Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

7 Kommentare 26.07.09 - 12:47 von muscleman


 


Nach wie vor am Ball!

 
 
35 Trainerstunden – Paradoxe Reaktionen
Seit meinem letzten Bericht sind tatsächlich drei Monste vergangen und so mancher wird sich gedacht haben, dass ich das Projekt längst an den Nagel gehängt habe. Das ist allerdings mitnichten der Fall.
 
Das Erlebte kann, für den eiligen Leser, mit den knackigen Worten von ‘Killer Kim’ zusammen gefasst werden:
 
“Dein Körper kotzt jetzt halt!”
 
Ein Highlight vor dem eigentlichen Bericht:
‘Killer Kim’ hatte bschlossen, dass mir ein wenig Bizepstraining auch nicht schaden würde – sicher aus der Not geboren, an dem Tag aufgrund der Schmerzen, wieder nur eingeschränkt trainieren zu können und so eine Trainerstunde will ja gefüllt sein. Pro Arm 10 Kilo mit verschiedenen Geräten, liessen meine Arme am Ende so massiv zittern, dass ich anschliesend, im Supermarkt mit einem Salat an der Kasse stehend, die Aufmerksamkeit der Kassiererin erregte:
 
“Geht es Ihnen nicht gut?”
“Doch … doch …”
“Soll ich nicht lieber einen Arzt rufen?”
“Nein – ich war nur beim Training”
“Setzen sie sich da hinten einen Moment hin”

 
Wäre ich an der Kasse mit einer Flasche Alk angestanden, hätte sie mich wegen des heftigen Tremors niemals angesprochen ;-d
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

10 Kommentare 19.04.09 - 12:50 von muscleman


 


Zwischenbilanz

 
 
10 Trainerstunden – ein Totalausfall
Am Freitag war es soweit eine Zwischenbilanz nach 10 Trainerstunden mit ‘No Mercy Kim’ zu ziehen. Das erste Stundenkontingent ist aufgebraucht – eine Stunde musste ich netterweise nicht bezahlen, weil ich mit so kritischen Schmerzen im Studio eingelaufen bin, dass selbst ‘No Mercy Kim’ dass ihr das zu gefährlich sei.
 
Okay – also ab mit mir auf den BodyChecker, um die heutigen Werte mit den Anfangswerten (wir erinnern uns: ‘Muskulatur im Prinzip nicht vorhanden’) zu vergleichen. Ich werde also in die Maschine eingespannt und angefeuert von ‘No Mercy Kim’ drücke und schiebe ich was das Zeug hält. Die Maschine spuckt einen Zettel aus und während wir zum Trainerbüro zurücklaufen, höre ich immer wieder: “Nicht schlecht, gar nicht schlecht …” Nach der Eingabe der Werte in das Programm, wird gewogen und Fett-/Flüssigkeitscheck gemacht. Die Werte werden ebenfalls eingetragen und dann spuckt der Drucker auch schon das Ergebnisblatt aus. ‘No Mercy Kim’ grinst und schiebt mir die alten & neuen Ergebnisse über den Tisch. Dann erklärt sie mir:
 
Bauchmuskulatur:
von nicht vorhanden auf wenig trainingsbedürftig verbessert
 
Rückenmuskulatur:
von nicht vorhanden auf mässig trainingsbedürftig verbessert
 
Wasserhaushalt:
Gleichbleibende Bestnote
 
Gewicht:
2,2 Kilo zugenommen bei 0,5% Abnahme des ohnehin guten Fettwerts – das bedeutet, dass 2,2 Kilo reine Muskelmasse aufgebaut wurde
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

9 Kommentare 23.03.09 - 16:45 von muscleman


 


Werft den Purschen zu Poden

 
 
Personal TrainerIn – Stunde 1
Wie kürzlich berichtet, hatte ich zwischenzeitlich meinen Termin im Sportstudio um mal zu hören, was ein ‘Personal Training’ so kostet. Nachdem das lange nicht so teuer war, wie ich mir das vorgestellt hatte – Gott sei Dank – hatte ich letzte Woche bereits meine Wahl getroffen und mich, nach einen intensiven Gespräch, gleich zum ‘Personal Training’ bei Kim angemeldet.
 
