Darauf haben wir alle gewartet - und nachdem die Autobauer in Germoney gerade angekündigt haben, ebenfalls Milliardenpakete der Bundesregierung haben zu wollen, sollte sich der brave Bürger beeilen und seinen Antrag auf Unterstützung zweitnah einreichen
Also mein Tag hat heute gut angefangen. Unsere Kandisbunzlerin Frau Merkel garantiert im Namen der Bundesregierung für alle Geldeinlagen der Bürger in Höhe von 568 Milliarden €uro. Damit brauchen sich Bürger wie ich, die sich ernsthaft überlegten, heute morgen gleich mal ihren Notgroschen abzuheben, sich nicht auf den Weg zu machen und in langen Schlangen vor den Bankschaltern anzustellen. Und ganz nebenbei wendet sie mit dieser Garantie die Bankenkrise ab und kurbelt das Weihnachtsgeschäft an. Dafür sind ein 50 Milliarden €uro Hilfspaket für die Hypo Real Estate, das in einer Krisensitzung heute Nacht beschlossen wurde quasi ein Klacks - finanziert eh der Steuerzahler.
Erinnern wir uns - Das letzte Mal dass ein Politiker ein solches Versprechen abgegeben haben, hat das schliesslich auch hervorragend funktioniert oder?
Und schon gibt es die ersten Serien in Printmedien - von “Intelligent sparen” oder gar der Anti-Inflation ist die Rede. Heute Abend gibt die ARD zum Besten, mit welchen Tipps man satt sparen kann.
Auch die Bild-Zeitung stimmt in die Sparoffensive ein, in dem sie die Tricks der Hartz IV Empfänger offen legt, damit künftig wenigstens der Staat sparen kann.
Und die Commerzbank spart auch - nämlich - durch rund 9.000 Entlassungen bei der Übernahme der Dresdner Bank.
Last not least spart auch der Deutsche - logischerweise, wenn alles teurer wird und er nicht mehr Geld in der Tasche hat. Das aber ist natürlich schlecht, weil dann der Wirtschaftsmotor nicht rund läuft. Aber auch der Bundesfinanzminister kann sparen und das obwohl er trotz lahmender Wirtschaft und wenig Kauflust des Volkes aktuell auf erhebliche Steuermehreinnahmen blicken kann.
Andererseits spart man nicht an hässlichen Vokabeln wie Rezession und ein Blick in unsere EU-Mitgliedsländer zeigt, dass beispielsweise auch in Spanien, in Frankreich oder in Italien die Wirtschaft lahmt.
Ob da wohl wer mit Zitronen (sh. Tabelle) gehandelt hat?
We feed the world - ein mehrfach preisgekrönter Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - über den Mangel im Überfluss - ARD 22:45 Uhr