitness-Studio, um zu hören, was mich ein ‘Personal Trainer’ kosten wird.
 
… to be continued …


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