Und heute also war dann meine erste Stunde. Kim, durchtrainiert, Anfang 30 (schätze ich), mit kleinen blonden Zöfchen, begrüsst mich mit festem Handschlag und den Worten: “Na dann wollen wir mal sehen, was Du kannst.” Und schon schreitet sie durch den Parkour, begrüsst den einen oder anderen mit aufmunternden Worten: “Ach Herbert auch mal wieder da.” Herbert sieht hoch und klagt: “Knie-OP und was mit der Vene” und Kim in brachialem Ton während wir weiter laufen: “Nur Halbtote hier … nur Halbtote …” Köpfe rucken hoch – alle lachen oder lächeln – Kim und ihre Art ist offensichtlich etabliert.
 
“Wir fangen ganz langsam an” versichert Kim und ich nehme auf Wolff-Gerät Nr. 5 Platz und sie erklärt mir, was zu tun ist. Also hoch mit den eingerosteten Gliedern, das geht auch recht gut … 12 Stück – 3 Sätze. Die zweiten 12 sind schon nicht mehr so einfach und beim dritten Satz muss Kim die letzten acht abzählen, um mich zu motivieren. Ich bleibe kurz liegen, aber Kim treibt mich hoch. Sie lächelt mich an und sagt: “Hatte ich Dir eigentlich gesagt, dass mein zweiter Vorname ‘Keine Gnade’ ist?” Ich gebe mir Mühe zurückzulächeln. Weiter zum nächsten Gerät – ich habe offenbar doch Bauchmuskeln – zumindest wenn es darum geht, dass sie bereits schmerzen. Anderes Gerät, nochmal die Bauchmuskeln, nochmal 3 Sätze á 12 Stück. “Ach Du, sehe ich da etwa eine Schweissperle auf Deiner Stirn?” fragt Kim mit einem diebischen Lächeln. Eine? Hunderte …
 
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Schweiss ist, wenn die Muskeln weinen

4 Kommentare 16.03.09 - 15:05 von muscleman


 


Überregionales Schmerzzentrum

 
 
Fitness-Tagebuch – Zweiter Versuch:
Für die Vorgeschichte des Ganzen verweise ich auf mein bisheriges Fitness-Tagebuch, dessen letzter Eintrag vom 02.02.09 ist.
 
Seither ist einiges an Zeit vergangen, denen kein Blut, kein Schweiss und keine Tränen geflossen sind. Entmutigt von den Schmerzen, die sich nach jedem Training eingestellt hatten und die langsam aber sicher die Überhand gewonnen hatten, bis sie nahezu unerträglich wurden, habe ich mir einen zweiten Termin im Schmerzzentrum geben lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich entschlossen, eine Opiattherapie als Ausweg aus dem Schmerz und der minderen Lebensqualität einzuleiten.
 
Der Konsens aus dem Gespräch mit der leitenden Ärztin dort ist schnell zusammen gefasst: Ein Opiattest konnte nicht durchgeführt werden, da die Ärztin zwei Tage später in Urlaub ging. Sie schlug ein neues Medikament vor, einen sanften und retadierenden Muskelrelaxer mit schmerzstillender Wirkung. Für den Fall, dass dieses Medikament, wie alle anderen, nicht wirken sollte und/oder die Nebenwirkungen dramatisch würden, erhielt ich gleichwohl ein Rezept für ein Opiatpflaster in der niedrigsten Eingangsstufe. Dazu gab es dann auch gleich ein Medikament, damit das Essen im Magen bleibt und ein weiteres Medikament, da Opiate im allgemeinen dazu neigen, den Patienten zu verstopfen. Da kann es einem schon mulmig werden – auch wenn man dort mit VAS 8 (Visual Analog Scale 0 – 10) sitzt. Der Plan also sollte sein, mich schmerzfrei oder aber wenigstens die VAS zu senken, um durch ein erneutes Training meinen Körper in die Lage zu versetzen Muskulatur aufzubauen, die nötig wäre, um in diesem Bereich Schmerzen abzubauen. Sie gab mir mit auf den Weg, dass ich mich keiner Illusion hingeben sollte – das wäre ein langfristig, auf mindestens 12 Monate angelegtes Ziel, aber die einzige Möglichkeit noch etwas zu retten, bevor auch das nicht mehr helfen würde. Sollte ich mit der Dosierung der Pflaster nicht zu recht kommen, könne ich jederzeit einen der anderen Ärzte dort kontaktieren. Abschliessend gab sie mir den Rat, es doch mit einem Personal Trainer zu versuchen, so ich mir das leisten könnte – auch deshalb, weil unter Schmerzfreiheit oder deutliche herunter gesetztem Schmerzeempfinden auch viel Schlimmes passieren kann, wenn man falsch oder unsachgemäss trainiert.
 
Nachdem ich – wider erwarten – mit dem Muskelrelaxer eine deutliche Linderung verspüre und ich die letzten beiden Tage – für meine Verhältnisse – fast schon schmerzfrei nennen konnte, kann ich das Glück kaum fassen. Aber jetzt nicht genüsslich zurück lehnen, sondern ran an den Feind! Mittwoch Nachmittag habe ich einen Termin im Fitness-Studio, um zu hören, was mich ein ‘Personal Trainer’ kosten wird.
 
… to be continued …


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Fit and (no) fun (yet) – Zwischenspiel II

kommentieren 02.02.09 - 16:53 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Zwischenspiel II
 
Fingerübungen

 
 
 
Es ist einfach ätzend … nach zwei weiteren Trainingseinheiten und einem weiteren Besuch beim Orthopäden ist klar, dass das bisherige Training von Kraft- auf Bewegungstraining umgestellt werden muss, um weitere Katastrophen zu verhindern – also vielleicht jedenfalls …
 
Es ist wenig erbaulich, wenn man einerseits sieht, wie weit diejenigen sind, die den gleichen Kurs angefangen haben und wie man selbst noch immer auf Anfang steht und dieses Minimalpensum nicht einmal schafft, ohne dass der Körper noch mehr rumzickt, als er das sowieso schon tut.
 
Andererseits macht man gute Miene zum bösen Spiel – erstmal vor sich selbst, was langsam aber sicher nicht mehr recht gelingen will und andererseits könnt Ihr Euch sicher nicht vorstellen, was für Häme man auf sich zieht, wenn man auf einer Party bei Freunden darüber berichtet, dass man neuerdings in ein Sportstudio geht. Nicht dass sie es böse meinen würden, ich meine da sitzen Leute, die jünger sind als ich und an der Bandscheibe operiert immer noch mit sich hadern, das unabwendbare Schicksal ‘Sportstudio für immer’ auf sich zu nehmen oder Leute von denen klar ist, dass Beruf und Freizeitbeschäftigung früher oder später zum gleichen Ergebnis führen werden. Aber wenn man nach einem solchen Gespräch in sich hinein hört denkt man sich ab und an: “Warum nicht als Opiat-Patient in der Schmerzklinik anmelden und Ruhe ist.”
 
Seis drum – noch wird nicht aufgegeben – und während ich auf den Termin am Freitag bei Georg, dem Mann mit den Zusatzausbildungen, warte, trainiere ich auf kleinem Niveau (sh. Bild) einfach mal weiter – übrigens: Aus rein orthopädischer Sicht sehr empfehlenswert :clown:
 


 
 
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Fit and (no) fun (yet) – Zwischenspiel

2 Kommentare 27.01.09 - 19:51 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Zwischenspiel
 
Das Dschungelcamp des kleinen
Mannes ist das Sportstudio

 
 
 
Bevor ich Euch heute nur mit der Tatsache langweile, dass ich mich nach wie vor nur unter grossen Schmerzen bewegen kann, habe ich hier einen sehr amüsanten Bericht, der zum Thema passt und Euch die Zeit ein wenig vertreiben soll. Viel Spass!
 
 

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Fit and (no) fun (yet) – Tag 6

6 Kommentare 26.01.09 - 13:12 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 6
 
Schamhaare & Nachwirkungen

 
 
 
Das Training gestern wäre nicht weiter erwähnenswert gewesen, wären da nicht die plötzlich auftretenden Schmerzen in der LWS kurz vor Beendigung des ersten Sets an der Beinpresse gewesen. Durch weitere Bewegungen verschlimmerte es sich zusehends und während mir DAF Alles ist gut! ins Ohr dröhnte beschloss ich, das Training an dieser Stelle sicherheitshalber abzubrechen. Aber alles hat seinen Sinn … denn … wäre dieser Abbruch nicht erforderlich gewesen, hätte ich das Highlight des Tages wohl verpasst …
 
Viele Frauen vertreten ja die Theorie, dass Männer im Bad länger brauchen als Frauen – das zumindest höre ich immer wieder in entsprechenden Unterhaltungen. In der Männer-Umkleide-Kabine ist also eine Spiegelfront von knapp 2 Metern Länge (auf Nachfrage teilt man mir mit, dass es im der Frauen-Umkleide-Kabine ‘nur’ einen Spiegel gibt) – egal mal – vor der Spiegelfront befindet sich eine Art Ablage, auf denen einige Föhne bereit liegen. Ich betrete also die Umkleide – bei Hochbetrieb am Sonntag voll – und da turnt einer der Sportiven im Adamskostüm vor der Spiegelfront herum und föhnt sich die Haare. Nachdem das Haupthaar trocken scheint, dehnt er den elektrischen Trockenvorgang fluchs auf sein Schamhaar aus. Kein Wunder also, dass Männer im Bad länger brauchen :-)
 
Nach einer schlimmen Nacht – rein schmerztechnisch betrachtet – gab es dann heute Morgen einen Besuch beim behandelnden Orthopäden im Rahmen eines Notfalls. Zwei schöne spritzen mit langen Nadeln wurden bereit gelegt und das Weichei in mir litt Höllenqualen, bevor es überhaupt los ging. Angesichts meines Blickes nahm der Orthopäde schnell ernst, dass ich ihm mitteilte, entweder a) laut zu schreien oder b) panisch zu reagieren. Er desinfizierte, stach und ich hielt mich an den Griffen der Liege fest – Cortison und BTM sollten schnell helfen – spätestens im Zeitraum von 2 Tagen auch anhaltend … Der Orthopäde erklärte hinterher ich sei überraschend tapfer gewesen und dass ich mir ein T-Shirt mit dem Aufdruck: “Helden sterben nicht im Liegen” abholen könnte, welches ich fortan tragen dürfte :-) Ich sollte dringend einige Tage auf das Training verzichten – zumindest so lange bis die Schmerzen weg – in meinem Falle besser – seien. “Alles ist gut …”
 
… to be continued …
 
 

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Fit and (no) fun (yet) – Tag 5

13 Kommentare 21.01.09 - 16:15 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 5
 
Erna kennt sie alle

 
 
 
Trotz der Schmerzen, die nach dem Muskelkater kamen oder gerade deswegen bin ich heute in aller Frühe wieder angetreten. Strike! Kurz nach 9 Uhr ist – Gott sei Dank – nicht viel los. Eigentlich gäbe es nichts Besonders zu berichten, da sich dieser Trainigstag nicht von anderen unterschieden hätte, ja … wäre da nicht Erna gewesen …
 
Ich sitze auf der Folterbank Butterfly-Maschine, schinde meinen Oberkörper und habe den iPod weit aufgedreht, als mich ein greller Schrei auf der Konzentration reißt. Mein Kopf ruckt herum und mein Blick fällt auf eine kleine, sehr rundliche ältere Frau. Und Leute – ich kann ja mit Blicken mehrfach töten wenn es sein muss. Die Dame mit den Gewichtheberhandschuhen winkt gerade jemandem zu, der das Studio betreten hat und holt für ihren nächsten Schrei Atem, als ihr Blick den meinen kreuzt. Sie erkennt die Gefahr in der sie schwebt, sollte sie mir nochmals trotz iPod ins Ohr brüllen und beeilt sich Richtung Ausgang zu rollen wusseln. Ekki läuft durch die Halle, grüßt die Dame flüchtig und kommt auf mich zu: “Hey – was hast Du denn mit Erna angestellt?” Ich antworte wahrheitsgemäß mit einem “Nichts” und Ekki weiter: “Du musst wissen – Erna kennt hier alle!” Ich nicke und denke mir: “Jetzt kennt sie mich auch!”
 
Mit neuem aufziehendem Muskelkater verlasse ich die ‘Heiligen Hallen’ – nächster Trainingstag: Sonntag!
 
Oh ja – es ist mir gelungen ein Bild von Ekki aufzutreiben – nur damit ihr wisst, über wen ihr hier Witze macht :-)
 

Ekki live & in farbe

 
 
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Fit and (no) fun (yet) – Tag 4

5 Kommentare 18.01.09 - 17:51 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 4
 
Morgenstund hat Gold im Mund

 
 
 
Von ätzenden Rückenschmerzen geplagt musste ich heute, wieder einmal, früh aus dem Bett. Mal eben im Netz nachgesehen, wann das Studio am Sonntag eröffnet und siehe da, um 9 Uhr dürfen willige Sportive bereits ihren Schweiss vergiessen. Also noch einen Café und dann gehts auch schon los.
 
Als ich 09:23 Uhr da einlaufe, ist der Parkplatz bereits voll und auch die angrenzenden Parkmöglichkeiten sind schon gut belegt. Da nebenan nur Firmen zu finden sind, ahne ich Böses. Und genauso ist es auch – ich checke ein und die Umkleide steht schon voll mit Mitgliedern. Die Luft erinnert mich irgendwie an einen Besuch in einer Parfümerie, in der bereits den ganzen Tag irgendwelche Düfte ausprobiert wurden, sie ist geschwängert von billigem Deo, Old Spice und was weiss der Teufel noch alles. Also schnell, schnell und mit iPod und Handtuch bewaffnet wieder raus. was hat mich nur auf den Gedanken gebracht, dass es Sonntag Morgen schön ruhig sein könnte?
 
Natürlich habe ich keinen Kuli dabei, um mein Training schön in meinen Listen zu dokumentieren und natürlich liegt bei den Karteikästen auch keiner. Also zurück zur Anmeldung und die schlecht gelaunte Dame nach einen Kuli gefragt. “Wiedersehen macht Freunde!” raunt sie mir zu und ich wiederhole artig: “Sobald ich ihn nicht mehr brauche.”
 
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Fit and (no) fun (yet) – Tag 4 (verschoben)

12 Kommentare 16.01.09 - 20:51 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 4 (verschoben)
 
Wurzelresektion

 
 
 
Durch massive Zahnschmerzen, verbunden mit einer Wurzelresektion, musste ich das Training heute verschieben. Da der Zahnarzt mir seine Privatnummer gegeben hat, kann man wohl davon ausgehen, dass ich sie brauchen werde :-z
 
 

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Fit and (no) fun (yet) – Tag 3

24 Kommentare 14.01.09 - 17:15 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 3
 
Alles easy

 
 
 
Ich war versucht mit von der Blitzeisansage im regionalen Wetterbericht davon abhalten zu lassen, das erste echte Training am heutigen Tage in Angriff zu nehmen. Aber nachdem ich mir vor dem Spiegel ein paar Mal das Wort “Weichei” an den Kopf geworfen hatte, schnappte ich um 08:12 Uhr die Sporttasche, packte meinen Astralkörper in die Winterklamotten und bewaffnet mit Handschuhen, iPod und Eiskratzer machte ich mich auf den Weg nach draussen. Im Studio angekommen stellte ich zufrieden fest, dass um diese Uhrzeit – ich hatte es mir gewünscht – noch nicht viel los ist. Meinen RFID-Chip vorgezeigt, positiv identifiziert fragte mich die Dame ob ich einen besonderen Wunsch hätte. Sinnierend darüber was Sie damit wohl meinen könnte :-) meinte sie sogleich: “Ah ja – neu hier. Wollen Sie eine bestimmte Spindnummer?” Hm … da ich den Raum noch nie von innen gesehen hatte, verneinte ich und sie gab mir ein Gummiband mit Schlüssel dran. In der Männer-Umkleide (was ein Wort) angekommen verschaffte ich mir erstmal einen Überblick über die nummerische Anordnung der Spinde, fand was ich suchte und rein in die sportiven Klamotten! Bändchen um das Handgelenk und ab zum karteikasten, den Trainingsplan rausholen.
 
Erstmal einige Minuten auf den Crosstrainer – leichteste Stufe – zum warm werden. Als ich in den Raum einbiege, sind die Laufbänder, Crosstrainer, Rudermaschinen und sonstiger SchnickSchnack gut belegt und jetzt fällt mir ein was ich vergessen habe – den iPod. Also straight durch den Raum, Maschinenlärm, schwitzende Fahrradfahrer mit dicken Büchern vor sich und rudernde Einzelkämpfer hinter mir lassend.
 
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Fit and (no) fun (yet) – Tag 2

2 Kommentare 12.01.09 - 17:45 von muscleman


 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 2
 
Halluzinationen, RFID & Fingerprints

 
 
 
Der voll besetzte Parkplatz ließ vermuten, dass der frühe Sonntag-Abend eine der Hauptzeiten Deutscher Fitness ist. Gleich beim Betreten der ‘heiligen Hallen’ brandete Menschenlärm auf, gepaart mit dem Geräusch von Maschinen. Hohe Luftfeuchtigkeit und süsslicher Geruch deuteten auf jede Menge vergossenen Schweiss hin. Meiner würde wohl unweigerlich heute dazu kommen.
 
And the same procedure: “Hallo, ich habe einen Termin mit Ekki um 19 Uhr”
 
“Hinten im Trainerbüro” kam als kurze, knappe Antwort. Als ich mich hilflos umsah, lächelte die Damen am Empfang, fuhr Ihren Zeigefinger aus und betonte: “DA hinten!”
 
Im Trainerbüro angekommen sprang Ekki, ungefähr im Alter meines Sohnes, hoch, setzte sein Trainerlächeln auf und schüttelte mir die Hand.
 
“Also Du willst ja den Rücken-Fit-Kurs bei uns machen.” Ich nickte und er redete gleich in routinierter Weise weiter und klärte zunächst noch ein paar Formalitäten. Danach arbeiteten wir erst einmal den Standard-Fragebogen durch, von wegen Krankheiten, körperlichen Gebrechen, meinen Erwartungen an diesen Kurs und andere Dinge, die offenbar wichtig sind.
 
“Schon einmal Sport gemacht oder im einem Fitness-Studio gewesen?” wollte Ekki wissen und wahrheitsgemäss kam ein knappes aber klares “Nein” und Ekki rollte bedenklich mit den Augen. Dann klärte er mich auf, was in diesem Kurs Bestandteil sein würde und dann gings los mit den Messungen und der Erhebung von Werten.
 
Blutdruck: normal Puls: 92 – “Aufgeregt?” “Nein, aber ein Ruhepuls von 90 ist bei mir ganz normal.” “Schon mal beim Arzt gewesen?” “Ja.” “Was sagt der dazu?” “Er ist ratlos.” “Ah ja.”
 
Fettanteil und Wasserhaushalt werden elektronisch gemessen. Bei Beidem gute bis sehr gute Werte. Ein wenig übergewichtig vielleicht aber mit rund 5 Kilo nicht wirklich dramatisch. Na das ist doch schon mal was denke ich mir und Ekki bestätigt das: “Bei den Meisten stimmen schon diese Werte nicht.”
 
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Fit and (no) fun (yet) – Tag 1

19 Kommentare 09.01.09 - 22:05 von muscleman


 
 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 1 – Die Anmeldung

 
 
 
Heute sollte der große Tag sein – im Sportstudio erwartete mich um 19 Uhr ‘Georg’. Den Termin hatte ich telefonisch vereinbart. Der Parkplatz vor dem Sportstudio war fast vollständig belegt und darunter waren nicht wenig Luxusschlitten. Mit zögerlichen Schritten durch die Eingangstür – ein wohl recht typischer Geruch aus Schweiss, Deo, hoher Luftfeuchtigkeit und Parfum stieg mir in dies Nase bei einem beachtlichen Lärmpegel, verursacht durch schwatzende Mitglieder, metallischen Geräuschen und der gängigen Musikbeschallung. Am Tresen eine freundliche junge Dame die mich fragte, was ich denn wolle.
 
“Ich habe einen Termin mit Georg”
 
“Georg ist gleich frei – warte doch einen Moment.”
 
‘Momente’ können echt lang sein, wenn man sich wie ein Alien unter lauter Fitnessfreunden fühlt und in voller Montur – die Sache mit dem Spind kommt ja erst später – rumsteht.
 
“So jetzt ist er frei – geh gerade rüber in den Trainingsraum” Wie erlösend solche Worte doch sein können …
 
‘Georg’ sass gemütlich zurückgelehnt auf einem, mit Sicherheit nicht rückentauglichen alten Schreibtischstuhl im Trainerraum und erfüllte auf den ersten Blick jedes erdenkliche Vorurteil, das ich mir in einer schlaflosen Nacht zusammengereimt hatte. Braungebrannt, Goldkette, modischer Jogging-Anzug und ein breites, unpersönliches Grinsen.
 
Ich werde darüber aufgeklärt, dass ‘wir’ uns ‘hier’ alle dutzen. Das mag ich ja … Auf detailierte Fragen kommt wiederholt die Standard-Antwort: “Alles ist möglich!” und hätte ich mir nicht vorgenommen, das jetzt endlich mal in Angriff zu nehmen und gäbe es in der näheren Umgebung ein anderes Sportstudio, wäre ich nach der 2. Antwort dieser Art & Güte aufgestanden und gegangen. Georg kommt dann auch schnell zum Punkt – Vertrag für das befristete Rücken-Fit-Angebot unterschreiben und einen weiteren Termin mit dem persönlichen Trainer vereinbaren. Das gibt mir immerhin die Hoffnung, dass der persönliche Trainer eher auch für das Attribut “Persönlichkeit” steht.
 
Schlecht kopierten Vertrag also unterschrieben und nix wie weg, bevor der Verstand sich wieder einschaltet … Tag 1 liegt also hinter mir – Termin mit dem persönlichen Trainer übermorgen – das kann ja heiter werden …
 
… to be continued …
 
 

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Fit and (no) fun (yet) – Tag 0

2 Kommentare 07.01.09 - 12:35 von muscleman


 
 


Aller Anfang ist schwer!


Tag: 0 – Jetzt oder nie!

 
 
 
Ärzte, Kliniken, Ambulanzen und selbst ernannte Gesundheitsapostel predigen denen, die in Deutschland und anderswo unter dauerhaften Rückenschmerzen leiden, die Stärkung der Rückenmuskulatur. Mit welchen Methoden man das nun auch immer tun wird – ob nach Kieser, nach Dorn oder nach Dr. Wolff – richtet sich nach der ärztlichen Empfehlung und vor allem nach den örtlichen Gegebenheiten. Es macht wohl wenig Sinn 2-3 Mal die Woche in eine entfernte Stadt zum Training zu fahren.
 
Als Entscheidungshilfe diente die örtliche Tagespresse – hier wird zum wiederholten Male ein “sensationell günstiges” Angebot für ein 4monatiges Rücke-Fit-Training geschaltet. Entgegen der sonstigen Gewohnheit, das Angebot auszuschneiden und an der Pinwand vergammeln zu lassen, rufe ich ein paar Tage später wirklich an, um einen Termin zu vereinbaren.
 
Termin übermorgen Abend 19 Uhr. STRIKE! Nun wird im neuen Jahr alles gut!
 
… to be continued …
 
 

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